Wer
geht ins Rennen um die Oscars?

Zwar
sind es bis zur Bekanntgabe der Nominierungen am 24. Januar noch einige
Wochen hin, aber da das Oscar-Rennen nicht so weit weg ist von einem
Präsidentschaftswahlkampf, werden die aussichtsreichen Darsteller
und Filme schon weit im Voraus von den Produktionsfirmen beworben und
in diversen Branchenblättern und Internetforen diskutiert.
Unabhängig
davon, was man von den Oscars halten mag, die ja oft den Anschein eines
Popularitäts-Wettbewerbs erwecken, bieten sie doch eine gute Orientierung,
welche Filme in den nächsten Wochen in den deutschen Kinos anlaufen
werden.
Falls
ich nicht völlig danebenliege, können sich in den drei Hauptkategorien
Bester Film, Beste
Hauptdarstellerin und Bester Hauptdarsteller
folgende Kandidaten Hoffnungen auf eine Einladung zur Verleihung machen,
die übrigens am 26. Februar stattfinden wird:
Bester
Film: Ziemlich gut stehen die Chancen für zwei Filme,
die in den USA bereits unter großem Kritikerapplaus gestartet
sind und genügend emotionales Potential besitzen, um bei der traditionell
recht sentimental gestimmten Academy gut anzukommen: In The Descendants
(ab 26.01. in den deutschen Kinos) muss George Clooney als abgestumpftes
Familienoberhaupt den Tod seiner Frau verkraften und das zerrüttete
Verhältnis zu seinen Töchtern in Ordnung bringen. Bittersüßes
Familiendrama, das in den Händen von Sideways-Regisseur
Alexander Payne gut aufgehoben ist. The Artist (ab 26.01.)
wiederum ist als ein in Schwarzweiß gedrehter Stummfilm (!) ein
extrem ungewöhnlicher Kandidat: Der französische Streifen
erzählt die Geschichte eines Hollywoodstars aus der Stummfilmzeit,
dessen Karriere nach Erfindung des Tonfilms vor dem Ende steht. Verspielt-augenzwinkernde
Hommage an das frühe Hollywood-Zeitalter und zugleich charmanter
Liebesfilm – The Artist könnte in Sachen Oscar den
richtigen Ton treffen. Dafür wird nicht zuletzt die in Sachen Promotion
bestens erprobte Weinstein Company sorgen, deren Filme (wie letztes
Jahr The King´s
Speech) es regelmäßig in die Nominiertenliste schaffen.
Bedenkt
man, wie populär Woody Allen allem Spott fürs kulturlose Los
Angeles zum Trotz in Hollywood ist, muss man Midnight
in Paris ebenfalls auf der Rechnung haben. Die nostalgische
Zeitreise-Romanze ins Paris der Roaring Twenties mag im Euvre ihres
Regisseurs vielleicht etwas leichtgewichtig rüberkommen, hat aber
viel Charme und ist – auch sowas wird gern honoriert – Woody
Allens bis dato erfolgreichster Film. Ebenfalls ein Hit an der Box Office
und von den Kritikern gelobt ist der Baseball-Streifen Moneyball
(ab 02.02.), in dem Brad Pitt als Manager ein marodes Team auf Vordermann
bringt. Klingt arg konventionell, doch Regisseur Bennett Miller (Capote)
und Drehbuchautor Aaron Sorkin The
Social Network) bürgen für smarte Unterhaltung. Vielleicht
nicht ganz so smart, dafür aber ebenfalls klassisches Feelgood-Kino
ist das Disney-produzierte Südstaatendrama The Help (seit
08.12.), das mit den Rassenkonflikten im Mississippi der frühen
60er Jahre ein ernstes Thema behandelt. Eine junge Collegeabsolventin
sorgt in ihrer versnobt-konservativen Heimatstadt für einen Skandal,
als sie für ein Buchprojekt einige schwarze Haushälterinnen
über ihre Erfahrungen in weißen Haushalten interviewt. Für
viele Kritiker arg weichgespült, ist der Film in den USA ein enormer
Publikumserfolg – ganz ähnlich wie The Blind Side,
der es vor zwei Jahren zu einer schmeichelhaften Nominierung gebracht
hat.
Auch einige kleinere, künstlerisch anspruchsvolle Produktionen
dürfen sich Chancen ausrechnen: Shame (ab 01.03.), der
zweite Film des britischen Regisseurs Steve McQueen (nach dem Meisterwerk
Hunger), liegt als düstere Studie eines Sexsüchtigen
aber wohl außerhalb der comfort zone der Oscar-Jury. Regisseur
Terrence Malick genießt in der Branche zwar Kultstatus, sein Cannes-Gewinner
The Tree of Life
ist ihm jedoch arg esoterisch geraten, was viele Juroren abschrecken
könnte. Einen Blick zurück in die Zeit des Kalten Krieges
wirft der Agententhriller Dame, König, As, Spion (ab 02.02.).
Gary Oldman übernimmt in der John le Carré-Verfilmung als
gealterter Spion George Smiley die brenzlige Aufgabe, einen sowjetischen
Agenten im britischen Geheimdienst zu enttarnen. Bereits für mehrere
British Independent Film Awards nominiert, hängt eine mögliche
Nominierung vor allem vom Erfolg an der US-Kinokasse ab.
Neue
Filme von Steven Spielberg, Clint Eastwood oder Martin Scorsese müssen
sich über mangelnde Aufmerksamkeit sicher keine Sorgen machen.
Im Vorfeld als einer der frühen Favoriten gehandelt, sieht es für
Eastwoods J. Edgar (ab 16.02.), einem Biopic über den
umstrittenen früheren FBI-Direktor J. Edgar Hoover, nach eher lauwarmen
Kritiken (zu konventionell, zu langatmig) und einem bislang mäßigen
Einspielergebnis nicht mehr so rosig aus. Die Prognose für Spielbergs
episches Kriegsdrama War Horse (ab 05.01.) bleibt schwierig,
zumal die Ende Dezember in den USA startetende Abenteuergeschichte über
die Odyssee eines Pferdes auf den europäischen Schlachfeldern des
Ersten Weltkriegs bislang nur einzelnen Pressevertretern gezeigt wurde.
Die Reaktionen sind eher verhalten: zu altmodisch und kitschig, wird
gemäkelt. Andererseits hat die Academy durchaus eine Schwäche
für kitschige Epen. Ziemlich erstaunlich, dass der am meisten gefeierte
Familienfilm der Saison ausgerechnet von Martin Scorsese stammt: Der
in 3-D gefilmte, mit fantastischen Elementen angereicherte Hugo
Cabret (ab 09.02.) erzählt – basierend auf dem Kinderbuch-Bestseller
von Brian Selznick – von einem Waisenjungen, der im Paris des
Jahres 1931 ein geheimes Dasein hinter den Mauern der Zugstation Montparnasse
führt. In Nebenrollen sind Sacha Baron Cohen als fieser Inspektor
und Ben Kingsley als gealterter Regisseur zu sehen. Weniger nostalgisch
dürfte es in Die Eiserne Lady (ab 01.03.) zugehen, dem
Porträt über die ehemalige britische Premierministerin Margaret
Thatcher, aber vielleicht kann Hauptdarstellerin Meryl Streep der gefürchteten
Dame ein paar symapthische Seiten abgewinnen. Dennoch, wenn es um britische
Biopics geht, bevorzugt die Academy eindeutig Monarchen.
Es
verbleiben zwei echte Wild Card-Kandidaten, die bis Ende November noch
nicht einmal der Presse gezeigt wurden, denen aber schon hohe Erwartungen
vorauseilen: Stephen Daldry hat das Kunststück geschafft, bislang
für jeden einzelnen seiner drei Filme (zuletzt Der
Vorleser) oscarnominiert zu werden. Jetzt hat er sich der Romanvorlage
Extrem laut und unglaublich nah (ab 19.01.) von Jonathan Safran
Foer angenommen, in der ein kleiner Junge New York City auf der Suche
nach einer Botschaft seines bei den Anschlägen auf das World Trade
Center verstorbenen Vaters (Tom Hanks) durchstreift. Ebenfalls mit Spannung
erwartet wird The Girl With the Dragon Tattoo (ab 12.01.),
die US-Adaption des ersten Teils aus Stieg Larssons Millenium-Trilogie,
die bereits 2010 mit Noomi Rapace in der Hauptrolle verfilmt wurde.
So grundsolide die schwedische Produktion auch ist, in den Händen
von David Fincher (zuletzt für The Social Network nominiert)
könnte der Stoff zu einem Meisterthriller veredelt werden. Eigentlich
eine gute Gelegenheit für die Academy, Fincher für seine letztjährige
Niederlage zu entschädigen.
Da sich das Reglement in diesem Jahr ändert, können in der
Hauptkategorie zwischen 5 und maximal 10 Filme nominiert werden, je
nachdem wie viele Kandidaten die festgeschrieben Hürde an erforderlichen
Stimmen nehmen. Ich lege mich mal auf 7 Nominierungen fest.
Mein Tipp: The Descendants; The Artist; Midnight
in Paris; Moneyball; Hugo Cabret; Extrem laut und unglaublich
nah; The Girl with the Dragon Tattoo.
Beste
Hauptdarstellerin: Anders als in früheren Jahren, als
über einen Mangel wirklich guter Frauenrollen geklagt wurde, gibt
es dieses Jahr eine beachtliche Auswahl preiswürdiger Hauptdarstellerinnen.
Drei von ihnen können sich der großen Konkurrenz zum Trotz
ruhig schon mal Gedanken über das passende Abendkleid machen: Meryl
Streep ist ja ohnehin derart beliebt, dass die Academy eine Nicht-Nominierung
wahrscheinlich als unhöflich empfinden würde, aber abgesehen
davon ist ihre Rolle als Margaret Thatcher in Die Eiserne Lady
seit Monaten im Gespräch. Sie ist zwar nicht gerade eine Meisterin
subtiler Schauspielkunst, aber ein wenig Exzentrik kann Margaret Thatcher
sicher gut gebrauchen.
Glenn Close wartet im Gegensatz zu Meryl Streep noch auf ihren ersten
Oscar. Das Drama Albert Nobbs (noch ohne Startdatum) könnte
da Abhilfe schaffen. Closes Figur schlüpft im Irland des späten
19. Jahrhunderts in die Rolle eines Mannes, um eine Anstellung als Butler
zu finden. Eine Frau, die eine Frau spielt, die einen Mann spielt –
das ist nicht nur verwirrend, sondern imponierend, und gewissermaßen
eine prädestinierte Oscar-Rolle. Beeindrucken dürfte zudem,
dass Glenn Close seit Jahren für die Realisierung gekämpft,
den Film co-produziert und das Drehbuch geschrieben hat. Anerkennung
hat ebenfalls Viola Davis als schwarze Haushälterin im Kassenschlager
The Help verdient, die sich gegen den unterschwelligen Rassismus
der feinen Südstaatengesellschaft zur Wehr setzt. Eine kraftvolle
Rolle, dazu sozial relevant: Davis wäre nach Halle Berry erst die
zweite schwarze Gewinnerin in dieser Kategorie.
Die
restlichen zwei freien Plätze sind schwer umkämpft: Charlize
Theron spielt in der Dramödie Young Adult (ab 23.02.)
eine Schriftstellerin, die in ihr Heimatkaff zurückkehrt, um mit
einem inzwischen verheirateten Ex anzubandeln, während Tilda Swinton
im schwer verdaulichen We Need to Talk About Kevin als Mutter
eines jugendlichen Amokläufers leidet. Trauer, Lakonie, Frustration:
Swintons Leistung wurde beim Festival in Cannes in den Himmel gelobt,
aber der Film könnte für die eher am Mainstream orientierte
Academy zu harte Kost sein. Ein ähnliches Handicap hat das britische
Drama Tyrannosaur (seit 13.10.), in dem die beeindruckende
Olivia Colman in der Rolle einer misshandelten Frau glänzt, die
einen radikalen Weg aus ihrer Unterdrückung wählt. Ebenfalls
beeindruckend und in Cannes preisgekrönt ist Kirsten Dunst in Melancholia.
Ihre feinfühlige Studie einer Depressiven hätte eine Nominierung
verdient, aber Lars von Triers artifizielles Kunstkino steht den europäischen
Festivals näher als Hollywood. Immerhin bekam der Film in den USA
durch die Bank gute Kritiken, was auch Dunst im Gespräch hält.
Weitaus glamouröser ist Michelle Williams Rolle als Marilyn Monroe
in My Week with Marilyn. Der Film wurde so lálá
aufgenommen, aber Williams für ihre Verkörperung des legendären
Sexsymbols sehr gelobt. Eine Berühmtheit eher in Psychiater-Kreisen
ist Sabina Spielrein, die erste praktizierende Psychoanalytikerin. Keira
Knightley darf sich in der Rolle der in jungen Jahren selbst psychisch
Kranken in David Cronenbergs Eine
dunkle Begierde reichlich austoben, aber ihre Chancen stehen
eher schlecht. Zum einen wirkt ihre Performance teils als zu schamloses
Bewerbungsschreiben an die Academy, zum anderen ist die Konkurrenz dieses
Jahr schlichtweg zu groß. Zu dieser Konkurrenz zählen auch
zwei junge Darstellerinnen, die sich bislang noch keinen großen
Namen gemacht haben: Elizabeth Olsen (die jüngere Schwester der
berüchtigten Olsen-Twins) spielt im Indie-Psycho-Thriller Martha
Marcy May Marlene (ab 08.03.) eine junge Frau, die – von
der Erinnerung an ihre Gefangenschaft in einer religiösen Sekte
gequält – mühsam versucht, sich wieder im Leben zurechtzufinden.
Ebenfalls mit den Dämonen der Vergangenheit kämpft Rooney
Mara als Lisbeth Salander in The Girl with the Dragon Tattoo.
Über ihre Performance kann bis dato nur spekuliert werden, da der
Film noch nicht vorab gezeigt wurde, aber wenn die hohen Erwartungen
erfüllt werden, darf auch die hochtalentierte Mara (zuletzt in
The Social
Network zu sehen) hoffen – zumal ihre extreme Rolle enormes
Potential besitzt.
Mein
Tipp: Meryl Streep in Die Eiserne Lady; Glenn Close
in Albert Nobbs; Viola Davis in The Help; Olivia Colman
in Tyrannosaur; Rooney Mara in The Girl with the Dragon
Tattoo.
Bester
Hauptdarsteller: Über
eine Sache darf man sich alljährlich ziemlich sicher sein: Zumindest
einige der fünf freie Plätze sind für die großen
Hollywoodstars reserviert, die letztlich ja auch für ordentliche
TV-Einschaltquoten sorgen sollen. So macht es durchaus Sinn, dieses
Jahr auf Brad Pitt und George Clooney zu setzen, zumal Clooney als trauernder
Familienvater in The Descendants auch einen aussichtsreichen
Film auf seiner Seite hat. Brad Pitt hat sogar zwei Eisen im Feuer,
wobei der kryptische The
Tree of Life der riskantere Tipp ist im Vergleich zum massentauglicheren
Moneyball, in dem Pitt für sein ironisches Understatement
und seine subtile Schauspielkunst gelobt wird. Für einen Darsteller,
der immer auf sein gutes Aussehen reduziert wird, wäre der Oscar
sicher ein willkommener Ritterschlag als anerkannter Charakterdarsteller.
Mit Leonardo DiCaprio ist ein weiterer der großen Jungs im Rennen,
allerdings bedeuten die mäßigen Kritiken für J.
Edgar einen deutlichen Dämpfer. Auch wenn DiCaprio das alte
FBI-Scheusal Hoover doch sehr überzeugend mimt, darin sind sich
die Kritiker immerhin einig.
Weitaus weniger bekannt, dafür aber mit einer Traumrolle gesegnet,
ist der französische Schauspieler Jean Dujardin, der sich in den
letzten Jahren daheim vor allem einen Namen als Komiker gemacht hat
und nun in The Artist einen Stummfilmstar auf dem Abstellgleis
spielt – in einem Stummfilm. Was bedeutet, dass Dujardin alles
mit seiner Mimik ausdrücken muss und nebenbei der diskreten Aura
einer goldenen Hollywoodära huldigt. In Cannes gab es den Darstellerpreis,
in Hollywood sollte es zumindest für eine Nominierung reichen,
wenn nicht für mehr. Das gleiche würde ich dem irischen Shootingstar
Michael Fassbender wünschen, der dieses Jahr gleich in drei sehr
ambitionierten Rollen zu sehen ist: In Eine
dunkle Begierde mimt er den Psychiater C.G. Jung, in der Charlotte
Brontë-Adaption Jane Eyre den undurchsichtigen Mr. Rochester
und in Shame schließlich einen sexsüchtigen New
Yorker Geschäftsmann, dessen Leben zunehmend den Bach runtergeht.
Harter Stoff, zugleich aber eine derart couragierte Performance, dass
Fassbenders Chancen hier vielleicht am besten stehen. Ebenfalls starker
Tobak und eine mentale Gratwanderung bedeutet Peter Mullans Rolle eines
am Leben verzweifelnden Zynikers im Sozialdrama Tyrannosaur.
Richtig
schwer, auch wenn man ihn nicht abschreiben sollte, wird es für
den tollen Ewan McGregor in der Indie-Filmperle Beginners als
Sohn eines schwulen Vaters (hierfür wird Christopher Plummer –
jede Wette – als bester Nebendarsteller gewinnen). McGregor fehlt
es offensichtlich an Lobby, regelmäßig starken Leistungen
zum Trotz. Ryan Gosling wiederum überzeugt zweifach im Politdrama
The Ides of March (ab 22.12.) und im ironisch-stilisiertem
Actionfilm Drive (ab 26.01.), aber einen wirklich bleibenden
Eindruck haben die Filme nicht hinterlassen. Ein weitaus besserer Tipp
wäre eigentlich Gary Oldman als Agent Smiley in Dame, König,
As, Spion, zumal seine nuancierte Charakterisierung allerorts hervorgehoben
wird, aber er ist und bleibt ein echter Hollywood-Outsider. Bleibt die
Frage, ob er überhaupt Bock auf die steife Zeremonie hat.
Zwei starke Charakterrollen könnten vielleicht noch für eine
Überraschung sorgen: Woody Harrelsen spielt in Rampart
einen brutalen, vom Vietnamkrieg seelisch zerrütteten Cop, während
Michael Shannon in Take Shelter (ab 22.03.) von der Wahnvorstellung
besessen ist, ein schrecklicher Sturm bedrohe das Leben seiner Familie.
Besessene und zerstörte Persönlichkeiten üben auf die
Academy seit jeder eine große Faszination aus, aber die Frage,
wer am Ende nominiert wird, hängt auch vom passenden Timing und
guter Publicity ab.
Mein
Tipp: George Clooney in The Descendants; Brad Pitt
in Moneyball; Jean Dujardin in The Artist; Michael
Fassbender in Shame; Gary Oldman in Dame, König, As,
Spion.
Dominik
Rose
29.11.2011
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