Hangover
Komödie, USA / Deutschland 2009, 100 Minuten, ab 12
Originaltitel: The Hangover; Deutschlandstart: 23.07.2009 (Warner Bros.); Regie: Todd Phillips; Produktion: Chris Bender, Scott Budnick u.a.; Drehbuch: Jon Lucas, Scott Moore; Musik: Christophe Beck; Kamera: Lawrence Sher; Schnitt: Debra Neil-Fisher

mit Bradley Cooper (Phil Wenneck), Ed Helms (Stu Price), Zach Galifianakis (Alan Garner), Justin Bartha (Doug Billings), Heather Graham (Jade), Sasha Barrese (Tracy Garner), Jeffrey Tambor (Sid Garner), Ken Jeong (Mr. Chow), Rachael Harris (Melissa), Mike Tyson (als er selbst), Mike Epps (Black Doug), Jernard Burks (Leonard), Rob Riggle (Officer Franklin), Cleo King (Officer Garden), Bryan Callen (Eddie Palermo) u.a.

Filmplakat
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Offizielle Website (Warner Bros. )
Trailer ()
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Ich hab's Ihnen doch schon erklärt. Sie hatten nur eine leichte Gehirnerschütterung, geprellte Rippen... Das war schon alles. Allerdings konnte mir keiner sagen, wie das passiert ist. - Wissen Sie noch, wie viele von uns hier waren? - Die Freunde recherchieren im Krankenhaus.

Plot: Doug Billings (Justin Bartha) steht wenige Tage vor seiner Hochzeit. Wie es sich gehört, will er mit seinen Freunden Phil (Bradley Cooper) und Stu (Ed Helms) und seinem zukünftigen Schwager Alan (Zach Galifianakis) noch einmal richtig einen drauf machen. Alle vier fahren nach Las Vegas und wollen einen zünftigen Junggesellenabschied feiern. Zunächst läuft auch noch alles gut, doch als Phil, Stu und Alan dann am nächsten Morgen in ihrer Hotelsuite aufwachen, fehlt ihnen jegliche Erinnerung an die vergangene Nacht. Das allein wäre nicht weiter schlimm, doch die Hotelsuite ist total verwüstet, ein unbekanntes Baby findet sich im Schrank und ein Tiger sitzt im Badezimmer. Und der Bräutigam in spe ist verschwunden. Nun müssen die drei zusehen, wie sie die Ereignisse der letzen Nacht rekonstruieren und Doug noch rechtzeitig vor der Hochzeit, die am nächsten Tag stattfinden soll, wieder finden können. Eine irre Odyssee durch Vegas beginnt...

Kritik: Regisseur Todd Phillips (Road Trip, Old School, Starsky & Hutch) ist im Komödienbereich mittlerweile ausreichend erfahren. Vielleicht ist das der Grund, warum ihm nach einigen mäßig guten Filmen nun endlich eine richtig lustige und unterhaltende Hammer-Komödie gelungen ist.
Dabei ist das Grundthema von der durchfeierten Nacht mit anschließender „Was-haben-wir-nur-gemacht?“-Frage bei weitem nicht neu und schon in etlichen Filmen, wie z.B. Very Bad Things, Ey Mann, wo is’ mein Auto, auf die unterschiedlichste Weise in Szene gesetzt worden. Von daher war es fraglich, ob noch so ein Film überhaupt nötig ist und überzeugen kann. Doch aufgrund des gelungenen Drehbuchs, Phillips' spritziger Inszenierung, den witzigen Gags, aber vor allem auch den tollen und gut gecasteten Darsteller ist der Film sogar mehr als nur eine gelungene Komödie geworden. Hangover überzeugt auf ganzer Linie und unterhält von der ersten bis zur letzten Minute. Ein besonderes Highlight bildet hier auch der Abspann.

Der Film bietet einen abgefahrenen und frechen Humor, der manchmal sogar bis an gewisse Grenzen geht, aber doch immer im Rahmen des guten Geschmacks und der Familienverträglichkeit bleibt. Wahrscheinlich ist das auch eines der Geheimnisse, warum Hangover so überzeugt. Er ist derbe, tut aber letztlich keinem weh und lässt sowohl Jung und Alt, Männer und Frauen herzhaft lachen. Der Humor gleitet zum Glück nie in die Abgründe des zottigen Stammtisch- und des geschmacklosen Teenie-Film-Fäkal-Humors ab. Ein wenig von allem ist vorhanden, aber in gesunden Dosen. Obwohl die Handlung schon sehr abgedreht und skurril ist, bleibt der Film immer irgendwo realistisch und im Bereich des Möglichen. Gerade diese Mischung aus schräg, frech, aber immer lebensnah und nicht zu derbe, machen den Film für mich so gut. Hinzu kommen die zwar klischeehaft, aber unglaublich sympathisch und liebenswert gezeichneten Figuren: Der Spießige, der Schönling, der Freak und der Normalo. Wobei hier natürlich der Freak Alan die meisten Lacher auf seiner Seite hat, da seine Figur für die lustigsten Sprüche und die beste Situationskomik sorgt.
Für die Kinogänger, die den Film-Trailer kennen, ist es schade, dass schon wieder zu viel der Handlung und Gags zu sehen war. Es gibt aber auch noch genug weitere witzige Pointen, Wendungen und Überraschungen. Es lohnt also auf jeden Fall, sich den Film anzusehen.

Fazit: Hangover ist eine richtig gelungene Komödie, die ein altbackenes Thema erfrischend aufbereitet und äußerst lustig erzählt. Dabei ist der Humor zwar frech und abgefahren, dringt aber nie zu sehr in Fäkal- und Stammtisch-Regionen ab und lässt sowohl Männer, als auch Frauen herzhaft lachen. Eine der, wenn nicht sogar die Komödie des Jahres! Unbedingt ansehen! 9 von 10 fehlenden Zähnen.

Sebastian Schwarz
22.07.2009

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773 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
joel (07.10.09): langweilig, vorhersehbar, klischeeerfuellend. hab mich lange nicht mehr so gelangweilt. motto: man nehme ein paar total unterschiedliche typen und lasse die alles machen was man las vegas so machen kann. tausend mal gesehen und fantasielos umgesetzt. 1 von 10 schicken mercedes carbrios
Sebi (06.08.09): Der Film reiht sich IMHO bei folgenden "Komödien" (bzw Slapstick) ein: Road Trip, Dude Where's my Car?, Old School. Hangover ist in etwa das gleiche Kaliber. Ich kann's nicht ganz nachvollziehen, warum er so gehypet wird. Was die Musik angeht, kann ich Eric Draven nicht zustimmen. Sie wirkte auf mich etwas gezwungen -- also eher Durchschnitt für dieses Genre. ;-)
Eric Draven (03.08.09): Sehr gute Komödie. Droht zwischendurch ein wenig in zu derben Humor abzudriften, fängt sich aber jedes mal noch rechtzeitig ab und liefert sehr guten Witz und Situationskomik.
Nachdem ich von den bisherigen "Blockbustern" (Terminator, Transformers, Harry Potter) sehr enttäuscht war, zählt dieser Film für mich bisher zu den besten Filmen 2009.
Mir persönlich ist noch der überaus gelungene Soundtrack aufgefallen, der die gute Laune des Films perfekt wiedergibt.
Von mir 8 von 10 "schwarzen Dougs"

sven (24.07.09): Guter Film, allerdings schon etwas überbewertet von allen Seiten(Standardcharaktere, standard Story und viele Slapstick Witze) oder vielleicht unterbewertet von mir :) Kann man sehen, muss man aber nicht. 6.5 von 10 benötigten Lichtschutzfaktoren auf Dächern.
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