Master and Commander
Abenteuer/Drama, USA 2003, 140 Minuten, ab 12
Originaltitel: Master and Commander: The Far Side of the World; Deutschlandstart: 27.11.2003 (20th Century Fox); Regie: Peter Weir; Produktion: Todd Arnow, Alan B. Curtiss, Samuel Goldwyn Jr.; Buch: Patrick O'Brian, Peter Weir, John Collee; Musik: Klaus Badelt, Iva Davies, Christopher Gordon; Kamera: Russell Boyd; Schnitt: Lee Smith; Kostüme: Wendy Stites

mit Russell Crowe (Capt. Jack Aubrey), Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin, Surgeon), James D'Arcy (1st Lt. Tom Pullings), Edward Woodall (2nd Lt. William Mowett), Chris Larkin (Capt. Howard, Royal Marines), Max Pirkis (Blakeney, Midshipman), Jack Randall (Boyle, Midshipman), Max Benitz (Calamy, Midshipman), Lee Ingleby (Hollom, Midshipman), Richard Pates (Williamson, Midshipman), Robert Pugh (Mr. Allen, Master), Richard McCabe (Mr. Higgins, Surgeon's Mate), Ian Mercer (Mr. Hollar, Boatswain), Tony Dolan (Mr. Lamb, Carpenter), David Threlfall (Preserved Killick, Captain's Steward)

Filmplakat
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Offizielle Homepage (20th Century Fox )
Trailer (20th Century Fox )
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Alle herhören: Ich weiß, dass es unter euch niemandem an Mut fehlt. Und ich weiß, dass ihr genauso darauf brennt zu kämpfen wie ich. Aber wir müssen sie direkt quer ab haben bevor wir die Falle zuschnappen lassen. Dazu brauchen wir gute Nerven und Disziplin zählt ebenso viel, wie euer Mut. Die Acheron zu knacken wird hart: doppelt so viele Kanonen und doppelt so viele Männer. Und sie werden ihr Leben teuer verkaufen. Die wollen uns als Prise aufbringen. Und unbeschädigt haben wir für sie einen größeren Wert. Ihre Habgier wird ihr Untergang. - Captain Jack Aubreys Ansprache an seine Männer

Plot: Im Jahre 1806 befindet sich das königliche England mit dem napoleonischen Frankreich im Krieg. Der Ozean wird zum blutigen Schlachtfeld degradiert. Captain Jack Aubrey (Russell Crowe) führt die H.M.S. Surprise und war noch niemals unterlegen. Er hat Crew und Krieg im Griff bis er auf die französische Fregatte Acheron trifft, die größer, wendiger, besser bewaffnet und robuster gebaut ist als die Surprise. Captain „Lucky“, wie er von der Crew genannt wird, verliert seine erste Schlacht, der Dreimaster wird zerstört. Entgegen der Meinung der Crew und seines Schiffsarztes und besten Freundes Maturin (Paul Bettany) den Heimathafen anzusteuern, lässt Aubrey sein Schiff wieder herrichten und verfolgt die Acheron über den Ozean um sie zu stellen.

Kritik: Australier Peter Weir (Der Club der toten Dichter, Mosquito Coast, Truman Show) steht seines Zeichens für den eher anspruchsvollen Film zum Mitdenken. Bei seinem neuesten Werk Master & Commander ist dies nur bedingt notwendig.
Die Aufnahmen auf den Schiffen wirken durchweg authentisch. Fast der ganze Film spielt auf hoher See, was rein psychologisch auch nicht zu verachten ist. Schließlich kann niemand fliehen, weder vor dem Tod noch vor eventuellen Auseinandersetzungen physischer oder kommunikativer Art, und das macht den Film zum größten Teil aus. Im Vordergrund stehen hier Aubrey (Russell Crowe - Insider, Gladiator, A Beautiful Mind, L.A. Confidental) und sein Schiffsarzt Maturin, gespielt von Paul Bettany (Ritter aus Leidenschaft, A Beautiful Mind). Maturin erhält hier die Funktion von Aubreys Gewissen. Er sagt ihm direkt ins Gesicht, wenn er findet, dass sein Captain falsch gehandelt hat oder eine Bestrafung nicht angemessen ist.

Maturin geht dabei jedoch von dem zivilen Codex aus was Moral und Befehlsverweigerung angeht. Aubrey hält sich an den militärischen Codex, der wie in Eine Frage der Ehre lautet: Meine Untergebenen haben meine Befehle auszuführen oder Menschen werden sterben.
Dennoch kommen genau diese Diskussionen im Film leider zu kurz. Ich hätte mir mehr oder tiefer gehende Gespräche diesbezüglich gewünscht und auch vom Rest der Crew. Master & Commander kratzt die Oberfläche an, geht aber nicht einen Schritt weiter und das ist sehr schade. Wichtige Werte wie Freundschaft, Selbstlosigkeit, Mitgefühl, Reue, Mut und Ehre werden angeschnitten und gehen dann mit dem Taifun unter, der die H.M.S. Surprise überrascht und dem Zuschauer wiederum eindrucksvolle Aufnahmen beschert.
Russell Crowe präsentiert uns einen starken Jack Aubrey, der immer an seinen Grundsätzen festhält. Der auch schwere Bestrafungen austeilt, wenn er dies für angemessen hält, aber auch väterliche Gefühle entwickelt, wenn er mitansehen muss wie seinem jüngsten Crewmitglied ein Arm amputiert werden muss. Aber all dies treibt ohne Tiefgang an der Oberfläche.
Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, das Russell Crowe gerne noch viel mehr gezeigt hätte (und wir wissen, das kann er), aber nicht durfte. - Auch das ist schade.
Die Kampfsequenzen zeigen bewährtes Säbelrasseln, viele tote Franzosen und beweinte englische Crewmitglieder der Surprise. Manch einer mag dem Film vorwerfen, er wäre einseitig erzählt, und auch dies ist eine Tatsache. Der komplette Film wird aus Sicht der Engländer erzählt, die Franzosen sind lediglich die bösen Phantome im Hintergrund, die es zu vernichten gilt.
Dieses Faktum hat mich persönlich nicht gestört, mag aber dem einem oder anderen Zuschauer übel aufstoßen. Ich kenne die Buchvorlagen von Patrick O'Brian nicht, aber ich vermute einfach mal, dass seine Geschichten ebenfalls nur aus englischer Sicht erzählt werden. Weirs Versuch, einen Abenteuer-Action-Film mit anspruchsvollen Dialogen zu kreuzen, hat bei Master & Commander nur bedingt funktioniert, ist aber dennoch sehr unterhaltsam und wird trotz der 138 Minuten nicht langweilig.

Fazit: Handwerkliche beeindruckend inszenierter Abenteuerfilm auf hoher See, der teilweise am zu gut gemeinten Vorsatz des Anspruches scheitert. 7 1/2 von 10 Walfängerfinten

Sanda Plich
29.11.2003

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883 Stimmen
Schnitt: 5.2
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Liea (30.12.06): Der Film war echt toll ! Ein fettes Lob besonders mit Max Benitz der ist soooooooo schnuckich und süsss ich hab echt nch nie so einen menschen mit soo einem lieben gesicht gesehen *mmmh, träum Max B*
Antonia (15.11.05): Der Film war eigentlich ganz nett,aber Max Pirkis alias Blakeney is total süüüß.Ich find nur dem seine Adresse net..Kann mir jemand bitte weiterhelfen?Und stimmt des das der ne freundin hat?
Antonia (15.11.05): Der Film war eigentlich ganz nett,aber Max Pirkis alias Blakeney is total süüüß.Ich find nur dem seine Adresse net..Kann mir jemand bitte weiterhelfen?Und stimmt des das der ne freundin hat?
Knut (18.05.05): Ich habe selten einen so schlechten Film gesehen. Mal abgesehen von den wirklich beeindruckenden Bildern und dem tollen Sound ist der Film völlig überwachtet mit Details, ewig erklärend und belehrend. Es ist überhaupt keine Linie zu erkennen, außer der Jagd nach dem feindlichen Schiff. Hier wäre weniger mehr gewesen. Die Dialoge sind teilweise unerträglich oberflächlich und grauenhaft pathetisch. Ich bin nach einer Stunde gegangen und habe mir den Rest nicht mehr angetan.
Mary (10.04.05): ich hab den film heut schon zum 3. mal gesehn und find ihn immernoch klasse ich werd ihn mir auch noch öfter anschaun nicht nur weil er so super ist sondern auch wegen blakeney*g* *supa sweet*
Franziska (21.01.05): Ich find den Film auch voll gut! Vor allem aber Max Pirkis (Blakeney). Der Typ ist ja so süß.
julia (03.01.05): Das hat nicht John Deo geschriben das der film klasse ist und mit den schönen schauspielern besonders Max Benitz, das war ich
John Doe (03.01.05): Der Film ist klasse und er hat so viele schöne Schauspieler, wie Max Benitz!
Naemi (31.10.04): Ich finde diesen Film sehr,sehr gut.Ich finde das auch die Action in diesem film nicht zu knapp kommt.Vor allem die rolle von Max Pirkis (Blakeney) finde ich sehr gut.
Maria (17.01.04): Mir gefiel der Film sehr gut, auch weil die "Feinde" diejenigen sind, denen man die ganze Zeit wie ein Phantom nachjagt. Die Szenen zwischen Maturin und Aubrey sind am besten, man kann richtig mitleiden, wenn Maturin nicht Galapagos erforschen darf, obwohl er sich schon die ganze Reise darauf gefreut hat. Gut, dass es dann doch noch dazu kommt. Das Leben auf See, auch das der Offiziere wird sehr gut dargestellt, man denke nur an die Made im Brot, vor der niemand sich ekelt und stattdessen Wetten darauf abschließt. m.E. ein sehr gut gemachter Film. 9 Punkte!
Insgesamt 14 Kommentare. Alle anzeigen
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