Spider-Man
Action, USA 2002, 121 Minuten, ab 12
Originaltitel: Spider-Man; Deutschlandstart: 06.06.2002 (Columbia Tristar); Regie: Sam Raimi; Produktion:Ian Bryce, Laura Ziskin; Drehbuch: David Koepp; Musik: Danny Elfman; Kamera: Don Burgess; Ausstattung: Neil Spisak; Schnitt: Arthur Coburn, Bob Murawski; Kostüme: James Acheson

mit Tobey Maguire (Spider-Man/Peter Parker), Willem Dafoe (Green Goblin/Norman Osborn), Kirsten Dunst (Mary Jane Watson), James Franco (Harry Osborn), J.K. Simmons (J. Jonah Jameson), Randy Poffo (Bone Saw McGraw), Joe Manganiello (Eugene 'Flash' Thompson), Cliff Robertson (Onkel Ben Parker), Rosemary Harris (Aunt May), Ted Raimi (Hoffman)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Columbia Tristar de)
Trailer (Columbia Tristar de)

Peter, hör zu! Du veränderst dich. Ich kenn das, ich hab in deinem Alter genau dasselbe durchgemacht. - Nein! Nicht genau dasselbe. - Peter, du bist jetzt in dem Alter, wo sich für einen Mann entscheidet, was für ein Mann er den Rest seines Lebens sein wird. Pass auf, in wen du dich verwandelst! ... Dieser Typ, Flash Tompson, er hat sicher verdient, dass du ihn verprügelt hast. Aber nur weil du ihn verprügeln kannst, gibt dir das noch lange nicht das Recht dazu. Vergiss niemals: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. - Peter erfährt den Leitspruch seines Lebens

Das deutsche Kino hat im momentan ja eigentlich nur eins zu bieten: Angriff der Klonkrieger. Wenn man dagegen über den Teich nach einem noch erfolgreicheren Film Ausschau hält, dann trifft man unweigerlich auf Spider-Man. Dieser Film, der schon dadurch (unfreiwillig) Schlagzeilen machte, dass der Trailer nach dem 11.09. aus dem Netz genommen worden ist. Wie dem auch sei: Der deutsche Kinozuschauer kommt erst am 06.06. in den Genuss dieser Comic-Verfilmung und solange konnte der Rezensent einfach nicht warten und musste ihn schon vorher schauen.

Plot: Tobey Maguire spielt Peter Parker, einen schüchternen High-School Besucher, der natürlich intelligent ist und keinen Erfolg bei Frauen hat. Seine täglichen Aufregungen bestehen aus dem morgendlichen Wettrennen mit seinem Schulbus und den fiesen Anmachen seiner Mitschüler. Seine Möchte-Gern-Mädchen-Mary (Kirsten Dunst) hat natürlich schon einen Freund, der natürlich ein Arschloch ist.
Alle zusammen besuchen sie bei einem Schulausflug ein Labor, wo unter anderem genetisch mutierte Spinnen "hergestellt" werden. Eigentlich sollten es ja 15 possierliche Tierchen sein, aber im Käfig sind nur 14. Die entkommene Spinne beißt unseren Helden, und nach einer Nacht der Metamorphose bemerkt Peter positive Veränderungen an sich. Er braucht keine Brille mehr, hat einen Sixpack und seine Reaktionen sind einfach wahnsinnig gut. Zuerst stellt er fest, dass er bei Schlägereien der Gewinner ist, aber als er dann noch mit Spinnweben schießt und die Wände hochkrabbeln kann, erkennt er das immense Potential seiner Möglichkeiten und fängt an Verbrecher zu fangen.
Sein Gegenspieler ist Norman Osborn (Willem Dafoe), der Vater seines einzigen Freundes Harry Osborn, der durch ein einen Laborunfall ein böses Alter Ego "Green Goblin" entwickelt. Natürlich treffen diese beiden Superhelden im Laufe des Filmes mehrfach aufeinander.

Kritik: Die Comicverfilmung aus dem Marvel Universum weiß zu überzeugen. Sam Raimi (The Evil Dead, Army of Darkness, The Flintstones) hat das Material gut umgesetzt. Wenn sich Peter durch die Schluchten der Stadt schwingt, wird man entweder gelb vor Neid, erbleicht weiß wegen der Effekte oder man wird grün wegen der Bewegungsvektoren der Kamera. Und wenn die Gesichtsfarbe wieder zu normal wechselt, genießt man einfach nur.
Negativ anzumerken, dass die Effekte teilweise zu sehen sind, besonders bei den Kämpfen kann man die verschiedenen Realitäten gut von einander unterscheiden.
Der Hauptdarsteller Peter ist einem sehr sympathisch, seine Motivation zur Verbrecherjagd wurde nachvollziehbar in Szene gesetzt. Sehr schön ist die Verknüpfung seiner verschiedenen Lebensbereiche dargestellt, deren Aufführung hier leider zuviel von dem Film verraten würde.
Die Duelle zwischen Spider-Man und dem grünen Goblin sind spannend anzuschauen, wenn sie doch in der Machart etwas an T2 erinnern, wo Leute durch Mauern geworfen werden, aber in beiden Fällen sind ja schließlich Superhelden bzw. Roboter am Werk gewesen. Auch interessant ist die Tatsache, daß Dafoe eine Doppelrolle besitzt. Auf der einen Seite spielt er den Familienvater, der um seinen Sohn Harry besorgt ist, auf der anderen Seite übernimmt sein Alter Ego Green Goblin die Kontrolle und zieht vernichtend durch die Stadt.

Fazit: Der Rezensent will auch von einer Spinne gebissen werden. 9 von 10 genetisch mutierten Spinnen

Erik Wasser
17.05.2002

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War okay13%
Gut8%
Sehr gut7%
Absolut hervorragend13%
Bester Film aller Zeiten8%

68 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Jenny (05.11.03): Ich habe den Film heute zum ersten Mal gesehen und finde ihn einfach nur super toll!! Schade, dass sie am Ende nicht zusammen kommen! :(
Sandra (16.09.02): ich fand den film echt voll schön!!!!!!! Aber eine Frage es ist eine genetisch mutierte SUPERspinne !!!!! Gibt es das wirklich, dass ein Mensch sich sehr verändern kann????? Ich brauche dazu Informationen!!!!!!!! Mailt mir wenn ihr davon ahnung habt und euch im labor gut auskent !!!!!!!!
Steffen (24.07.02): Tobey Maguires *debiles* Lächeln reisst mich bei jeden Film wieder in die Wirklichkeit zurück. Das gilt auch für ansonsten gute Filme wie Der Eissturm, Pleasantville und vielleicht auch Gottes Werk und Teufels Beitrag. 7/10 Goblin Masken
Roland (15.07.02): Klasse Film !!! Die Atmosphäre der Comics ist sehr gut eingefangen. Die Abweichungen zur Vorlage sind im wesentlichen schlüssig. Sehr gut fand ich auch die Entwicklung der Romanze am Ende, weil sie gut zum Helden paßt und sich dort in einer Fortsetzung glaubwürdig anknüfen läßt. 8 von 10 sympathischen Netzschwingern aus der Nachbarschaft.
Gandalf (17.06.02): es ist irgendwo eine ironie des schicksals: ich habe mich auf diesen film fast ebenso lange und ebenso sehr gefreut wie damals auf Matrix, und das, obwohl er nach dem tier benannt ist, dass ich mehr als alles andere verabscheue... aber meine meinung ist ganz klar: der film war hammergeil! fand ich irgendwo sogar noch besser als E2, denn es war nicht so eine wahnsinnige effekteorgie, aber eine story mit (für das genre) ungewöhnlich viel tiefgang, ausgeprägten charakteren, einer sehr guten prise humor, anständig viel action und ein paar ausgefeilten effekteszenen! ich fand, spidey schwang sich gerade sooft duch die strassenschluchten, dass man zu sehen bekam, was man sehen wollte und es eben nicht langweilig wurde! und die schlusseinstellung, wo die kamera von der wolkenkratzerspitze (wo natürlich nochmal patriotisch die flagge weht) bis ganz nach unten auf die strasse runterfährt, über die dächer der da fahrenden autos und dann schlisslich von spidey überholt wird, damit der wenden nud mit einem salto in die kamera springen kann, also diese einstellungen (und einige andere) waren doch echt klasse (gemacht)! das beste fand ich dann noch 2,3 gewisse kleine anspielungen auf einen gewissen anderen film, wo man mindestens schmunzeln musste, aber das ganze nicht wie eine platte kopie wirkte! fast am besten fan ich aber noch willem dafoe, der als zwiegespaltener böser ja wohl die grösste glanzleistung vollbrachte! er war es ja auch, der als dämonisch grinsender böser den einzigen funken qualität in speed 2 brachte! was mir auch sehr gut gefallen hat, war, dass der film in vielen szenen (wie z.b. am ende auf dem friedhof zwischen kirsten dunst und T.M.) emotional sehr gut die waage hielt und gerade aber bestimmt nicht ins klischeehafte abrutschte. nein, also, dieser stoff hat mindestens kultpotential und verweist seine kollegen in gotham city und metropolis klar auf die hinteren plätze. was mich angeht, ich werde mir das mit meiner spinnenphobie doch nochmal überlegen und gebe dem film klare 9 von 10 Julia-Roberts-im-Tanga-Fotos
Andrea (14.06.02): Ich persönlich mag Verfilmungen von Comics sehr gern. Aber selbst der, der nicht so drauf steht, kommt bei Spidy auf seine kosten. Er ist witzig, bunt, schrill und das erste Kostüm ist sowieso das Beste. Dem Film fehlt es an nichts, endlich mal wieder ein rundum gelungener Streifen, der jetzt schon Lust auf den 2. Teil macht. 9 von 10 Spinnennetzen
Andreas (13.06.02): Spider-Man ist Popcorn-Kino vom feinsten. Wer die Comics kennt und nicht zu kritisch eingestellt ist kann sich auf zwei wunderbare Stunden im Kino einstellen. Ich habe mir den Film bereits zum 2. Mal angeschaut und bin immer noch total begeistert. Auch das Buch zum Film ist übrigens sehr lesenswert. Was mir am Film vor allem gefällt ist die richtige Mischung aus guten Schauspielern, Handlung, Spannung und Action. Hoffentlich kann Spider-Man II den Faden aufnehmen und das Niveau halten. Bei der Bewertung folge ich einfach meinem Hochgefühl, mit dem ich beide Male aus dem Kino kam: 10 von 10 Punkten. Ein extrem guter Film sollte auch extrem gut bewertet werden. Schließlich sind sie selten genug.
Sandra Plich (12.06.02): Ich bin absolut begeistert und stimme Olaf 100% zu. In diesem Film stimmt einfach alles. Angefangen vom sypathischen Hauptdarsteller bis hin zu den genialen Actionsequenzen. Spider-Man ist eine Comikverfilmung mit einer wirklich guten Story und - ganz im Gegensatz zu Episode II - einer gut eingearbeiteten Liebesgeschichte, die ich keine Sekunde überzogen fand, denn Peter Parker habe ich jedes Wort seines Liebesschwurs geglaubt und die Szenen waren auch nicht zu überzogen oder gar aufgesetzt. Natürlich war der grüne Kobold übertrieben dargestellt, aber so sind Bösewichte in Comikverfilmungen eben. Wahnsinnig, irre, total bekloppt und eben einfach böse. Bei Riddler, Joker und Co. ist es nicht anders, das macht doch auch einen Comik aus, also muss man es im Film auch so darstellen. Neben den "Schwing durch New York" Szenen gefiel mir der Werdegang von Peter Parker zu Spider-Man am besten. Das war glaubwürdig gespielt und für den normalen Durchschnittsbürger absolut verständlich und nachvollziehbar und gerade das macht diesen Film so gut. Spider-Man hat für jeden etwas: Action, Fantasy, Dramatik, Spannung pur, Liebe und viel, viel Humor. Fazit: Gute Action, hervorragende Spezial-Effekts und ein Hauptdarsteller zum Knuddeln. Ganz klar 9 von 10 Spinnenbissen
Stephan (09.06.02): Hi! Ich kann nur sagen es hat echt spass gemacht diesen Film zu gucken.9 von 10 verpassten Schulbussen!
Lars Haller (06.06.02): Sebastian, du sprichst mir mal wieder aus der Seele. Genau diese Dinge habe ich auch zu bemängeln. Am schlimmsten ist die Maske des Kobolds. Nichts desto Trotz, 8 von 10 regennasse Küsse.
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