Düstere Legenden 2

Thriller, USA 2000, 98 Minuten, ab 16
Originaltitel: Urban Legends 2; Deutschlandstart: 04.01.2000 (Columbia TriStar); Regie: John Ottman; Produktion:Neal H. Moritz, Gina Matthews, Michael McDonnell (Phoenix Pictures); Drehbuch: Paul Harris Boardman, Scott Derrickson; Musik: John Ottman; Kamera: Brian Pearson; Ausstattung: Mark Zuelzke; Schnitt: John Ottman, Rob Kobrin; Kostüme: Marie Sylvie-Deavau, Trysha Bakker

mit Jennifer Morrison (Amy Mayfield), Matthew Davis (Trevor/Travis), Joseph Lawrence (Graham), Anson Mount (Toby), Eva Mendes (Vanessa), Jessica Cauffiel (Sandra), Anthony Anderson (Stan), Michael Bacall (Dirk), Marco Hofschneider (Simon), Loretta Devine (Reese), Hart Bochner (Professor Solomon)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Columbia TriStar de)


Plot: Der erste Teil von Düstere Legenden ist ungefähr zu der Zeit entstanden, als man gesehen hat, dass mit Scream und Scream 2 der Horrorfilm bei Zuschauern (wieder) gut ankommt. Düstere Legenden versuchte auf dieser Welle mitzuschwimmen und das sogar mit Erfolg. 2 Jahre später erscheint nun die Fortsetzung.
Die Umgebung hat gewechselt, man befindet sich jetzt auf dem Filmcollege und dort gibt es wie jedes Jahr einen Hitchcock-Award zu gewinnen. Dieser verspricht nicht nur ein Stipendium, sondern auf einen Regieauftrag aus Hollywood. Er ist also genau das, was sich alle aufstrebenden karrieregeilen Studenten wünschen. Der Wettbewerb nimmt aber mörderische Formen an, in dem nach einem geheimnisvollen Drehbuch die Konkurrenz aus dem Weg geräumt wird...

Kritik: Irgendwie habe ich das bestimmte Gefühl, dass dieser Film zu hoch für mich war. Da meine Atem-, Urin- und Haarprobe jedoch negativ war, laste ich dies einfach mal ganz gnadenlos dem Film an. Fangen wir also mal mit den flachen Charakteren an.
Man erfährt nichts über die teilnehmenden Figuren. Es gibt keinen Unterschied zwischen Neben- und Hauptcharakteren, wenn man von der Screen-Time absieht. Auch die fadenscheinige Ausrede, man könne nicht zur Polizei gehen, weil man selber mit dem Gesetz auf Kriegsfuß steht, macht den Film nicht logischer. Selbst bei einem Horrorfilm kann hier mehr erwartet werden.

Auch habe ich eine gewisse Atmosphäre vermisst: Hilflos quälen sich die Charaktere von Szene zu Szene und eine Logikkrücke nach der anderen wird aufgebaut, nur damit die Polizei nicht hinzugezogen wird. Sogar der Tatort eines Selbstmordes wird zweimal als Schauplatz genutzt, ebenfalls ohne tieferen Sinn und Zweck.
Auf die anfängliche Filmidee mit Film-im-Film und der plötzliche Übergang von Wachsequenzen zu Traumseqenzen wurden von den Vorreitern des Genres (beispielsweise Freddies New Nightmare) wesentlich besser inszeniert. Über die Art und Motivation des Killers kann man unterschiedlicher Meinung sein, so dass ich das hier an dieser Stelle nicht verraten möchte. Was ich auch ein bisschen vermisst habe (neben einem gutem Film), sind die Urban Legends. Da werden zwar jede Menge Sachen erzählt, aber so wirklich in die Geschichte sind diese nicht integriert. Im Gegensatz zum ersten Teil fehlen die schönen Morde, die sich an den Urban Legends orientieren wie z.B.: der Mord am Liebespärchen im Auto, der Halt an der Tankstelle mit der defekten Kreditkarte oder auch die lustige Geschichte mit dem Hund in der Mikrowelle. Mit diesen Dingen geht auch ein wenig die Seele des Films verloren.
Es bleibt leider nicht mehr als eine fast schon trashige Geschichte über einen Serienkiller übrig, die es eigentlich nicht verdient hat auf einer Kinoleinwand betrachtet zu werden.

Fazit: Ein doch eher magerer Streifen, der mit wenig Liebe zum Detail gemacht worden ist. 3 von 10 Hitchcock-Awards

Erik Wasser
21.12.2000

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Gut10%
Sehr gut10%
Absolut hervorragend10%
Bester Film aller Zeiten8%

1261 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Marcel (03.08.04): " Düstere Legenden 2" ist ein wirklich recht ordentlich inszenierter Horrorthriller. Mal abgesehen von den teils sehr mittelmäßigen Schauspielern, bietet er tolle Schockszenen(wie z.B.die im Tunnel), Ironie und eine stimmige Atmosphäre. 6 von 10 oberfiesen Flugzeugkillern
Lars Haller: Der Film stellenweise besser als der erste Teil. Das ist aber auch wirklich keine Kunst, den der erste war schon unter aller Sau. Der Anfang ist noch ganz in Ordnung. Die Story ist bis zur Hälfte des Films noch wenigstens etwas mysteriös. Aber dieser absolut stumpfsinnige Schluss ist mehr als bescheiden. Da kann man nur sagen: Dieser Film ist wirklich nur für die größten Freaks von Teenie - Horrorfilmen geeignet. 5von 10 Fechtmasken.
lieber n anderer Film: nenenen so geht das nicht, der Film ist einfach nur SCHLECHT !!! die KillerSzene am Anfang ist scho übtertrieben, als dann heraus kam das es nur ein Film im Film ist war wieder ein kleiner Funken Hoffnung das er doch noch gut werden könnte - pah! die flache Story ging weiter Sehr entäuschend, als ob er von mißerablen Filmcollage Besuchern gemacht worden wäre. Also schaut euch einen anderen Film an oder spendet das Geld !!! Der Mörder ist der Lehrer !!! und als er bemerkt das er einem seiner Schüler zu unrecht eine eins für etwas gab blastet er ihn gelcih übern Haufen... ich sag nur PFUI !!!
Steffen: Die ersten fünfzehn Minuten des Films sind OK. Danach sollte man den Kinosaal verlassen, sonst ärgert man sich nur über die schwachen Darsteller, die fehlenden Horror-Szenen und möglicherweise, über die laue und unlogische Story. Bei vielen Szenen glaubt man eine Fernsehproduktion vor sich zu haben. Der letzte Film, der im (Serienkiller) Genre so schwach war, war 'Kiss the Girl'. 2 von 10 verlorenen Nieren.
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