Crazy

Komödie, Deutschland 2000, 95 Minuten, ab 12
Originaltitel: Crazy; Deutschlandstart: 08.06.2000 (Constantin Film); Regie: Hans-Christian Schmid; Produktion: Jakob Claussen, Thomas Wöbke (Claussen + Wöbke); Drehbuch: Hans-Christian Schmid, Michael Gutmann nach dem Roman "Crazy" von Benjamin Lebert; Kamera: Sonja Rom; Ausstattung: Ingrid Henn; Schnitt: Hansjörg Weissbrich; Kostüme: Anke Winckler; Make Up: Tatjana Krauskopf, Claudia Stolze; Ton: Marc Parisotto

mit Robert Stadlober (Benjamin), Tom Schilling (Janosch), Dagmar Manzel (Juliane), Burghart Klaussner (Klaus), Mira Bartuschek (Paula), Oona Devi Liebich (Malen), Christoph Ortmann (Kugli), Joseph Bolz (Dünner Felix), Can Taylanlar (Troy), Willy Rachow (Florian), Julia Hummer (Marie), Karoline Herfurth (Anna), Alexander Maria Lara (Melanie)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Constantin Film de)


Plot: Benni ist ein 16jähriger, halbseitig gelähmter Krüppel, der wegen seiner schlechten Schulnoten auf ein Internat gehen soll. Dort wird er nach anfänglichen Schwierigkeiten in die Gemeinschaft der Jungs aufgenommen und erfährt die üblichen Probleme des Aufwachsens.

Kritik: - Vorsicht Spoiler - Selten so eine unspektakuläre Inszenierung gesehen. Selten konnte ich mich so wenig mit den Hauptdarstellern identifizieren. Selten wurden so uninteressante Charakter auf der Leinwand abgebildet. Selten wurden Szenen mitleidserregender rübergebracht als hier. Verschiedene Plots und Gags sind derart einfallslos, dass man sich fragt, ob der Drehbuchautor jemals überhaupt auf einer Schule war. Als Höhepunkt sei hier das Vorstellen der Jungs bei der Schulpsychologin genannt. Sie tauchen dort auf und einer behauptet er wäre schwul und es sieht nach einer Dr. Sommer Fragestunde aus. Doch auch hier wird der Zuschauer enttäuscht, weil es weder lustig ist, noch taucht die Psychologin irgendwann mal wieder im Film auf. Als dann Szenen a la Foto-Love-Story nachgestellt werden, wusste ich, dass das neue deutsche Kino wieder einen neuen Tiefpunkt setzt.
Ebenso unoriginell ist die Liebesgeschichte: Natürlich streiten sich Benni und Janosch um ihre Traumfrau und natürlich werden beide enttäuscht, weil keine vernunftbegabte Frau mit einem der beiden ins Bett gehen will.

Und dann wäre da auch noch die Geschichte mit seinem Vater, der seine Mutter mit einer Praktikantin betrügt. Die Geschichte ist so aufgesetzt, wie die Apollo 11 auf dem Mond und eigentlich fragt man sich die ganze Zeit, was das da zu suchen hat. Alle unbekannten Schauspieler sind eigentlich merkbefreit und taugen definitiv nicht für diesen Job, man hat ständig das Gefühl man sitzt in einem schlechten Film, der frei von jeglichen guten Szenen ist. Erwähnenswert ist auch noch der Soundtrack, der sich in der restlichen Qualität dem Film angleicht. Der absolute Bonus ist die Akapella Version von "Es soll rote Rosen regnen".
Brillant ist in diesem Zusammenhang auch das Ende: Benni muß die Schule wieder verlassen, weil auch diesmal wieder seine Noten zu schlecht sind und das gilt auch für den Film. Die Clique schwört sich, daß man sich nie vergessen wird, nachdem was man durchlebt haben und dann gibt es endlich das Fade-Off und man ist endlich erlöst.

Fazit: Wie soll man jemals Frieden mit dem deutschem Film schließen, wenn man von solchen stümperhaften Machwerken hinterrücks überfallen wird? Das deutsche Filme mit Jugendlichen nicht schlecht sein müssen, hat Nach 5 im Urwald gezeigt oder Schlaraffenland auch schon bewiesen. Auch neuere Highschoolfilme wie 10 Dinge, die ich an dir hasse bringen wesentlich mehr rüber als das hier. Crazy ist einfach nur schlecht. 0 von 10 schlechten Highschoolfilmen

Erik Wasser
01.06.2000

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War okay11%
Gut5%
Sehr gut7%
Absolut hervorragend5%
Bester Film aller Zeiten14%

757 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Sesselfurzer (17.05.10): Also, das einzig wirklich interessante dieses Films ist doch die Sex-Szene und dort wo Troy das erste mal spricht. (Fallses euch aufgefallen ist, bei den beiden Stellen geht es um das erste Mal. :' D) Sonst ist der Film eher eine Einschlafhilfe. Der Film ist nur weiter zuempehlen, wenn man davor das Buch gezwungenermaßen als Schullektüre ertragen musste. Und das,dassist schon Horror.
Felix (01.03.10): Also mal ganz ehrlich....das war spo ziemlich der schlechteste film den ich mir bisher antuen musste und eigneltihc war ich alle 2 minuten dazu verleitet ihn auszumachen,leider brauche ich ihn für ein schul-referat... trotz allem .... der schnitt ist kein bisschen einfallsreich,die story hat keine großen wendungen ,es gibt eher wenig übereinstimmung mit dem buch... ich kann nur jedem davon abraten diesen film zu sehen... OMG... allerdings ein positives habe ich,meiner meinung nach ist das einzige,was wirklich treffend rübergekommen ist,bennis charakter,der meiner meinung nach doch recht gut umgesetzt wurde...mehr positives kann ich nicht anmerken... Mfg
Nidje =) K. (30.11.08): Also ich fand den Film besser wie das Buch, denn im Film ist eine geringere Frauendiskriminierung. Und ich finde es faszienerend, das unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen.Vor allem finde ich gut, das aus einer Zweckgemeinschaft ein Team wird,indem die Schwächen des Einzelnen durch die Gruppenmitglieder getragen werden bzw. keine Rolle mehr spielen.Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Herausforderung des Erwachsenwerdens. Das Buch sowie der Film ist empfehlenswert.
¢¾anna o.¢¾93¢¾ (30.11.08): der Film "crazy", welcher die Autibiographie eines behinderten Jungen zeigt, der in ein Internat abgeschoben wird und hier seine Pupertärzeit verbringt,lässt Einblicke gewinnen in das Erwachsenwerden Jugendlicher. Diese Biographie langweilt in keiner Weise, obwohl der Film eindeutig vom Buch abweicht. Es werden Probleme, Erfahrungen, Freuden, Sorgen und Erlebnisse gezeigt, die Jungs im Alter von 16 beeinflussen. Witzige und auch traurige Höhepunkte verleihen dem Film von der 1. szene bis hin zu letzten jedemenge Spannung. Themen wie, den Sinn des Lebens, Sex und Liebe, Freundschaft und Abenteuer, findet man hier wieder. Dinge, die einen -aus eigener Erfahrung-zum schmunzeln bringen. Ein Film, der durch fesselnde, mitreisende, nahegehende Highlights zu wünschen übrig lässt.
Olaf (21.08.07): @Danial: Naja, wirklich zu sehen ist nichts. Es handelt sich also nicht um einen Porno. Außerdem geht es in dem Film nicht um Kinder sondern um Jugendliche mit 16-17 Jahren. Und dass es in dem Alter auch im wirklichen Leben oft um die erste Liebe und den ersten Sex geht, kann man jawohl nicht bestreiten. - Warum soll das also gegen die Moral sein? - Zumal der Film diese Tatsache nicht einfach ausbeutet...
Daniel (21.08.07): Eine so freie Darstellung sexueller Handlungen zwischen dermaßen jungen Leuten (die ohne Zweifel noch als Kinder bezeichnet werden können), wie sie in diesem Film vorkommt, ist schlichtweg empörend und eine Schande! So etwas sollte verboten werden! Mit der Moral des Deutschen Films geht es den Bach runter...
Jerom (16.05.07): grandioser Film, überzeugeng und echt. Meiner Meinung nach hat der deutsche Film seine eigene Spate gefunden, die man nur lieben oder hassen kann....
Ragunath (25.03.07): Ich fand den Film nicht schlecht.
Katjuschka (10.01.05): Der Film ist echt, wunderschön und nah am Leben. Und egal wie weit man von der 16 schon entfernt ist, man leidet, fühlt und träumt mit den Jungs. Gerade die Leistung von solchen Jungschauspieler (!!!!) die eben noch nicht 30 Jahre im Geschäft sind, macht diesen Film zu einem echten Höhepunkt. Aber wahrscheinlich hat der Kritiker seine Jugend schon vergessen, sonst wüßte er, dass dieser Film extrem nah an den Sorgen und Freuden von Jugendlichen dran ist.
Draco (09.01.05): Gerade die schauspielerische Leistung zumindest der beiden Hauptdarsteller ist absolut überragend. Sollte nicht besonders bei einem solchen Film, der realitätsnäher ist als jeder Hollywood-Movie, der Zuschauer das Gefühl erhalten, mit dabei zu sein? Wenn Schilling und Stadlober saufen, feiern, streiten und reden, dann unterscheidet sie nichts von den Leuten, mit denen ich früher auf dem Schulhof gestanden habe. Und das macht sie gerade so gut! Nichts wirkt gekünstelt, vor allem, wenn man weiß, dass Stadlober in den Heulszenen soviel Emotionalität aufgebaut hat, dass er tatsächlich heulen konnte. Nur ein Beispiel von vielen! Guter Film!
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