Mission: Impossible III
Action, USA 2006, 126 Minuten, ab 12
Originaltitel: Mission: Impossible III; Deutschlandstart: 03.05.2006 (UIP); Regie: J.J. Abrams; Produktion: Tom Cruise, Arthur Anderson u.a.; Drehbuch: J.J. Abrams, Alex Kurtzman, Roberto Orci; Musik: Michael Giacchino; Kamera: Daniel Mindel; Schnitt: Maryann Brandon, Mary Jo Markey

mit Tom Cruise (Ethan Hunt), Ving Rhames (Luther Strickell), Keri Russell (Lindsey Philip), Seymour Hoffman (Owen Davian), Bahar Soomekh (Ms. Kari), Laurence Fishburne (John Brassel), Jonathan Rhys Meyers (Declan), Billy Crudup (John Musgrave), Simon Pegg (Benji Dunn), Michelle Monaghan (Julia), Maggie Q (Zhen), Sasha Alexander (Melissa), Greg Grunberg (Kevin), Michael Berry Jr. (Kimbrough), Carla Gallo (Beth) u.a.

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Ethan, ich muss dir was sagen... - Komm schon. - Ich muss dir dringend was sagen. Es darf keiner hören... Schnell, schalt deinen Funk aus! ... - Ethan fehlt eine wichtige Information.

Plot: Ethan Hunt (Tom Cruise) hat sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen. Er lebt jetzt mit seiner Freundin Julia (Michelle Monaghan), einer einfachen Krankenschwester in einem normalen Haus in einer normalen Nachbarschaft und versucht ein ebenso normales Leben zu führen. In der IMF (Impossible Mission Force) arbeitet er nur noch als Ausbilder. Keine geheimen Anrufe oder selbst zerstörende Nachrichten mehr, alles scheint friedlich.
Doch am Abend seiner Verlobung kommt wieder ein solcher Anruf, und Ethan kann nicht widerstehen. Er trifft sich mit einem alten Kollegen Musgrave (Billy Crudup), der ihm von der Entführung seiner ehemaligen Rekrutinnen Lindsey (Keri Russell) erzählt. Es soll eine Befreiungsaktion stattfinden, für die Musgrave ihn gerne als Agent hätte. Ethan lehnt zwar erst ab, doch seine Loyalität siegt und er nimmt den Auftrag an.
Was er jedoch nicht ahnt ist, dass er es nicht nur mit einem skrupellosen Schwarzmarkthändler Owen Davian (Philip Seymour Hoffman) zu tun hat, sondern mit einer Verschwörung viel größeren Ausmaßes, in die sogar IMF Agenten auf höchster Ebene verwickelt sind.

Kritik: Bevor der Film gedreht und fertig gestellt werden konnte, gab es viele Probleme im und um das Filmteam und die Besetzung. Letztendlich wurde dann aber doch J.J. Abrams als Regisseur gefunden, der unter anderem schon für die sehr erfolgreiche TV-Serie Alias verantwortlich zeichnete. Dem entsprechend schnell und kurzweilig ist auch diese Folge von M:I.
Nachdem die Situation einmal eskaliert ist, gibt es eigentlich keinen ruhigen Augenblick mehr für den Helden. Er fliegt von einem Ende der Welt zum anderen (teilweise erstaunlich schnell) und ist ständig im Einsatz. Die Verzweiflung von Ethan, seinen Kampf um sein ganz normales Leben und gegen die Gewalt von Macht und Intrige nimmt man Cruise ohne weiteres ab. Er wiederholt hier ein wenig seine Vorstellung aus Minority Report, wo er auch der Gejagte war und dann der Jäger.

Das spielt aber auch schon auf ein kleines Problem des Films an. Zu viele Wiederholungen. Denn auch die Story mit einem leitenden Agenten als Kollaborateur des Bösen hatten wir schon im ersten Teil von M:I. In Details anders, aber prinzipiell das gleiche. Außerdem erinnert die Kameraführung, Regie und das gesamte Feeling des Films zu sehr an Alias. Hier hätte sich Abrams vielleicht doch mehr von seiner TV Arbeit distanzieren sollen.
Die Stunts sind wie bei einem M:I-Film zu erwarten spektakulär. Erfreulicherweise sind sie auch nicht ganz so absurd wie im ersten Film, also keine Hubschrauber, die durch den Ärmelkanal Tunnel fliegen. Warum Cruise allerdings wirre Integrale an eine Scheibe kritzelt, als er über seinen nächsten besonders gefährlichen Eingriff nachdenkt, muss man nicht verstehen. Absurdität wird jedoch gegen Ende offenbar, als sich klärt, warum seine Verlobte (oder dann Ehefrau) eine einfache Krankenschwester ist. Ethan bekommt nämlich eine Sprengkapsel injiziert, die sein Nervenzentrum zerstören soll und ihn so umbringt. Das wirklich Absurde ist jedoch, wie Ethan seiner Frau in aller Hektik mit ca. 20 Worten erklärt, wie eine Beretta funktioniert, und sie dann prompt zwei Feinde damit erschießt, obwohl sie nie so ein Ding in der Hand hatte. Ich bin mir sicher, dass man das auch anders hätte lösen können.
Die Schauspieler liefern hier insgesamt eine recht gute Leistung ab, auch wenn natürlich Cruise immer im Mittelpunkt steht und kaum Platz für die anderen ist. Laurence Fishborne tritt zwar auf, doch seine Rolle ist so klein, dass er sich wirklich nicht entfalten kann. Keiner der Neben-Charaktere wird wirklich auf- oder im Falle von Ving Rhames (als Luther Strickell)
ausgebaut.

Fazit: Alles im allen nette, aber eben auch nur durchschnittliche Popcorn-Actionkost. Wer die M:I-Filme mag, sollte getrost reingehen und seinen Spaß haben, wer einen neuen und besonderen Action-Film sehen will, kann auf M:I:3 durchaus verzichten. Hier von mir 5 von 10 Defibrillatoren.

Markus Holtmanns
14.05.2006

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Sehr gut11%
Absolut hervorragend
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9 Stimmen
Schnitt: 4
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
John Doe (16.01.07): Sorry, aber ich hatte weniger erwartet und bin sehr angenehm überrascht!!!!!! Locker besser als Teil 2!!!!, Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinsehen und ihn irgendwann mal ganz sehen - doch plötzlich war er schon vorbei und ich war begeistert :0) Der 1. Teil war spannend, intelligent und irgendwie neu im Kino. Der 2. hingegen war irgendwie langweilig (wie kann man bloß John Woo M:I anvertrauen??) Die Geschichte war eigentlich doch nur ein Remake des Hitchcock-Klassikers Berüchtigt (mit Cary Grant und Ingrid Bergman). Noch dazu wirkte Ethan Hunt mit langen Haaren und ständigen Akrobatik-Einlagen irgendwie fehl am Platz. Doch der 3. Teil passt sich wieder gut dem 1. Teil an und ist aufgrund der Story, den kurzen Szenen und der Action, am besten anzusehen. Wo der erste Teil düsterer ist, ist dieser Film locker und unbeschwert. Außerdem stellt der Bösewicht, hier dargestellt von Oscarpreisträger P. S. Hoffman, für mich einen der größten Bösewichter der Filmgeschichte dar. So einen Bösewicht würde man sich gerne einmal bei James Bond wünschen. Und selbst die Liebesgeschichte sorgt für viel Aufregung und Panik. Nachdem Ethan den Bösewicht entführt und fertig gemacht hat, verspricht ihm dieser eiskalt, dass er sich um seine Freundin bzw. Frau kümmern wird. Als dann die rasanten Szenen auf der Brücke ablaufen fiebert man so sehr mit Ethan mit, da sowohl der Zuschauer als auch Ethan, genau wissen, dass seine Frau sterben wird, wenn Damian entkommen kann. Auch das Team um Ethan ist für mich das Beste aus allen drei Teilen. Zwar laufen hier einige geplante Sachen einfach zu schnell ab, ohne dass man darüber Informationen erhält, aber man darf einfach nicht vergessen, warum man sich diesen Film ansieht und was er einem bieten soll/bietet. Durch die kurzen Szenen und den schnellen Schnitt verfliegt die Zeit beim Gucken und von daher macht es einfach nur Spaß, sich diesen Film anzusehen. Und auch Ethan wirkt mit seinen kurzen Haaren wieder viel besser in diesem Film. Es ist ein guter Actionfilm, den es einfach nur Spaß macht, anzusehen!!!!! Ich habe von dem 3. Teil nicht viel erwartet und wurde doppelt überrascht. Beim nächsten Teil (wenn es ohne Tom Cruise überhaupt einen geben kann, denn er ist Ethan Hunt) sollte dann wieder mehr Spannung in die Handlung eingebaut werden. Ich habe bereits gelesen, dass mehrere Leute sich über Fehler im Film beschwert haben - aber welcher Film hat die nicht? Selbst die größten Oscargewinner (Ben Hur, Titanic, HdR III) haben über Hundert Fehler. Andere Filme haben noch viel schlimmere Fehler, als man sie hier findet! Und wer sich wirklich daran stört und wer auf Fehler achtet und sie hochpuscht und sie auseinander nimmt, dem sei gesagt, dass er sich künftig lieber Filme im Programmkino ansehen sollte und keine Hollywoodblockbuster! Ich bin soweit total zufrieden mit dem Film und würde ihn mir jederzeit wieder kaufen, wenn die DVD einmal kaputt geht. Warum dann nur 8 von 10 wirklich bösen Gangstern? Weil man einiges hätte besser machen können und weil man von so einem Film vielleicht noch etwas anderes erwartet hätte; und weil vieles einfach zu schnell passiert und vom Zuschauer akzeptiert und hingenommen werden muss. Aber ist ja auch egal: ist ja schließlich nur ein Film - ein sehr guter Film! Klar, man findet in jeder Suppe ein Haar - oder einen ganzen Haarschopf, wenn man lange genug danach sucht. Doch wenn Du hungrig bist, dann ist Du die Suppe einfach. Und wenn Du Lust auf einen guten Action-Film hast mit guter Besetzung, einem überzeugenden Bösewicht und dabei gute Laune behalten willst - dann sieh diesen Film an.
MR (05.10.06): Absolute Begeisterung!! Dieser Film drueckt dich zurueck in den Sessel und hinterlaesst ein breites Grinsen auf dem Gesicht beim verlassen des Kinos. So muss ein Actionfilm sein!!
Michael (05.06.06): Ich fand den Film auch "lauter" als sonst.... aber sonst sehr unterhaltsam! Von mir 8 von 10 verstörten Wandgemälden im Vatikan
Nikolas (22.05.06): Meine Vorredner haben eigentlich schon das Wichtigste gesagt. Aber ohne meinen) Senf schmeckt's eben nur halb so gut... ;-)
Mission: Impossible als beinahe Kultfilm ist nun shcon 10 Jahre alt und dazwischen gab es nur den vollkommen misslungenen M:I-2. Von sämtlichen Bond-Plagiaten mal begesehen. Mit M:I-3 kommt die Serie aber wieder zu neuem Schwung. Klar, die Alias-Machat sieht man dem Streifen schon an und ein wenig mehr Story hätte auch nicht geschadet, aber davon abgesehen hab ich mich wunderbar unterhalten. Irgendeine Pressestimme meinte, Tom Cruise sei als Actionheld so fehlbesetzt wie George Lazenby als James Bond. Da kann ich nur ungläubig den Kopf schütteln, denn ich fand sowohl Cruise als auch alle anderen hervorragend und glaubhaft. Gerade Ethans Verletzlichkeit und die daraus resultierende Verzweiflung kam IMO sehr gut rüber. PLötzlich war er nicht mehr der coole Überheld, sondern ein aus Verzwiflung handelnder Agent. Und Philipp Seymour Hoffman? Der Kerl ist wie Johnny Depp, ganz egal, was er spielt, er ist immer klasse und ein Film allein wegen ihm sehenswert! ANsonsten: Klar hatte der Film seine Schwächen (Story, Wiederholung, ein paar Dämlichkeiten und Ungereimtkeiten, von dem 30-Sekunden-Beretta-Crash-Test über Integralrechnung in Rekordzeit an der Scheibe bis hin zur Krankenschwesternummer), aber er war endlich mal wieder richtig schön actionhaltig ohne Overkill, witzig ohne platt zu sein und nicht zuletzt schön spannend! Nach dem Film hatte ich jedenfalls nur einen Gedanken: Nach spanisch lerne ich Lippenlesen!
Die Vorfreude auf weitere Teile ist geweckt! Für gute Action minus schwachsinnige Kleinigkeiten zähle ich bis 7 statt bis 10

Eric Draven (17.05.06): Auch von mir (fast) reine Begeisterung!!
Nachteilig ausgewirkt hat sich bei meinem Film nur die absolut schlechte Soundanlage. Ich konnte leider noch nicht rausfinden, ob es wirklich an der Anlage lag oder ob die Tonspur im Original wirklich so extrem laut ist. Waehrend der Action Sequenzen war es wirklich eine Zumutung und ich hatte nicht nur einmal Angst um mein Trommelfell...
Nichtsdestotrotz ist dieser M:I Teil wirklich gelungen und spannend bis zum Ende.
Tipp an Markus: naechstes Mal vielleicht ein bisschen mehr mit "Spoilern" arbeiten in der Kritik. Am Ende verraetst du doch ziemlich viel.
Tipp an Sebastian: dann guck dir doch einfach "...und dann kam Polly an". Hoffman hat zwar keine Hauptrolle aber auch so hat er schon einen bleibenden Eindruck hinterlassen....
M:I 3 bekommt von mir 8 von 10 Base-Jumps

Sebastian (15.05.06): Ich bin ziemlich begeistert von Mission: Impossible 3!!!
Wenn da nicht diese dürftige Story wäre, wäre er sogar besser als Teil 1! So ist er aber nur gleichwertig. Richtig gelungene, atemberaubende Action zum Spaß haben! Im Grunde ist es eine fast perfekte Mischung aus Alias und James Bond!!!
Ich finde, dass alle Darsteller voll überzeugen! Allen voran Phillip Seymour Hoffman! Er ist einfach ein Schauspieler oberen Ranges, was man daran sieht, dass er einfach alles glaubhaft spielen kann. Wobei er hier natürlich logischerweise nicht an seine Glanzleistung von Capote heranreichen kann. Ich möchte ihn wirklich mal in einer reinen Komödie sehen!
Außerdem fand ich auch das ausgesprochene "Mission: Impossible-Teamwork" in diesem Film klasse, dass man im zweiten Teil vergeblich suchte!
Regisseur Jeffrey Abrams hat der M:I-Reihe auf jeden Fall sehr gut getan! Weiter so!
Einziges Manko ist, wie schon erwähnt, die maue Story und dass man während des Films wieder sein Gehirn abschalten muss, was ich dieses Mal sogar so gut gemacht habe, dass ich mich tatsächlich auf die falsche Fährte habe führen lassen, obwohl alles doch so offensichtlich war!
Ich gebe 8 von 10 Rotweinflecken auf einem Hemd!!!

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