Timeline
Action/Fantasy, USA 2003, 115 Minuten, ab 12
Originaltitel: Timeline; Deutschlandstart: 11.03.2004 (Concorde Film); Regie: Richard Donner; Produktion: Michael Aguilar, Richard Donner, Michael Ovitz u.a.; Buch: Jeff Maguire, George Nolfi nach einer Vorlage von Michael Crichton; Musik: Brian Tyler, Jerry Goldsmith; Schnitt: Richard Marks

mit Paul Walker (Chris Johnston), Frances O'Connor (Kate Ericson), Gerard Butler (André Marek), Billy Connolly (Professor Johnston), David Thewlis (Robert Doniger), Anna Friel (Lady Claire), Neal McDonough (Frank Gordon), Matt Craven (Steven Kramer), Ethan Embry (Josh Stern), Michael Sheen (Sir Oliver de Vannes), Lambert Wilson (Arnaut de Cervole/Hohepriester), Marton Csokas (De Kere), Rossif Sutherland (François Dontelle), Steve Kahan (Bäcker), David La Haye (Raimondo)

Filmplakat
Internet Movie Database ()
Trailer (Concorde Film )
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Professor Johnston (Billy Connolly) und Chris (Paul Walker). Das ITC-Labor von Robert Doniger (David Thewlis). Marek, Francois, Chris und Kate in Gefangenschaft. Die Schlacht der Franzosen (Lord Arnaut) gegen die Engländer (Lord Oliver).

Sollte ich den Männern das griechische Feuer geben, beeinflusse ich so den Lauf der Geschichte. - Das habe ich vielleicht schon getan, Professor. - Wie meinen Sie das? - Als wir hier angekommen sind, hat uns dieses Mädchen geholfen. Es brachte uns nach Castlegard. Sie war diejenige, die ich befreien wollte, als wir geflohen sind. Das Mädchen entpuppte sich als Lady Claire, Arnauts Schwester. - Ist das Ihr Ernst? - Ja. Ich habe sie zu den Franzosen gebracht, damit sie auf sie aufpassen. - Sie ist unglaublich wichtig. Ihr Tod spornt die Franzosen dazu an, die Schlacht zu gewinnen. Verstehen Sie das nicht? - Marek und Professor Johnston diskutieren über die Zeitlinie

Plot: Ein Archäologieteam unter der Leitung von Prof. Johnston (Billy Connolly) arbeitet an der Ausgrabung und Freilegung der Burg Castlegard, einer französischen Festung, die 1357 Schauplatz einer Schlacht zwischen Franzosen und Engländern wurde.
Für Prof. Johnston bedeutet das Projekt die Vollendung seines Lebenswerkes. Als es aber zu Komplikationen mit den Geldgebern des Projektes, der International Technology Corporation (ITC), kommt, beschließt er, zu deren Hauptquartier nach New Mexico zu fliegen um ein paar Antworten zu bekommen.
Nur wenige Tage darauf entdecken seine Studentin Kate (Frances O'Connor) und sein Sohn Chris (Paul Walker) einen bisher verborgenen Kirchenraum, der 600 Jahre lang versiegelt war. Aber als sei dieser Fund noch nicht außergewöhnlich genug, tun sich noch zwei weitere Fundstücke auf: ein Brillenglas, das es in der Form im Mittelalter noch unmöglich gegeben haben kann, und zudem noch ein auf Pergament geschriebener Hilferuf Prof. Johnstons. Beide Fundstücke werden nach eingehender Analyse auf ca. 600 Jahre Alter beziffert. Nach einem Anruf beim ITC stellt sich prompt heraus, dass der Professor als vermisst gilt. Kurz entschlossen fährt man nach New Mexico, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen.
Dort angekommen, erfahren die Forscher vom Leiter des ITC, Robert Doniger (David Thewlis), dass Prof. Johnston Opfer eines technischen Fehlers wurde:
Das ITC hat ein Gerät entwickelt, mit dem man Gegenstände oder Personen in Datenströme verwandeln und dann an ein Schwestergerät anderenorts schicken kann. Leider funktioniert der Apparat nicht wie geplant, denn die bisher damit transportierten Personen kamen nicht am Zielort sondern im Frankreich des 14. Jahrhunderts an. Und zwar genau in Castlegard, der heutigen Ausgrabungsstätte, womit sich die Gründe für die großzügige finanzielle Unterstützung auftun.
Nun ist es an Chris, Kate und einigen weiteren Mitarbeitern sowohl des Professors als auch des ITC, in die Vergangenheit zu reisen und den Verschollenen zu retten. Doch womit niemand gerechnet hat: Ankunftstag ist der 2. April, der Tag vor dem großen Kampf zwischen Franzosen und Engländern, bei dem Castlegard zur Ruine wurde...

Kritik: Richard Donner, bekannt für die legendäre Lethal Weapon-Reihe, hat zum ersten Mal richtig Mist gebaut!
Timeline ist eine weitgehend stumpfsinnige Mischung aus Zurück in die Zukunft und Robin Hood, die in jeder Hinsicht an Logik, Glaubwürdigkeit und Spannung krankt und sich zu allem Überfluss auch noch ernst zu nehmen versucht.
Spätestens ab dem Moment, wo die Protagonisten im ITC ankommen, hat man das Gefühl, die Drehbuchautoren hätten zuviel Star Trek geguckt: Der "Transporter" sieht schon äußerlich so aus, als wäre er aus der Enterprise geklaut worden. Fehlte eigentlich nur noch der Spruch "Beam me up, Scotty!", aber dadurch wäre der Film wohl nur noch flacher geworden.
Kaum ist man dann im Mittelalter angekommen, gerät man auch schon zwischen die Fronten der sich bekriegenden Ritter. Als wäre das nicht genug, ereignet sich im ITC auch noch ein explosiver Zwischenfall, durch den der Transporter stark beschädigt wird. Oh, so ein Mist, wurde unsern Helden doch glatt der Rückweg abgeschnitten! Aber macht nichts: Denn Gott sei Dank hat man ja einen zweiten Satz Fluxkompensatoren auf Lager, mit denen innerhalb der wenigen bis zur Rückkehr verbleibenden Stunden schnell eine neue Zeitmaschine gebastelt werden kann. Die Handlung im Mittelalter ist derweil genauso lächerlich wie die in der Gegenwart, so dass man sich eine gute Dreiviertelstunde lang sehr gut unfreiwillig amüsieren kann.
Irgendwann kommt dann die geschichtlich unausweichliche "große" Schlacht um Castlegard, die rein äußerlich den Anschein einer Sparversion der Schlacht um Minas Tirith in Die Rückkehr des Königs macht. Zwar gibt's von nun an nichts mehr (ungewollt) zu lachen, aber Ernsthaftigkeit kommt auch nicht auf...
Die Schauspieler, allen voran Paul Walker (2 Fast 2 Furious) und Frances O'Connor (A.I. - Künstliche Intelligenz) geben sich zwar sichtlich größte Mühe, können den Film aber nicht retten. Bei Paul Walker habe ich mich derweil die ganze Zeit gefragt, was ich schlechter fand: seine Darstellung oder seine deutsche Synchronstimme... Auch die auf Biegen und Brechen aufgesetzte Liebesgeschichte zwischen den beiden funktioniert nicht, da einfach kein Funke überfliegen will. Aber Dank der zweiten sich entwickelnden Liebesgeschichte ist dennoch für genug Herzschmerz gesorgt! Hat mal jemand 'nen Tempo?

Fazit: Unausgegorener mittelalterlicher Schwachsinn. Aber einen Fehltritt darf sich jeder Regisseur mal leisten. Weil ich mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert habe, gibt's noch gerade
4 von 10 Gefängnissen mit Strohdächern

Nikolas Mimkes
11.03.2004

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Gut5%
Sehr gut11%
Absolut hervorragend8%
Bester Film aller Zeiten6%

93 Stimmen
Schnitt: 4.9
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
John Doe (27.07.12): Also ich fand den Film ebenfalls sehr gut, kann meinen Vorrednern nur zustimmen - sehr gut recherchiert und umgesetzt (studiere Archäologie und Geschichte und hatte absolut nichts zu meckern ;) ) und bin auch mit der Handlung gut zufrieden. Auch Gerald Butler als "Aragorn-Double" ist nicht zu verachten ;) Dass man ein Buch 100%ig umsetzen kann, ist wirklich eine Ausnahme - das klappt nicht bei Happy Pottern und vielen anderen umfassenden Büchern (Herr der Ringe ist da eine Ausnahme!) und gerade bei den perfekt recherchierten Büchern von Michael Crichton ist das in dem Maß absolut verzeihlich. Von mir überzeugte 9 von 10 Sternchen!
Hobbykritiker (24.04.12): Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Was die historische Umsetzung (Kostüme, Schauplatz, Ausstattung) angeht hat sich der Film nicht lumpen lassen und man sieht ihm die 80 Millionen Dollar an. Im übrigen finde ich es auch klasse, dass hier noch versucht wurde, möglichst wenig auf computeranimierte Effekte zu setzen. Dadurch wirkt der Film rein optisch gesehen sehr realistisch (im Gegensatz zu z.B. Herr der Ringe)
Ich habe das Buch übrigens nicht gelesen und finde den Film recht spannend und gut gemacht. Das Logiklücken in Zeitreisefilmen auftreten liegt meist in der Natur der Sache und das sollte man nicht sooo ernst nehmen.

Mosellius (18.11.09): Kann sein, dass ich hier etwas aus der Reihe falle, denn ich möchte eine positive Kritik anbringen. Dies liegt vermutlich daran, dass ich den Film nicht nur (wie alle übrigen offensichtlich) nach Spannung , Action oder Lovestory beurteile sondern als Reenactor und Darsteller historischer Schlachten und Feldzüge nach der Authentizität der Ausrüstung gehe. Und in diesem Punkt stellt dieser Film eine wirkliche Ausnahme zu anderen Mittelalter-Filmen dar. Nicht nur, dass die Rüstungen und Waffen exakt recherchiert wurden, auch die Belagerungstaktiken und -techniken passen perfekt. Jeder, der sich mit den Waffen des späten Mittelalters schon befasst hat, wird dem zustimmen.
Marcel (30.11.04): Grausam langweiliger, völlig spannungsfreier Fantasystreifen mit unterirdisch schlechten Schauspielern, einer äußerst unlogischen Story und furchtbar schlecht geschnittenen und inszenierten Kampfszenen. Alles in allem für mich einer der schlechtesten Filme des Jahres! Ich vergebe 1 von 10 griechischen Feuern.
Olaf (08.06.04): Tja, wie so oft hält der Film nicht, was das Buch verspricht. Aus der fesselnden, m.E. recht anspruchsvollen Story wurde ein langweiler gemacht, der die 7 € nicht wert war. Naja. Aber von den chrichton stories gibt es ja auch Beispiele, die ganz gut umgesetzt wurden. Lets see what comes next
Carola (14.05.04): Hmmm...ich lese sehr gern und sehr viel und war von Timeline ausser enttäuscht nur enttäuscht. Unlogische Handlungssprünge waren ständig gegeben, unglaubwürdige zufälle, flache charaktere...einfach nur schlecht. mein freund wollte sich aufgrund des trailers timeline ansehen, allerdings konnte ich ihm das ausreden (hab mich strikt geweigert für den film mit ins kino zu gehen könnt man auch sagen *gg* ) wenn ich hier die kritiken sehe fühl ich mich a) bestätigt und wundere mich b) darüber was hier manche am buch finden. aber geschmäcker sind bekanntlich verschieden ;o)
hannibal (04.05.04): @MRA ich wage es mal anzunehmen, dass du das buch nicht gelesen hast, denn sonst so einen schmarren ("Unkomplizierte Geschichten, welche keinen intellektuellen Anspruch oder ersthafte Recherche voraussetzen und sich stattdessen durch Action oder spannungtechnische Effekthascherei vorwärtsbewegen") verzapfen. das buch war eine der spannendsten und mit technischen und historischen details gespickten geschichten die ich je gelesen habe. es war logisch und es gabe keine seite auf der mir langweilig wurde. und von wegen keinen intellektuellen anspruch: einige der gespräche zwischen gordon und stern musste man sich schon zweimal durchlesen um zu verstehen worum es ging. also meiner meinung nach, ist das buch eine verdammt gute geschichte. dass daraus ein schlechter film gemacht wurde, ist eine andere sache!
Biggi (01.04.04): Habe das Buch gelesen und war total gespannt auf den Film. Nun habe ich auch den Film gesehen und fand ihn garnicht übel. Finde jedoch das man die Story ein wenig besser hätte verfilmen können. Die ist nämlich garnicht schlecht. Als ich anfing das Buch zu lesen dachte ich zunächst...Quantenphysik...herrje.....aber dann hatte ich das Buch in zwei Tagen durch. Echt cool geschrieben.
Jan (23.03.04): Sowas von Langweilig und Spannungsarm. Und ich dachte, Paycheck wäre die Science Fiction Enttäuschung des Jahres. Ich hoffe auf das Buch, den Crichton. Den Crichton ist vielleicht kein guter Regisseur aber seine Bücher sind genial. Und Nickolas - Jurassic Park das Buch lesen. Da gibt es keine Effekte sondern nur Spannung, Handlung und ausgearbeitete Charaktere. Ach ja, noch ein was. Wennn die ein stabiles Wurmloch hatten, hätten dann alle, die da rumreisen, nicht immer zur selben Zeit am selben Ort landen müssen? Ich meine, hätten sie nicht einfach zurückgehen und den Professor am Landeplatz antreffen sollen, da sie in der selben Zeit zur selben Zeit gelandet wären. Oder sich eine Nachricht schreiben wie - kommt nicht zurück, sonst stirbt der Statist, der den franz. Studenten spielt. Oder wenigstens irgendwas logisches? Alsso das ist mir nur so die ganze Ziet durch den Kopf gegangen. 2 von 10 nichtsichtbaren Riesenbudgets, das es angeblich gekostet haben soll. Aber wo bitte? DEFA-Filme der 50er Jahre hatten mehr Ausstattung und Effekte.
AlexImk (21.03.04): Das Buch war sehr gut und spannend, auch die Zwischenfälle mit dem 2. Paar Fluxkompensatoren wurden dort anders "erklärt". Lest erst das Buch, dann den Film, oder gar keinen Film.
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