Die Promoterin
Drama, USA/Deutschland 2004, 111 Minuten, ab 12
Originaltitel: Against the Ropes; Deutschlandstart: 24.06.2004 (UIP); Regie: Charles Dutton; Produktion: Robert W. Cort, David Maddon, Jackie Kallen u.a.; Drehbuch: Cheryl Edward; Musik: Michael Kamen; Kamera: Jack N. Green; Schnitt: Eric L. Beason, Paul Covington

mit Meg Ryan (Jackie Kallen), Omar Epps (Luther Shaw), Charles Dutton (Felix Reynolds), Tony Shalhoub (LaRocca), Timothy Daly (Gavin), Joseph Cortese (Abel), Kerry Washington (Renee), Sean Bell (Ray Kallen), Dean McDermott (Pete Kallen), Skye McCole Bartusiak (Little Jacket), Juan Hernandez (Pedro Hernandez), Holt McCallany (Dorsett), Tory Kittles (Devon Green), Gene Mack (Kevin Keyes), Beau Starr (Corcoran)

Filmplakat
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Was verstehen Sie vom Boxen? Leitende Assistentin. - Ich verstehe vom Boxen genau so viel wie jeder andere hier. - Was meinen Sie damit? - Gar nichts, vergessen Sie's. - Vergessen? Das klingt so, als würden Sie denken, Sie könnten das, was ich tue, genau so gut. - Was hat das schon für'n Sinn das zu denken. Ich hab keinen Boxer. - Denken Sie wirklich, Sie könnten das, was ich tue, genau so gut? - Möglicherweise. Wenn ich 'ne Chance kriege. - Eine Chance? Das würde Ihnen reichen. - Ja, ich glaub schon. - Greens Vertrag, er gehört Ihnen. - Ich kann ihn mir nicht leisten. - Ach, Gottchen, ich werd's Ihnen leicht machen: Sie kriegen ihn. Für einen Dollar. - Ich habe keinen Dollar. - Ich leih dir einen Dollar, Jackie. - Tja. Ich hab gerade einen Boxer für einen Dollar gekauft. - Jackie steigt von der Assistentin zur Promoterin auf.

Plot: Jackie Kallen (Meg Ryan) ist seit ihrer Kindheit begeistert vom Boxen. Da sie ihrem Vater oft beim Training späterer Starboxer zugeschaut hat, hat sie das Coachen quasi im Blut.
Da diese Welt jedoch von Männern dominiert wird, hat sie es Jahre später nur zur Sekretärin des widerlichen Promoters LaRocca (Tony Shalhoub) gebracht. Der ist arrogant und völlig überzeugt von der Tatsache, dass niemand seinen Job besser machen könnte als er selbst. Vor allem keine Frau. Als sie ihn eines Tages in seiner Arbeit kritisiert, zögert er deshalb nicht eine Sekunde, Jackie einen Millionendeal anzubieten, bei dem sie sich als Boxpromoterin unter Beweis stellen oder ihre Inkompetenz bestätigen soll.
Da sie die Chance ihres Lebens sieht und ansonsten nicht viel zu verlieren hat, nimmt Jackie das Angebot an und stellt sich mit aller Energie der Herausforderung. Doch die hat es in sich, denn Boxer Luther Shaw (Omar Epps) ist nicht nur schwer umgänglich, sondern auch wenig begeistert von der weiblichen Promoterin. Doch letztendlich kann sie ihn von sich und ihrer gemeinsamen Chance auf Erfolg überzeugen. Einen Hoffnungsschimmer sieht sie auch in dem erfahrenen Trainer Felix Reynolds (Charles S. Dutton), der dem eigenwilligen Jungboxer beizukommen weiß. Doch die Konkurrenz ist groß und selbst die Tatsache, dass Luther zunächst einen Gegner nach dem anderen besiegt, macht das Geschäft für Jackie nicht leichter. Zu ernsthaften Konflikten kommt es, als Luther klar wird, dass Jackie vor der Presse mehr sich selbst als ihn ins Rampenlicht stellt. Als die Gemeinschaft auseinander zu brechen und Jackie ihre mühsam erkämpfte Position zu verlieren droht, wird ihr eines klar: Um ihren Traum auf einen ernstzunehmenden Platz in der Boxwelt wahr werden zu lassen, muss sie aufs Ganze gehen und alles riskieren...

Kritik: Dieser an die Biographie der berühmten amerikanischen Boxpromoterin Jackie Kallen angelehnte Film war wohl als eine Art Comeback Meg Ryans gedacht. Stattdessen bestätigt er den Eindruck, dass sie langsam ausgedient hat...
Nach eher durchschnittlichen bis mäßigen Erfolgen wie Lebenszeichen und Kate & Leopold kann auch die neue Regiearbeit von Charles S. Dutton (Gothika) nicht so recht überzeugen.
Während z.B. Jerry Maguire mit Tom Cruise als Football-Promoter am Rande seiner Existenz und Cuba Gooding Jr. als schwierigem Star (Oscar für den besten Nebendarsteller) emotional mitzureißen und wirklich zu begeistern wusste, wirkt Die Promoterin nur wie ein müder, klischeehafter Abklatsch.
Das fängt schon damit an, dass man gleich zu Beginn zu dick aufgetragen hat. Anstatt dass es nur um ihre Akzeptanz als Frau in der Boxwelt geht, steht Kallen schon im Moment des großen Angebots so mittellos da, dass sie sich den symbolischen Dollar als Preis für den Millionendeal leihen muss. Dazu kommt Tony Shalhoub (Spy Kids 2), dessen Potential in der anspruchslosen Rolle des stereotypen Antagonisten völlig untergeht. Denn mehr Spielraum als am Anfang fies zu sein und am Ende widerwillig zu klatschen wollte man ihm wohl nicht einräumen.
Meg Ryan gibt sich zwar sichtlich alle Mühe, ihrer Jackie soviel Energie wie möglich zu verleihen, aber abgesehen von ihrer psychotischen Einlage vor dem entscheidenden Kampf vermag kein so richtiger Funke überzufliegen.
Sehenswert lediglich Omar Epps (erstes Opfer in Scream 2), dem man den inneren Schweinehund förmlich ansieht und Charles S. Dutton, der zumindest vor der Kamera gute Arbeit leistete.
Am Ende tendiert Die Promoterin aber eher zur Schlaftablette, da jegliche Spannung aufgrund der Voraussehbarkeit der Klischees schon von Anfang an zunichte gemacht wird.

Fazit: Müder, spannungsarmer Abklatsch von Filmen wie Jerry Maguire, der sich in eindimensionalen Klischees verheddert und auch sonst kaum nennenswerte Höhepunkte zu bieten hat. 4 von 10 Schlüsseln für den Hintereingang

Nikolas Mimkes
19.06.2004

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