Davids wundersame Welt
Komödie/Drama, Deutschland/GB 2003, 105 Minuten, ab 6
Originaltitel: Wondrous Oblivion; Deutschlandstart: 15.07.2004 (Senator); Regie: Paul Morrison; Produktion: Jonny Persey, Lesley Stewart; Drehbuch: Paul Morrison; Musik: Ilona Sekacz; Kamera: Nina Kellgren; Schnitt: David Freeman

mit Sam Smith (David Wiseman), Emily Woof (Ruth Wiseman), Carol MacReady (Mrs Wilson), Stanley Townsend (Victor Wiseman), Angela Wynter (Grace Samuels), Delroy Lindo (Dennis Samuels), Leonie Elliott (Judy Samuels), Naomi Simpson (Dorothy Samuels), Gary McDonald (Gary Sobers), Chris Geere (Mrs Wilsons Enkel)

Filmplakat
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Trailer (Publics pr )
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In der Nachbarschaft: Familie Wiseman. Dennis (Delroy Lindo) trainiert mit David und Tochter Judy Cricket. David Wiseman schenkt Judy Samuels seinen Cricket-Schläger. Ruth Wiseman und Dennis Samuels beim Tanz.

Du wirst nicht auf dumme Gedanken kommen. David, du darfst reden, höflich sein und du darfst antworten, wenn du gefragt wirst. Und damit ist dann auch Schluss. ... Hast du gehört? - Diese Leute sind nicht wie wir, verstehst du. Wir haben nichts gegen diese Menschen, aber wir bleiben unter uns. Hab ich mich klar ausgedrückt? - David wird von seinen Eltern auf die neuen Nachbarn eingeschworen.

Plot: Der 11jährige David Wiseman (Sam Smith) ist verrückt nach Kricket, obwohl er gar nicht richtig spielen kann. Er hat zwar die nötige Ausstattung, aber leider keinerlei Übung. In der Schule darf er deshalb auch nur am Spielstandsanzeiger stehen und wird dem entsprechend gehänselt. Als eines Tages eine jamaikanische Familie im Nachbarhaus einzieht und im Garten ein Kricketnetz aufbaut, ist David plötzlich wie im siebten Himmel. Der Familienvater Dennis (Delroy Lindo) ist bei erstbester Gelegenheit auch sofort und gerne bereit, David ein wenig Nachhilfeunterricht zu geben.
Allerdings befinden wir uns im England der 60er Jahre und die jüdische Nachbarschaft macht es den Neuankömmlingen nicht gerade leicht, sich einzuleben.
Es dauert nicht lang, da steht seine Familie plötzlich zwischen den intoleranten Nachbarn und seinen neuen Freunden. Und somit rückt auch der Moment immer näher, an dem sich David entscheiden muss, ob er sich an die Allgemeinheit anpasst oder für diejenigen einsteht, die seine Welt auf so wunderbare Weise auf den Kopf gestellt haben.

Kritik: Ein Film wie geschaffen für einen Kindergeburtstag (wenn der im Kino gefeiert wird) oder ähnliche Events: Auf dem kindgerechten Niveau von Harry Potter erzählt dieser Film die Geschichte des sympathischen Außenseiters, der in Einzelunterricht zum wahren Champ heranwächst, am Ende glorreich siegt und somit endlich akzeptiert wird.
Dem entsprechend sind natürlich auch die Figuren gezeichnet: Die jamaikanische Familie ist neben David der Sympathieträger des Films, Davids Familie stellt die Schnittstelle zwischen Toleranz (die Mutter) und erstmaliger Ausgrenzung (der Vater) dar. Die Nachbarn sind widerlich festgefahren und britisch unterkühlt, deren halbstarke Söhne grenzen an gefährliche Schläger, die auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurückschrecken. Aber derartige Stereotype sind wir ja in letzter Zeit schon zur Genüge aus Hogwards gewohnt.
Auch in tricktechnischer Hinsicht wurden hier Anleihen an Potter & Co. genommen, denn Davids Kricket-Sammelkarten erwachen (nicht nur) in seiner Fantasie zum Leben. Dennoch ist das keine platte Kopie, sondern ein durchaus nett gemachter Einfall, der durch seinen wohlplatzierten Einsatz beinahe noch besser zieht als beim berühmten Zauberlehrling. Denn bei dem mutierte der Effekt spätestens beim zweiten Film zum Selbstzweck.

Fazit: Für Kinder ganz nett, für Erwachsene zu naiv und stereotyp, weil auf typischem Harry-Potter-Niveau. Begleitende Eltern werden sich zwar weder langweilen aber auch nicht großartig unterhalten. 6 von 10 Trainingsstunden im Hinterhof

Nikolas Mimkes
29.06.2004

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