Kick it Like Beckham
Komödie, Großbritannien/Deutschland 2002, 112 Minuten, ab 6
Originaltitel: Bend it Like Beckham; Deutschlandstart: 03.10.2002 (Highlight); Regie: Gurinder Chadha; Produktion: Deepak Nayar, Gurinder Chadha; Drehbuch. Gurinder Chadha, Guljit Bindra, Paul Mayeda Berges; Ausführende Produzenten: Ulrich Felsberg, Russel Fischer, Simon Franks, Zygi Kamasa, Haneet Vaswani; Kamera: Jong Lin; Line Producer: Paul Ritchie; Schnitt: Justin Krish; Ausstattung: Nick Ellis; Kostüme: Ralph Holes; Musik: Craig Pruess

mit Parminder Nagra (Jess Bhamra); Keira Knightley (Jules Paxton); Jonathan Rhys Meyers (Joe); Anupam Kher (Mr. Bhamra); Archie Panjabi (Pinky Bhamra); Shaznay Lewis (Mel); Frank Harper (Alan Paxton); Juliet Stevenson (Paula Paxton); Shaheen Khan (Mrs. Bhamra); Smeet Chana (Tony); Poojah Shah (Meena); Pavan Virk (Bubbly); Preeya Kalidas (Monica)

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Jessminda, bist du verrückt geworden? - Mum! - Fußball, Schluss damit! Deine Schwester verlobt sich und du sitzt hier und guckst diesem Skinhead-Bengel zu. - Mum, Beckham schießt jetzt ne Ecke. - Ey, du kommst jetzt runter, deine Schwester wird schon ganz nervös. - ... Die Hochzeit macht mich jetzt schon völlig krank! - Jess setzt andere Prioritäten als ihre Mutter

Plot: Jess Bhamra (Parminda K. Nagra) ist ein ganz normaler Teenager wohnhaft in Hounslow, einem Stadtteil von London. Sie ist Inderin, verehrt David Beckham und spielt begnadet Fußball. Ihr Traum ist es einmal in einer Profi-Fußball-Liga zu spielen, genau wie ihr Idol Beckham, mit dessen Fotos sie ihr Zimmer plakatiert hat. Ihre Eltern würden es viel lieber sehen, wenn sie die indischen Traditionen fortführen und wie ihre große Schwester heiraten würde, um für den Ehegatten das Nationalgericht Aloo Gobi zu kochen, aber davon will Jess nichts wissen. Sie denkt nur an Fußball und eines Tages trifft sie die junge Jules (Keira Knightley), die in der einzigen Fußballfrauenmannschaft von Hounslow spielt. Sie erkennt Jess' Talent und prompt wird sie engagiert. Die beiden werden natürlich dicke Freundinnen und damit beginnen die Heimlichtuereien ums Fußballtraining, die zu vielerlei Missverständnissen und Verwicklungen führen, bis sich Jess und Jules in ihren Trainer Joe (Jonathan Rhys-Meyers) verlieben...

Kritik: Kick it Like Beckham ist eine freche, witzige, englische Komödie von Regisseurin Gurinder Chadha. Sie zeigt den Generationskonflikt zwischen Jess und ihren Eltern. Während sie nur ein einfaches englisches Mädchen sein möchte, wollen ihre Eltern, dass sie die indischen Traditionen pflegt.

Die Szenen bei Jess zu Hause sind die allerbesten und auch die witzigsten. Die nervöse Mutter, der gelassene Vater, die schreiende Einrichtung und die Barbie-Schwester sind einfach göttlich inszeniert. Jess' zu Hause ist bunt, schrill und hektisch und die indischen Werte werden liebevoll auf die Schippe genommen. Die Eltern können nicht verstehen, dass auch Mädchen Fußball spielen wollen und dass Jess kein Aloo Gobi kochen kann ist mit einer weltpolitischen Krise gleichzusetzen. Ähnliche Probleme hat auch Jules, deren Mutter mehr Angst vor der Vorstellung hat, dass ihre Tochter eine lesbische Fußballspielerin sein könnte, als eine Massenmörderin.
Chadhas Komödie ist gesellschaftskritisch, aber sie gebraucht dazu keine Vorschlaghammertechnik sondern englischen Humor, der manchmal doch recht verworren und schrill ist, aber das ist in Ordnung so. Chadha zeigt eine indische Familie in England, wie sie versuchen ihre Traditionen zu bewahren. Doch sie müssen bald erkennen, dass ihre Kinder englisch sprechen, englisch leben, englisch denken und sich auch in Engländer verlieben können. Das zu akzeptieren ist ein steiniger Weg für alle Beteiligten.
Die Charaktere sind sehr liebenswert und manchmal doch sehr klischeehaft, aber schließlich will Kick it Like Beckham vor allem unterhalten. Hauptdarstellerin Parminda K. Nagra spielt die Jess sehr überzeugend und mit viel Humor. Keira Knightley (Jules) erinnert an die junge Winona Ryder und gibt hier das kesse, draufgängerische Mädchen das endlich von ihrer Mutter anerkannt werden möchte. Jonathan Rhys-Meyers kennen wir aus Velvet Goldmine, hier spielt er als Fußballtrainer Joe eine eher ruhige Nebenrolle, die Jess bei ihrem Vorankommen unterstützt und sich ganz nebenbei auch in sie verliebt.

Fazit: Kick it Like Beckham ist eine schöne Komödie, deren Aussage denkbar einfach ist: Du kannst alles erreichen, wenn du es willst und dabei gibt es keine geschlechtlichen oder ethnische Grenzen, denn am Ende zählt nur der Mensch! 7 von 10 Ally McBeal-Fußballplatz-Halluzinationen

Sandra Plich
28.09.2002

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53 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Schülerin (22.11.16): lol
yasmin (19.01.15): ich find den film traurig und schön aber wenn sie sich doch lieben wieso ist sie nicht bei ihm geblieben ? Romantisch war das ja auch und ich fand den film fast perfeckt besser wäre wenn sie bei ihm geblieben wäre
Chiara (15.06.14): Nette Film, aber nichts außergewöhnliches. Ich fand ihn nicht besonders spektakulär, muss ich sagen. Typische, einfache Story, kein Meisterwerk, nichts, was weh tut, halt ein normaler, einfacher Unterhaltungsfilm. Wer's mag...
Lol (28.01.13): Lol
Sandra (08.01.07): der film ist ja mal der hammer! mein lieblingsfilm überhaupt meine schwester hat ihn mir vor drei jahren zu weihnachten geschenkt, da kannte ich ihn gar nicht. ich spiel selbst im verein, aber meine eltern stehen voll hinter mir! halte jetzt in deutsch buch referat drüber kann den film nur empfehlen!!!!
hakunamatata (28.05.06): hab ihn vor npaar tagen am tv gesehen,so richtig begeistert war ich aber nich advon. ich steh zwar auf fussball, doch macht das noch lange keinen guten film aus.....zum teil wars ja ganz lustig, das gewisse etwas hat mir aber gefehl.Ach ja, die schauspieier brachtens auch nich so wirklich.... is meine meinung....
Anna (10.06.05): Der Film ist der Hammer ich find Jonathan Rhys-Meyers auch spitze!!!!!!!!!
Dominik (06.06.05): Hab ihn kürzlich auf Pro7 oder so gesehen, wirklich ein sehr feiner kleiner Film: humorvoll, ironisch, sehr flott gespielt und ordentlich mit Power! 8 von 10, auch wenn Beckham natürlich überschätzt ist (aber das ist ne andere Frage!)
Sabrina (23.01.05): Echt guter Film!!! Hab ihn scho x-mal gesehen. Die Schauspierler sind alle spitze. Fussball ist einfach ein cooler Sport. Ich spiele auch Fussball!!
anne (03.07.04): Der film ist echt geil, hab ihn auf premiere gesehen. Warum redet hier keiner von Jonathan Rhys-Meyers?
Insgesamt 23 Kommentare. Alle anzeigen
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