Die Bourne Identität
Action/Thriller, USA/Tschechien 2002, 112 Minuten, ab 12
Originaltitel: The Bourne Identity; Deutschlandstart: 26.09.2002 (UIP); Regie: Doug Liman; Produktion: Patrick Crowley, Richard N. Gladstein, Doug Liman; Drehbuch: Tony Gilroy, W. Blake Herron nach einem Roman von Robert Ludlum; Musik: John Powell; Kamera: Oliver Wood; Ausstattung: Sandrine Mauvezin; Schnitt: Saar Klein; Kostüme: Pierre-Yves Gayraud

mit Matt Damon (Jason Bourne), Franka Potente (Marie), Chris Cooper (Conklin), Clive Owen (Professor), Brian Cox (Ward Abbott), Gabriel Mann (Zorn), Julia Stiles (Nicolette), Orso Maria Guerrini (Giancarlo), Tim Dutton (Eamon), Denis Braccini (Picot)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (UIP de)
Trailer (UIP de)

Wer hat ein Schließfach bei einer Bank, voll mit... mit Geld, sechs Reisepässen und ner Waffe. Wer hat eine Kontonummer in der Hüfte? Ich komme hier rein und als erstes versuche ich mir einen Überblick zu verschaffen um zu sehen, wo der Notausgang ist. - Ich seh das Ausgangsschild auch, und ich mach mir keine Sorgen. Ich, ich mein, Sie wurden angeschossen. Man verhält sich merkwürdig und tut erstaunliche Dinge, wenn man Angst hat. - Ich kann Ihnen die Nummernschilder aller sechs Autos da draußen aufzählen. Ich kann Ihnen sagen, dass unsere Kellnerin Linkshänderin ist und dass der Mann an der Theke 98 Kilo wiegt und sich zu verteidigen weiß. Ich weiß, dass ich eine Waffe als erstes unter dem Fahrersitz des grauen Lasters suchen würde. Und in dieser Höhenlage kann ich eine halbe Meile rennen bevor meine Hände anfangen zu zittern. ... Also warum weiß ich das? ... Wie kann ich das wissen und nicht wissen, wer ich bin? - Jason (Matt Damon) stellt Fragen über sich selbst

Plot: Ein Mann (Matt Damon) wird von einem Fischerboot aus dem Mittelmeer gezogen. Er ist bewusstlos und hat nichts bei sich was ihn identifizieren könnte. Neben zwei Kugeln im Rücken, trägt er auch noch ein Implantat in der Hüfte inklusive einer Kontonummer der Gemeinschaft Bank Zürich. Er selbst kann sich an nichts erinnern. Weder wie er ins Wasser kam, noch woher er überhaupt kommt oder wie sein Name lautet.
Nach zwei unfreiwilligen Wochen auf dem Fischerboot macht er sich auf nach Zürich, seinem einzigen Hinweis. Dort findet er in einem Schließfach Bargeld, eine Waffe und jede Menge Pässe. Einer von diesen Pässen identifiziert ihn als Jason Bourne, aber weder dieser Name noch die anderen sagen ihm etwas. Schon sehr bald zeigen viele andere Personen sichtliches Interesse an Mr. Bourne. Sie wollen ihn nämlich allesamt töten und Jason weiß nicht warum.
Auf seiner Flucht vor diversen Auftragskillern bemerkt er an sich selbst erstaunliche Fähigkeiten wie Kampfsporttechnik, Sprachbegabtheit und extreme Schusssicherheit. Sein Ziel: Er muss herausfinden, wer er ist, bevor die anderen ihn töten werden. Dabei unterstützt ihn die heimatlose Reisende Marie (Franka Potente). Sie hat ein Auto, ein Geldproblem und schon sehr bald eine Schwäche für ihren Begleiter. Jason findet bald heraus was sein eigentlicher "Beruf" war und wer ihn töten will, aber die Wahrheit entspricht weder seiner noch Maries Vorstellung von Jason Bourne...

Kritik: Der gute alte Actionfilm ist endlich zurück. Mit Die Bourne Identität feiert er sein großes Comeback. Mit handfesten Autoverfolgungsjagden, klassischen Zwei-Mann-Kämpfen und wunderbar in Szene gesetzten Treppenhaus-Schieß-Duellen will Regisseur Doug Liman den Zuschauer beeindrucken - und es gelingt ihm.
Mit Matt Damon hat er den idealen Action-Helden neu erfunden. Sympathisch, nett, unauffällig und dennoch schusssicher, loyal und mit dem Herz am rechten Fleck. Liman braucht keine sensationellen Spezial-Effekte, um zu beeindrucken, denn er hat in Matt Damon und Franka Potente zwei erstklassige Hauptdarsteller gefunden, die noch dazu perfekt miteinander harmonieren. Hier wirkt nichts gekünstelt oder aufgesetzt. Franka hat mit diesem Film eindeutig bewiesen, dass sie eine echte Vollblut-Schauspielerin ist. Wie verflogen scheint die doch etwas verkrampfte Darstellung von Johnny Depps Freundin in Blow. Mag es nun an der Erfahrung, dem Regisseur oder ihrem Filmpartner liegen, in Die Bourne Identität ist Franka locker und geht voll in ihrer Rolle auf, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Ich bin überzeugt, dass war nicht der letzte Hollywood-Film mit Franka Potente - die Frau ist einfach klasse! Wenn man Matt und Franka so miteinander agieren sieht, hat man das Gefühl, sie hätten schon hundertmal miteinander Filme gedreht.
Liman hält gekonnt den Spannungsbogen, hier ist keine Sekunde langweilig oder langwierig. Steht am Anfang des Films noch Jasons Wunsch nach der Auflösung seiner Identität so will er sie im letzten Drittel viel lieber von sich schieben. Hin und hergerissen zwischen seinem neuen Ich, seiner Liebe zu Marie und dem Wunsch nicht mehr auf der Flucht zu sein, stellt er sich schließlich seinem "Arbeitgeber" und sich selbst. Diese Wandlung wird von Matt Damon sehr gut verkörpert und man leidet als Zuschauer mit ihm. Der logisch aufgebaute Handlungsstrang zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Film, bis hin zur Auflösung und dem nach Fortsetzung schreiendem Ende. Ich habe an diesem Film einfach nichts auszusetzen. Bleibt nur zu sagen, dass Matt Damon mehr solcher guter Actionfilme drehen sollte. Es war ungewohnt ihn in einer solchen Rolle zu sehen, aber er hat mich überzeugt. Sollte es also eine Fortsetzung geben, ich wäre entzückt!

Fazit: Das perfekte Zusammenspiel der Hauptdarsteller zieht sich durch einen logisch durchdachten, sehr gut in Szene gesetzten Actionfilm vor dem Hintergrund europäischer Metropolen. 9 von 10 von Matt Damon ausgeführten Haarwäschen

Sandra Plich
28.09.2002

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Gut9%
Sehr gut9%
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119 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Anne (29.01.08): Ich fand den Film echt abgefahren!!! Es gab so viel Spannung und vorallem im Kino war er gut! Man muss ihn einfach gesehen haben. Ich finde auch gut das, dass in der Realität auch passieren könnte (fast)
Aisha (04.05.04): Ich habe den Film mehrmals gesehen (vor allem natürlich wegen Matt Damon)und finde ihn alles in allem recht ansprechend.Die erste Hälfte des Films ist zwar eindeutig die bessere,und die Liebesgeschichte wirkt ein wenig konstruiert,aber däfür gibt es viele gute Szenen(z.B.die Kampfszenen und die Verfolguingsjagden).Vielleicht nicht überragend,aber auf jeden Fall sehenswert.
Merinid (06.11.02): *Doofgrinst* Auch wenn das jetzt nicht gerade sehr zur Kritik beiträgt :-) Clive Owen alias The Professor hat's mir angetan. Den hätten die ruhig besser aufführen können, der ist nämlich coooool! Der sieht echt schnuckelig aus :-D Die Filmszenen würde ich mir jederzeit wieder anschauen...den Film auch, aber dann wohl eher wegen dem Prof :-)
psycho (05.11.02): es kam nie wirklich spannung auf, eher langeweile aber ansonsten ganz gut 5-6geilopunkte
luna (01.11.02): Das war ein Spitzenfilm ! Endlich mal Schauspieler, die zwar überzeugend, aber nicht zu schön sind, wodurch der ganze Film trotz Actionszenen viel ehrlicher wirkt, dazu eine Superstory und tolle Schauplätze... 9 von 10 auswendig gewussten Nummernschildern !
Willis (27.10.02): Alle die hier sagen der Film sei eine schlechte Umsetzung des Buches sind wohl diese Zeichentrick und Special effects Freaks!!!! Tut mir Leid jungs! Ihr tut mir Leid das ihr so ein kleines Hirn habt und keine Ahnung von tolen und spannenden Filmen!!!
Christus (21.10.02): Schon lange habe ich mich schon nicht mehr über die Zeitverschwendung durch einen Film geärgert. Matt Damon dabei zuzusehen wie er als Supermann ohne Gedächnis und Motiv durch die Gegend hastet, machte auch bei schönen Bildern keinen Spaß. Dazu eine angeschraubte Liebegschichte und äusserst bescheidenes Ende. Jedenfalls habe ich jetzt auch eine Gedächnislücke und habe keine Ahnung mehr, warum ich nicht nach 30 Minuten das Kino verlassen habe. 1 von 10 Gedächnislücken
Claus Lutz (13.10.02): Ein eher schlechtes Remake des 1988 verfilmten "Agent ohne Namen" mit R. Chamberlain, Jaclyn Smith u.a... Beim Original kommt m.E. mehr Spanung auf. C.L.
SimonX (12.10.02): Nun ja. Ein netter Film, aber die Story wurde ja gleich am Anfang verraten. Die Schauspieler waren eher durchschnittlich als besonders gut. Bei mir kam irgendwie keine richtige Spannung auf.
guido (04.10.02): Der beste Film seit sehr sehr langer Zeit im Kino: spannend, überraschende Effekte,sehr gute Darsteller/innen, packend und unterhaltsam - und endlich mal ein Film, der NICHT in N.Y. spielt !
Insgesamt 13 Kommentare. Alle anzeigen
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