Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster
Horror-Trash, USA 2002, 99 Minuten, ab 12
Originaltitel: Arac Attack - Eight Legged Freaks; Deutschlandstart: 15.08.2002 (Warner Bros); Regie: Ellory Elkayem; Produktion: Dean Devlin, Bruce Berman, Roland Emmerich; Drehbuch: Jesse Alexander, Ellory Elkayem; Musik: John Ottman; Kamera: John Bartley; Spezialeffekte: Carol Ashley; Ausstattung: Charles Breen; Schnitt: David J. Siegel;

mit David Arquette (Chris), Kari Wuhrer (Sam), Scott Terra (Mike), Scarlett Johansson (Ashley), Doug E. Doug (Harlan), Rick Overton (Deputy Pete), Leon Rippy (Wade), Matt Czuchry (Bret), Jay Arlen Jones (Leon), Eileen Ryan (Gladys)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Warner bros. de)
Trailer (Warner bros. de)

Was entsteht, wenn du exotische Spinnen mit hochtoxischen Umweltgiften würzt? - Eine deftige Mahlzeit… mit dir als Hauptgericht.

Plot: Das kleine Bergarbeiterstädtchen Prosperity ist nach dem Abbau der letzten Goldvorkommen finanziell am Ende, aber pfiffige Geschäftsleute haben längst eine neue Verwendungsmöglichkeit für die alten Stollen gefunden: Die Einlagerung von Giftmüll soll eine neue Zukunft für die Bewohner bringen.
Doch schon in der geheimen Testphase kommt es zu einem Unfall bei dem ein kleiner See mit Chemieplörre unbemerkt kontaminiert wird. Der Besitzer der nahegelegenen Spinnenfarm freut sich zunächst über das plötzliche, ungewöhnliche Wachstum seiner Züchtungen, bis es zum gewaltsamen Ausbruch des gesamten Bestandes kommt. Die immer noch wachsenden Arachnoiden flüchten in die alten Bergbaustollen unter dem Städtchen.
Der junge Spinnenfan Mike (Scott Terra) ahnt ziemlich schnell, was vor sich geht, als immer mehr Haustiere in der Stadt geheimnisvoll verschwinden, doch selbst seine alleinerziehende Mutter und Sheriff Sam (Kari Wuhrer) will ihm diese abstrus klingende Theorie nicht glauben.
Als dann innerhalb von Stunden die Situation eskaliert ergibt sich eine Abwehrschlacht, die selbst die kühnsten Hypothesen des paranoiden Ufogläubigen Harlan (Doug E.Doug) in den Schatten stellt...

Kritik: Die Idee zu Arac Attack geht auf die beiden langjährigen Weggefährten Dean Devlin und Roland Emmerich zurück. Da beide eine starke Affinität zu B-Movies der 50er und 60er Jahre haben (zu sehen in Emmerichs Godzilla, Independence Day oder Moon 44), bestand schon lange die Idee, durch einen neuen Film mit moderner Tricktechnik den klassischen Monsterfilm (z.B. Tarantula (1955)) wiederzubeleben. Als beide dann auf dem Filmfestival Telluride/Colorado 1998 den 13-minütigen Schwarzweißfilm Larger than Life des unbekannten neuseeländischen Regisseurs Ellory Elkayem zu sehen bekamen, in dem eine Riesenspinne Menschen durch Höhlen hetzt, war klar: Elkayem soll für sie einen Spielfilm über Monsterspinnen drehen, der den Stil der klassischen B-Movies aufgreift und durch moderne Tricktechnik umsetzt.
Herausgekommen ist bei diesem Experiment ein herrlicher, sinnfreier Spaßfilm, der wie eine Mischung aus Gremlins, Mars Attacks, Tarantula und Starship Troopers wirkt. Die Storyelemente sind klassisch, die Rahmenhandlung beschränkt sich auf das Notwendige, dafür gibt es einen wunderbar hohen Bodycount (Menschen und Arachnoiden) und wunderbar eklige Spinnentiere mit Sinn für kleine Späße. Die unheimliche Atmosphäre des Films wird aber weniger durch die Monstertiere, die durch ihre Größe einen Teil ihres arachnophoben Potenzials eingebüßt haben, sondern eher durch den in meinen Augen sehr gelungenen Score von John Ottman erzeugt.

Fazit: Ein schöner Spaßfilm für B-Movie Fans. Bierflaschen nicht vergessen! 7 von 10 Teile eines arachnoiden Exoskeletts

Olaf Scheel
02.08.2002

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1011 Stimmen
Schnitt: 5.2
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Günter Rauscher (20.09.05): Könnt ihr diesen Film bitte einmal ins TV bringen? Das würde mich sehr freuen.
Sebastian (24.08.02): Der Film ist als eine Hommage an die B-Movies gedacht und deshalb auch extra trashig im B-Movie-Stil gedreht. Somit will der Film auch nicht ernst genommen werden und ist mit Späßen angereichert. In soweit habe ich mich auch gut amüsiert und meinen Spaß gehabt. Allerdings fand ich, dass der Film fast gar keine spannende Atmosphäre hat, da die Gags und Szenen bisweilen selbst für ein B-Movie zu platt und albern sind und die Spinnen ihre Bedrohlichkeit fast gänzlich durch die Geräusche, die sie von sich geben, verlieren. Die quitschenden und piepsenden Spinnen sind einfach nur albern. Dieses Manko wird dadurch gekrönt, dass eine, der Spinnen doch tatsächlich piepsige "Aua"-Rufe von sich gibt, als sie hinter einem Auto hergezogen wird. Das ist einfach zu übertrieben doof und albern selbst für ein trashiges B-Movie. Ich denke, der Film hätte doch um einiges spannender gemacht sein müssen und er hätte auch mehr überraschende "Buh"-Effekte vertragen können. Trotz allen fühlte ich mich ganz gut unterhalten und habe mich über einige Anspielungen auf alte Filme gefreut. So gibt es noch 6 von 10 Frauen, die gerne im Bett frühstücken
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