Dogma

Komödie, USA 1999, 120 Minuten, ab 16
Originaltitel: Dogma; Deutschlandstart: 20.04.2000 (Kinowelt); Regie: Kevin Smith; Produktion: Scott Mosier; Drehbuch: Kevin Smith; Musik: Howard Shore; Kamera: Robert Yeoman; Spezialeffekte: Charlie Belardinelli; Ausstattung: Robert Holtzman; Schnitt: Kevin Smith, Scott Mosier; Kostüme: Abigail Murray

mit Ben Affleck (Bartleby), Matt Damon (Loki), Linda Fiorentino (Bethany), Salma Hayek (Serendipity), Jason Lee (Azrael), Alan Rickman (Metatron), Chris Rock (Rufus), Alanis Morissette (Gott)

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Plot: Die beiden gefallenen Engel Loki (Matt Damon) und Bartleby (Ben Affleck) wollen zurück in den Himmel. Und tatsächlich finden sie ein ein Schlupfloch in der göttlichen Gesetzgebung, die Feier zum 100ten Geburtstag einer Kirche in New Jersey. Diese ist nämlich mit einem Generalablass verbunden. Also machen sich Loki und Bartleby auf den Weg nach New Jersey.
Was die beiden nicht wissen: Wenn sie Ihr Vorhaben durchführen, bedeutet das das Ende der Existenz. Deswegen will der Himmel unter allen Umständen verhindern, dass Loki und Bartleby ihr Ziel erreichen. Die junge Bethany Sloan (Linda Fiorentino) wird von der Stimme Gottes (Alan Rickman) beauftragt, die beiden Engel zu finden und davon abzuhalten die Kirche zu betreten. Ihr stehen zwei "Propheten" Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith) zur Seite. Zu ihnen gesellt sich noch Rufus, der 13te Apostel (Chris Rock) der einige Fehler in der Bibel korrigieren will. Zu viert müssen sie nicht nur ihren göttlichen Auftrag erledigen, sondern sich auch noch mit einigen Dämonen herumschlagen.

Kritik: Dogma ist kein Film, der sich über den Glauben lustig macht. Vielmehr macht er sich über Interpretationen des alten und neuen Testamentes durch die Menschen und die Kirche lustig. So wird zum Beispiel ein 13ter Apostel eingefügt, der in der Geschichte fehlt weil er schwarz ist, und Gott vertreibt seine Zeit damit, Minigolf zu spielen. Ein wenig unverständlich ist die Gestalt des Golgathaners, des Scheißedämons. Er fügt sich nicht ganz so harmonisch in das Gesamtkonzept ein. Dogma enthält darüberhinaus noch eine Menge weiterer kritischer und trotzdem amüsanter Äußerungen zur biblischen Geschichte. Dazu kommt eine Menge flotter Sprüche und gute Situationskomik. Die Darstellung der Engel und der Dämonen entspricht ziemlich gut der Vorstellung, die man sich normalerweise von Engel und Dämonen macht.
Kevin Smith setzt in Dogma wenig Spezialeffekte ein. Die vorhandenen Effekte sind dafür sehr effektiv und tragen zur Atmosphäre des Films eine Menge bei. Durch die Kameraführung wird gut zwischen Actionszenen und reinen Komödienabschnitten unterschieden.
Die schauspielerische Leistung aller Beteiligten ist gut. Besonders witzig ist das dynamische Propheten Duo, dass ein bisschen an die beiden aus Waynes World erinnert. Alan Rickman als Metatron und Kevin Smith als Silent Bob haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Fazit: Dogma ist eine Actionkomödie mit hohem Spaßfaktor. 8 von 10 Kumpel Jesus Statuen

Michael Kröger
24.04.2000

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Mieserabel8%
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Naja geht so7%
War okay9%
Gut8%
Sehr gut8%
Absolut hervorragend12%
Bester Film aller Zeiten10%

803 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Marina (20.03.06): Dogma ist voll cool !!!! Ich liebe Loki und Bartleby !!!!
Cora (25.06.04): Einfach klasse der Film!!!!!!!
romina und anna (09.12.03): wir fanden den film zwar etwas hohl aber er war ziemlich gut und lustig
MrTurtle (17.08.01): Sorry, tuennes, bin diesmal anderer Meinung! Fand die Frage, ob Gott wirklich son kerl der Minigolf spielt sehr interessant, ick mag es, wenn es Biblisch wird! Alles gemixt mit ner portion Humor (Meine alte Religionslehrerin möge mir verzeihen!) hat der Film mich bei der Stange halten können, ohne große Hänger zu haben! 7 von 10 Mattatrons von Mua!
Nelly: Coole Sprüche, starke Hauptdarsteller, und eine Story die,wenn auch manchmal ein wenig platt, die Kirche und die ganze Glaubensdogmatik geschickt und ohne an den Haaren herbeigezogene Übertreibungen auf die Schüppe nimmt.Dogma hat mir sehr gut gefallen und ich kann den Fürsprechern auf dieser page nur zustimmen- erste Sahne;-) Alle die Matt und Ben süß finden und denen die , zum Teil echt derben Sprüche von Jay nix ausmachen kann ich den Film nur wärmstens empfehlen. Vor allem die Version der "wahren Bibelgeschichte", die Rufus hier präsentiert, leuchtet im Nachhinein doch echt ein,oder? Eine Art Alternativ-Bibelstory, die vielleicht sogar aufschlußreicher ist als die bestehende. Oder hat einer von Euch eine bessere Erklärung dafür , das zwischen Jesus Geburt und seinem nächsten Auftritt die entscheidenden "Teenagerjahre" fehlen ???
Rafael: Der Film ist spitze. Und mit Abstand zu anderen einer der besten, die ich je gesehen habe. Wer sich von Zeit zu Zeit mit Glauben, dem Glauben der breiten Masse, den Simpsons und Philosophie beschäftigt - dem muß der Film einfach gefallen. Es wurde schon erwähnt, daß der Film an "Brian" erinnert, das stimmt in der Tat, vermischt mit typischem Simpsons-Humor. Wie sehr (vermeintlich) abgedroschene Themen kraftvoll Leben bekommen und sich selbst ad absurdum führen, ist klasse. Nicht zuletzt der Höhepunkt des Films, die Antwort auf die Frage: "Warum sind wir alle hier?" ist einsame spitze. Ist der Film ernst, oder spaßig, oder spielt er mit dem Ernst? Nimmt er sich überhaupt selbst ernst? Egal, denn die Anstöße zum Denken sind eh' das wichtigste. 10/10
sven: ich konnte dem film leider nicht soviel abgewinnen,denn über einige szenen wirklich lachen zu können ,muß man sich wohl einigermaßen im katholizismus auskennen/erzogen worden sein,ansonsten ist kaum zu erkennen ist,welche stelle ironisch sein soll(o.k.das scheißemonster mal ausgenommen). da mir das was die kirche mir versucht hier in PB einzutrichtern aber schon ausreicht , um den christlichen glauben aufzuziehen, kann ich den film jeden alteingesessenen paderborner nur emfpehlen! hier ist er an der richtigen adresse !
Octoate: Naja, war eine Durchschnittsnummer. Streckenweise mal ein Witz, dann aber wieder tierisch langweilig und oede. Mir haette der Film im Fernsehen gereicht und dann auch nur, wenn nichts besseres gekommen waere. Ich frage mich nur, warum der hier in Paderborn nicht zensiert worden ist (in Sachen Glauben und so ;-). 5 von 10 moechtegern Witzen
Jonas: Ich glaube, ich war in meinem Leben noch nie in einem so langweiligen und schlechten Film! Dieser Film ist weder witzig noch intelligent sondern nur noch blöd und gewaltverherrlichend. (Ich erinnere nur an das "Scheißmonster") Der Plot hätte es durchaus zugelassen dem Thema Katholizismus und Christentum mit niveauvollen Humor zu begegnen, aber Engel und Apostel die nur an Saufen und Sex denken sind weder lustig noch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Chritentum. Erschrecken wieviele Kinogänger und Kritiker diesem Film etwas abgewinnen können!
Gero Zahn: Der Film ist herrlich respektlos, vergleichbar mit Fred Dengers "Der große Boß" (ISBN 3-8218-0100-X) oder auch "Das Leben des Brian". Nichtsdestotrotz ist "Brian" eher klamaukig und geht in Richtung "Flying Circus". "Dogma" dagegen ist wirklich eher eine Neuerzählung wie "Der große Boß". Dabei wird an einigen Grundmauern des Katholozismus gewackelt -- aber eben letztlich dann doch nich wirklich respektlos sondern eher ironisch bis zynisch. Ich kann mir gut vorstellen, dass irgendeine Partei von bibeltreuen Christen den Film am liebsten im Höllenfeuer sähe. Aber jeder, der sich bereits kritisch mit Bibel befaßt hat und dazu noch ueber sich und seinen Glauben lachen kann, wird zwei überaus vergnügliche Stunden im Kino verleben.
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