23 - Nichts ist so wie es scheint

Thriller, Deutschland 1999, 99 Minuten, ab 12
Originaltitel: 23; Regie: Hans-Christian Schmid; Produktion: Claussen+Wöbke Filmproduktion; Drehbuch: Hans-Christian Schmid, Michael Gutmann; Musik: Norbert Jürgen Schneider; Kamera: Klaus Eichhammer; Ausstattung: Ingrid Henn; Schnitt: Hansjörg Weißbrich
mit August Diehl (Karl Koch), Fabian Busch (David), Dieter Landuris (Pepe), Jan Gregor Kemp (Lupo), Stephan Kampwirth (Maiwald), Zbigniew Zamachowski (Sergej), Peter Fitz (Brückner), Burghart Klaussner (Weber), Lilly Tschörtner (Beate), Patrick Joswig (Alex)
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Plot: Deutschland, 1986: Wackersdorf, Aufrüstung, atomare Bedrohung. Der 19jährige Karl Koch (August Diehl) wächst in einer Umgebung auf, die er zunehmend als Bedrohung empfindet. Weniger kompliziert und beunruhigend erscheint ihm die Welt der Computer und Datennetze. Zusammen mit seinem Freund David (Fabian Busch) beginnt er, in Großrechner einzudringen und Informationen zu stehlen. Nach Meinung der beiden jugendlichen Hacker bedeutet Wissen Macht und kann unter Umständen den Atomkrieg verhindern. Aus diesem Grund verkaufen sie ihre Erkenntnisse an den KGB. Doch damit haben sie sich auf ein Spiel eingelassen, das ein paar Nummern zu groß für sie ist.
Vor allem Karl flüchtet sich immer mehr in eine Scheinwelt. Er ist davon überzeugt, daß die Welt von den Illuminaten, einer Geheimloge, beherrscht wird. Diese Paranoia wird durch unkontrollierten Drogenkonsum verstärkt, bis er die Kontrolle über die Ereignisse ganz verliert.

Kritik!? Das Leben schreibt eben doch die besten Geschichten. Somit mußte Hans-Christian Schmid für sein Filmdebüt nicht viel an der Lebensgeschichte des Karl Koch verändern um eine faszinierende Erzählung zu schaffen.

Der Film spielt in einer Zeit, wo alle Telefone noch gleich aussahen und die Schulatlanten noch die richtigen Staatsgrenzen anzeigten. Die Nostalgiker unter den Computerliebhabern kommen dabei beim Anblick von C64 und Akustikkopplern voll auf ihre Kosten.
Die Welt der Computer und Verschwörungstheorien bietet dabei aber nur den Rahmen für die Charakterstudie einer gestörten Persönlichkeit, die in die Konfrontation der beiden Weltmächte hineingezogen wird.
Als Hackbard Celine versucht Karl die atomare Katastrophe zu verhindern und die Macht der Illuminaten zu zerstören. Der von August Diehl hervorragend dargestellte Hacker merkt dabei nicht, daß er sich immer mehr in eine schizoide Wahnvorstellung rund um die Zahl 23 hineinsteigert.
Aber vielleicht hatte er ja doch Recht:
Meine Hausnummer ist die Fünf, die Quersumme von 23. Die Analyse meines Mineralwassers ist am 23.04.86 durchgeführt worden. Um meinen Computer stehen 23 dreckige Geschirrstücke. Und welches Datum haben wir heute? Langsam bekomme ich Angst...

Fazit: Nun auch aus Deutschland: Filme über Verschwörungstheorien. Nicht so bombastisch, dafür aber glaubwürdiger. 8 von 10 Fnord!

Olaf Scheel
23.01.99

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264 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Tr3Xx (31.05.04): = 23 .. verfolgt man mal die reale geschichtliche Entwicklung dessen was wir heute unsere Zivilisation nennen, kann man mehr oder weniger gute bzw. schlechte Splittergruppen in jeder Epoche finden. Was wäre wenn alles von "Irgendjemand" gelenkt werden würde? Was wäre wenn es einen Geheimbund wirklich gäbe? - Würde das tatsächlich irgendetwas ändern? Aktuell werden wir auch von Leuten gelenkt, auf die keiner von uns Einfluss hat. Demokratie ist dabei nur der Begriff zu wissen das man nicht bestimmen kann was man bestimmen sollte. Der Unterschied ist die Masse die Hinter diesen Anführern stehen. Kritische Fragen und Ungereimtheiten sind verpönt, da uns ja klar gemacht wird, dass "nicht sein kann was nicht sein darf". Schon erstaunlich:. 11+9+2+1 Zufall - Schicksaal - Resultat Vielleicht dürfen wir alt genug werden einmal zu erfahren ob 11+9+2+1 nun wirklich irgendetwas aussagt. ~eher wahrscheinlich ist doch das dies nur eine fiktive Leichtsinnserklärung für das wäre, was schon vor Dutzenden von Dekaden seinen lauf genommen hat und heute nur noch schwer zu entwirren ist. Information ist nicht nur Macht, sie kann auch sehr schnell zur Waffe werden. Was uns dagegen schützt ist das eigene Wissen und das Vertrauen in die Vernunft der Menschheit. .. mfG
hacker (30.03.04): naja da film is einiger massen gut und die muke ziehmlich am anfang is geil aber die hintergründe die einen film ausdrücken fehlen fast ganz naja cu hacker
soong (12.12.03): Gab es wirklich dieses Buch? Oder wurde es extra für den Film erfunden? Wo kann man es herkriegen? Ist es ein Sci-Fi-Roman?
Kill Lee (26.05.03): Phate sache das die Alle im Film so gekifft haben. Aber ich mal irgendwo gelesen das Karl Koch nichts mit Koks zutun hatte. Ach ja zur Zahl 23 kann ich nur sagen Mohammen (sav) war 23 jahre lang Prophet und vielleicht ist das ja auch ein Zeichen oder so. Das Wort Illuminatus bedeutet erleuchterter im Koran heist der 23 Kapitel der Gleubige hat doch bestimmt was miternander zutun Oder?
Rebekka (05.03.03): Ich fînde den sehr interesant und gut gemacht! Der Film hat mich auch gefühlsmässig sehr angesprochen!
Greenello (24.02.03): Den Film fand ich ganz gut aber Karl Koch war doch noch im Knast und hatte doch dieses Buch geschrieben übers Hacken. Ein Kumple von mir hatte den Orginal Druck davon. Alsoglaube ich das es nicht seine Leiche war die verkohlt im wagen lag
DBS Sonic-MMX2k (18.02.03): Es ist eine zahl, wie jede andere - oder nicht? Es gibt viele anhaltspunkte, die auf Geheimbünde hinweisen. Es kommt nur darauf an, ob man sie wahr nimmt. Es kommt darauf an, ob man sie sieht und akzeptiert, ängstlich ist, sich dafür interessiert oder dagegen kämpft. Ich für meine wenigkeit interessiere mich dafür, bin fasziniert, bin aber nicht paranoid! Der Film 23 stimmt michnachdenklich ich finde ihn sehr gut. Er ist aus dem Leben gegriffen und animiert einen dazu akzeptierte Dinge zu hinterfragen, und noch einmal zu überdenken. Es gibt zb ein interressantes Buch über Verschwöringstheorien über den 11.09.2001 das kann ich empfehlen (Infos unter: www.zweitausendeins.de). Es ist kein zufall, das auch die Illuminaten angesprochen werden. Sonic2k
John Doe (11.05.02): Der 11. Tag des 9. Monats im 1. Jahr des 2. Jahrtausends, leider nur im Gregorianischen Kalendersystem;) Die Islamis haben ja ihr eigenes Kalendersystem!!! Naja Geheimdienste gibt es und lustige Abhörschaltungen hab ich auch schon genug "gesehen". Illuminatus und 23 muß man vielleicht in diesen Kontext übersetzen. Daneben find ich es schon merkwürdig, dass ein Busch genau den Krieg bekommt, den er haben will und das ausgerechnet das Pentagon dabei auch auf seine Kosten kommten (Generalinventur, neue Ausländsaufträge und diverse lästige Mitarbeiter hatten da auch ihre Gelegenheit bei draufzugehen...) und niemand wird je- mals in Erwägung ziehen können, dass das p. daran beteiligt war. Daneben ist zu bedenken, dass es eine alte medien- strategie des CIA ist bestimmte events dadurch zu verschleiern, dass sie mystische Sachen in die Welt setzen (die Menschen sind doch so schön abergläubisch!) und das nicht erst seit Philadelphia, diversen Experimenten der Höhenaufklärung und, und und, und ..., wo es dann plötzlich heißt das dieser oder jener Ausserirdische gesehen hat, oder Zeitreisende, durch die Gegend laufen, oder eben Illuminaten die Welt beherrschen. Dadurch erscheint es dann so als ob das event nie stattgefunden hat, weil es schlichtweg fest mit unsinnigen Augenzeugenberichten verbunden ist, die eh keiner glaubt. Kurz: guter Film; den inhaltlichen Kontext sollten man aber wirklich etwas ernster analysieren.
Lexi (01.02.02): Letzendlich läuft doch alles darauf hinaus, dass wir bald alle gläserne Menschen sind dank dem Computer+ Internet und Co.. Der Film zeigt uns doch nur was wir alle nicht wahrhaben woolen aber es wird sich nicht aufhalten lassen. von daher finde ich den Film extrem gelungen und wer weiß, vielleicht gibt es diesen Geheimbund, der die politische und wirtschaftliche Macht an sich reizen will wirklich. Man kann es nicht beweisen, aber auch nicht wiederlegen. In dem Sinne noch viele ruhige Tage!
Hackbard Celine (22.10.01): Also der Film Hat was. Gerade wenn man über die Zeit nachdenkt und uns jetzt anschaut. jeder 2te hat einen rechner jeder 3te Internet und es nimmt kein Ende Computer bestimmen unser Leben und das mit jedem Tag mehr. mfg Hackbard Celine
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