Absolute Power


Thriller, USA 1997, 121 min, ab 12
OT: Absolute Power, R: Clint Eastwood
mit Clint Eastwood (Luther Whitney), Gene Hackman (Präsident Alan Richmond), Ed Harris (Seth Frank), Laura Linney (Kate Whitney), Judy Davis (Gloria Russell), Scott Glenn (Bill Burton), Dennis Haysbert (Tim Collin), E.G. Marshall (Walter Sullivan), Melora Hardin (Christy Sullivan), Kenneth Welsh (Sandy Lord).
Eintrag in der Cardiff Filmdatenbank
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Zum Inhalt: Der Meisterdieb Luther Whitney bricht in die Villa des Grossindustriellen und Multimillionärs Walter Sullivan ein. Unerwartet taucht die Gattin Sullivans mit ihrem Liebhaber
- kein geringerer als der Präsident der Vereinigten Staaten - in der Villa auf.

Von seinem Versteck aus wird Luther Zeuge einer versuchten Vergewaltigung und der Ermordung von Christy Sullivan durch Beamte des Secret Service. Luther kann unerkannt entkommen und versucht so schnell wie möglich das Land zu verlassen.
Als jedoch der Präsident den selbstverschuldeten Tod der Frau seines größten Förderers Sullivan auch noch für eine eigennützige PR-Kampagne nutzt kehrt er um und versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen Luther, dem Präsidenten und seiner skrupellosen Beraterin, der Polizei und dem Secret Service.

Kritik!? Genau wie schon bei Unforgiven (Erbarmungslos) ist auch bei Absolute Power die typische Handschrift Eastwoods zu erkennen: Ein einsamer alternder Verbrecher gerät bei seinem letzten Coup zwischen die Mühlsteine des Gesetzes und muss allein gegen alle für die Gerechtigkeit kämpfen. Im Verlaufe wird klar, dass das Streben nach Gerechtigkeit sinnlos ist und in einem letzten Showdown zerstört der Gerechte das Böse - und hat so trotz seines Strebens nach Gerechtigkeit Blut an den Händen. So dreht der alte Kämpfer sich in einem Teufelskreis aus dem er sich nicht befreien kann. Der Held bleibt der ewige Verlierer der er sein Leben lang war.

War diese düstere Grundstimmung bei Unforgiven noch in fast jeder Szene und Einstellung zu spüren, so überrascht Absolute Power durch die Leichtigkeit der Inszenierung, die Teils bis zum skuril humorigen reicht. Dennoch liegt in jeder Sekunde eine subtile Spannung über dem Geschehen, welche den Zuschauer jederzeit gebannt hält. Kamerafahrten und -einstellungen sind von Eastwoods Hang zur klassisch-altmodischen Inszenierung geprägt und setzen sich wohltuend von der hektisch-lauten Videoschnittkultur moderner Thriller ab.

Der Film endet in einem biblisch angehauchtem Auge um Auge Finale - was vielleicht die einzige Schwäche des des Films ist, da Eastwood scheinbar seinen persönlichen, unversöhnlichen Hang zur biblischen Gerechtigkeit Ausdruck verleiht.
Fazit: Absolute Power ist ein hochspannender und gut inszenierter Thriller der in allen Punkten (insbesondere bei den schauspielerischen Leistungen) überzeugt. Absolut sehenswert. 80%

(corona)

Stephan Ilaender

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764 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


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