Burlesque
Musical, USA 2010, 118 Minuten, ab 6
Originaltitel: Burlesque; Deutschlandstart: 06.01.2011 (Sony Pictures); Regie:Steve Antin; Produktion: Bojan Bazelli, Dana Belcastro u.a.; Drehbuch: Steve Antin; Musik: Christophe Beck; Kamera: Bojan Bazelli; Schnitt: Virginia Katz

mit Cher (Tess), Christina Aguilera (Ali), Eric Dane (Marcus), Cam Gigandet (Jack), Julianne Hough (Georgia), Alan Cumming (Alexis), Peter Gallagher (Vince), Kristen Bell (Nikki), Stanley Tucci (Sean), Dianna Agron (Natalie), Glynn Turman (Harold Saint), David Walton (Mark der DJ), Terrence Jenkins (Dave), Chelsea Traille (Coco), Tanee McCall (Scarlett) u.a.

Filmplakat
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Offizielle Website (Sony Pictures )
Trailer ()
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Ali Rose folgt ihren Träumen nach Los Angeles.
Ali und der Barmann Jack kommen sich näher. Tess zeigt ihrer neuen Tänzerin, wie man sich für die Bühne schminkt. Ali ist der neue Star der burlesken Bühnenshow.

Hallo, sind Sie Tess? - Und du bist in meinem Spiegel, weil? - Oh, 'tschuldigung. Ich bin 'ne Freundin von Jack und ich bin auf der Suche nach 'nem Job. - Ach ja? Wo hast du getanzt? - Zuhause meistens. ... Aber ich bin gut. - Ali Rose möchte unbedingt einen Job im Burlesque-Club.

Plot: Ali Rose (Christina Aguilera) ist Kellnerin in einem ländlichen Kaff und möchte unbedingt Karriere als Tänzerin in Los Angeles machen. In Los Angeles angekommen bewirbt sie sich zahlreich, hat aber keinen Erfolg. Erst als sie zufällig in die Show-Revue-Bar „Burlesque“ gerät, ist ihr das Glück hold. Zwar fängt sie zunächst mit Hilfe von Barkeeper Jack (Cam Gigandet) als Kellnerin an, kann sich aber auf Grund ihrer Dickköpfigkeit durchsetzen und bekommt schließlich von der Besitzerin Tess (Cher) die Chance, auf der Bühne zu stehen und bei der Show mit zu tanzen. Das gefällt Nikki (Kristen Bell), dem eigentlichen Star der Show, gar nicht und sie intrigiert gegen Ali. Dazu kommt noch, dass das „Burlesque“ wegen hoher Schulden von Schließung und Verkauf bedroht ist. Wird Alis Traum ein Star zu werden trotzdem noch wahr?

Kritik: Fast jedes Jahr kommen ein oder zwei Musicalfilme ins Kino. Meist heiße Kandidaten für die Kategorie „Bester Film - Komödie/Musical“ bei den Golden Globes. So ist auch Burlesque für diese Sparte wieder nominiert. Aber verdient er den Preis?
Wenn es nur nach dem Gesang gehen würde, mit Sicherheit. Aber ansonsten ist der Film von Regieneuling Steven Antin, der auch am Drehbuch beteiligt war, durchschnittliche Musikfilmkost.
Burlesque strotzt nur so von bekannten und schon zu oft bemühten Klischees. Die Story ist sonst seicht und einfallslos, aber sie reicht trotzdem für kurzweilige zweistündige Unterhaltung.

Im Grunde ist Burlesque ein Frauenfilm, der von den Wunschträumen und den Leidenschaften verschiedener Frauen handelt. Die Männer sind hier nur schmückendes Beiwerk.
Sehr schön ist es, endlich mal wieder Cher in einem Film zu sehen. Wobei es sowohl erstaunlich als auch traurig ist, wie bei einer ehemaligen Oscarpreisträgerin für die beste schauspielerische Leistung mittlerweile oberhalb der Mundwinkel keine Mimik mehr vorhanden ist. Dafür ist ihre Stimme nach wie vor einfach toll. Der richtige stimmliche Brüller des Films ist allerdings Christina Aguilera. Man kann sie mögen oder nicht. Gesanglich ist die Frau einfach bombastisch. Mit der schauspielerischen Komponente ist es nicht ganz so, aber sie ist passabel genug. Außerdem ist es für sie, wie bei den anderen Frauen im Film, ja hauptsächlich, einfach nur gut auszusehen. So bekommen die Männer, die sich den Film anschauen, wenigstens tolle optische Reize, wenn die Handlung auch nicht unbedingt interessant für sie ist. Für den optischen Genuss bei den Frauen sorgen Eric Dane (Grey's Anatomy) und Cam Gigandet (Twilight).
Die Songs sind durchweg gelungen, wenn auch nicht wie gewöhnlich bei Musicals auf die Handlung bezogen und in sie eingewoben, sondern mehr als Einzelauftritte auf die Showbühne verlegt.
Insgesamt ist der Film weder ein Schuss in den Ofen noch ein Highlight geworden. Wer die beiden Protagonistinnen mag, wird sicher auch auf seine Kosten kommen. Alle anderen sollten sich einfach berieseln lassen und die Musik genießen. Wobei dazu auch die DVD-Auswertung reichen dürfte.

Fazit: Burlesque ist ein seichter Musicalfilm über Frauen, Liebe, Leidenschaft und Stutenbissigkeit. Für alle, die auf Christina Aguilera, Cher oder Musikfilme stehen, durchaus sehenswert. Für den Rest nicht unbedingt zu empfehlen. 6 von 10 Tanzauftritten.

Sebastian Schwarz
09.01.2011

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Schnitt: 5
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