Wolfman
Horror / Thriller, Großbritannien / USA 2010, 102 Minuten, ab 16
Originaltitel: The Wolfman; Deutschlandstart: 12.02.2010 (Universal Pictures); Regie: Joe Johnston; Produktion: Sean Daniel, Benicio Del Toro u.a.; Drehbuch: Andrew Kevin Walker, David Self; Musik: Danny Elfman; Kamera: Shelly Johnson; Schnitt: Walter Murch, Dennis Virkler, Mark Goldblatt

mit Simon Merrells (Ben Talbot), Gemma Whelan (Gwens Zofe), Emily Blunt (Gwen Conliffe), Benicio Del Toro (Lawrence Talbot), Mario Marin-Borquez (Der junge Lawrence), Asa Butterfield (Der junge Ben), Cristina Contes (Solana Talbot), Anthony Hopkins (Sir John Talbot), Art Malik (Singh) u.a.

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Geh hinaus. Töte oder werde getötet! - Sir John Talbot.

Plot: England, Blackmoor 1891, die junge Gwen Conliffe (Emily Blunt) bittet Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) den Bruder ihres Mannes, dessen Verschwinden aufzuklären. Als Lawrence in Blackmoor eintrifft, ist die fürchterlich entstellte Leiche seines Bruders bereits gefunden worden. Lawrence Vater John Talbot (Anthony Hopkins) nimmt seinen Sohn verhalten in seinem Haus auf. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist gestört, seit dieser als Kind die tote Mutter in den Armen des Vaters fand. Lawrence macht sich auf die Suche nach dem Mörder seines Bruders und stößt dabei auf dunkle Geheimnisse innerhalb der Familie. Als er von der mörderischen Bestie gebissen wird, die seinen Bruder getötet hat, nimmt das Unheil seinen Lauf...

Kritik: Wolfman ist sicherlich die duzendste Verfilmung der klassischen Werwolfgeschichte. Zeitlich angesiedelt im 19. Jahrhundert verbreitet der Film auch den düsteren Flair der Dekade. Der Film richtet sich weitgehend nach der alten Geschichte und verknüpft die Motive Rache, Liebe, Verrat und Mordlust geschickt miteinander. Die Schockeffekte sind wohl gesetzt und wirkungsvoll. Die Splattereffekte sind reichlich, es fliegen Arme, Beine, Köpfe und auch Innereien durch die Gegend.
Was die Wandlung vom Menschen zum Werwolf angeht, so bleibt die Bestie in menschlicher Gestalt, man kann den Charakter hinter der Maske erkennen. Die Bestie trägt zerfetzte Kleidung und bewegt sich hauptsächlich auf zwei Beinen fort.

Ich fand das okay, so stelle ich mir dann auch einen Werwolf vor. Ich war froh darüber, dass mal ausnahmsweise mit dem Computer gespart wurde und die Bestie kein Tier wird, sondern eben menschliche Züge beibehält. So hat auch das Leitmotiv des Films Sinn: „Wo hört der Mensch auf und wo fängt die Bestie an?“
Benicio Del Toro spielt den Lawrence introvertiert, ja fast zurückhaltend und wenn er zur Bestie wird, scheint es als würden alle bis dato unterdrückten Gefühle aus ihm herausbrechen. Der Film zeigt auch, dass Bestie nicht gleich Bestie ist und dass manch ein Mann als Mensch mehr Bestie ist als Lawrence es als Werwolf je sein wird. <SPOILER>Anthony Hopkins als Lawrence Vater ist einem von Beginn an unsympathisch. So entpuppt er sich auch im Laufe des Films als eine Art Hannibal Lector im Werwolfkostüm und man stellt einmal mehr fest, dass man sich seine Familie leider nicht aussuchen kann. </SPOILER>
Wolfman
lässt die Bestie nicht in den Vordergrund treten, sondern zeigt auch die Qualen des Menschen hinter der Bestie, der um Erlösung ersucht und das macht, meiner Meinung nach, den Film sehenswert.

Fazit: Wolfman ist kein Film für den verwöhnten Computer-Effekte-Junkie sondern eher für die Nostalgiker unter den Horrorfans. Gut gespielt, gute Schockeffekte, tolle Atmosphäre. Ich gebe 8 von 10 Wölfe, die den Mond anheulen!

Sandra Plich
21.02.2010

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593 Stimmen
Schnitt: 5.4
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
r2d2 (03.03.10): Hätte ich vorher Sandra's hohe Bewertung gesehen, wäre der Film durch diesen Kontra-Indikator gar nicht in die engere Auswahl gekommen. So habe ich den Film leider doch gesehen und bin eingeschlafen. Passiert mir bei diesem Genre selten. Da ich immer wieder geweckt wurde gebe ich 4 von 10 Tunker ins Eiswasser.
Zak McKracken (02.03.10): @Bluti Du kannst jetzt den vorigen Kommentar ins lächerliche ziehen, was die dortige Meinung deiner jetzt auch nicht anpassen wird.
Bluti (25.02.10): Der Film erfindet das Genre jetzt nicht neu, unterhält aber dafür großartig. Für mich stimmte alles, die Anspielungen, die Dramatik, die Gore-Intensität, die Stimmung insgesamt. Langweilig wirds zu keinem Zeitpunkt, dennoch wahrlich an vielen Stellen nichts für zarte Gemüter. Ich kann für Freunde des Genres eine absolute Empfehlung aussprechen, weil mir so gut wie nicht einfällt, was ich hier kritisieren könnte. PS @ Zak: Wie vorhersehbar? Das war doch weder als Miträtselfilm angelegt noch wars ein M Night Shyamalan-Film. Warst du auch enttäuscht, als du nach 10 Minuten Spielzeit absehen konntest, dass Clownfisch Marlin seinen Sohn Nemo wiederfinden würde?
Zak McKracken (24.02.10): Viel Symbolik und viele Metaphern, aber leider fehlte der gewisse Zauber, der einen guten Film dieses Genres aus. Das mag unter anderem daran liegen, dass die beiden Hauptdarsteller Hopkins und Del Torro unter dem gespielt haben, was sie können. Leider war auch vieles vorhersehbar(da hätte ich vielleicht auch den Trailer nicht sehen dürfen). Ich fand jetzt nichts was extrem schlecht war aber eine Glanzleistung ist dieser Film auch nicht. Daher 6 von 10 herrenlose Hände mit Revolver.
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