[REC]
Horror, Spanien 2007, 85 Minuten, ab 18
Originaltitel: [REC]; Deutschlandstart: 08.05.2008 (3L); Regie: Jaume Balagueró, Paco Plaza; Produktion: Carlos Fernández, Julio Fernández u.a.; Drehbuch: Jaume Balagueró, Luis Berdejo, Paco Plaza; Kamera: Pablo Rosso; Schnitt: David Gallart

mit Javier Botet (Niña medeiros), Manuel Bronchud (Abuelo), Martha Carbonell (Sra. Izquierdo), Claudia Font (Jennifer), Vicente Gil (Policía), Maria Lanau, Carlos Lasarte, María Teresa Ortega (Abuela), Pablo Rosso (Marcos), Jorge Serrano (Sergio), Ferran Terraza (Manu), Manuela Velasco (Ángela), David Vert (Álex), Carlos Vicente (Guillem) u.a.

Filmplakat
Internet Movie Database ()
Offizielle Website (3L )
Teaser Trailer (YouTube )
Szenenbild 1 Szenenbild 2 Szenenbild 3 Szenenbild 4

Plot: Die Reporterin Angela (Manuela Velasco) dreht zusammen mit ihrem Kameramann eine Reportage über eine Feuerwehrwache in Barcelona. Eines Nachts wird die Feuerwehr zu einem Einsatz in ein altes Wohnhaus gerufen, beim dem auch das Reporterteam dabei sein darf. Auf dem ersten Blick verspricht der Einsatz nicht wirklich ereignisreich zu werden, da sich wohl eine verwirrte Frau nur eingeschlossen hat. Doch als die Feuerwehrmänner am Ort des Geschehens sind, ist der Fall nicht mehr so einfach, denn die Frau, die sie vorfinden, stellt sich als ziemlich aggressiv heraus und ist blutverschmiert. Als die Frau dann auch noch jemanden anfällt und beißt, will man weitere Hilfe holen. Doch als die Einsatztruppe samt Polizeileuten, Reporterteam und Hausbewohnern das Haus verlassen wollen, ist es von außen abgeriegelt worden und keiner darf mehr hinaus. Gefangen im Haus greift dann langsam die Panik um sich, als sich herausstellt, dass die Frau aus der Wohnung nicht die einzige ist, die sich in eine blutrünstige, irre Bestie verwandelt hat. Der Überlebenskampf beginnt und die Kamera ist immer dabei...

Kritik: [REC] ist ein Horrorfilm aus Spanien, der auf diversen Festivals schon einige Preise einheimsen konnte, darunter auch viele Publikumspreise. Außerdem ist er ein großer Erfolg an den spanischen Kinokassen gewesen und ein US-Remake ist schon in der Mache. Der Film hat also schon jede Menge Vorschusslorbeeren.
Ohne zu wissen, worum es geht, habe ich den Film in einer besonderen deutschen Testvorführung gesehen, bei der auch mit restlichtverstärkender Kamera Aufnahmen der Publikumsreaktionen gemacht wurden, um diese ggf. für einen Kinotrailer zu verwenden (Stand der Info beim Schreiben der Kritik!)
Nach Ende des Films hab ich mich nur zwei Dinge gefragt: Hab ich einen anderen Film gesehen als das spanische Publikum und wie will der Verleih die Publikumsaufnahmen für einen Horrorfilm-Trailer verwenden, ohne die ganzen Lacher über die eigentlich nicht lustig gemeinten Stellen im Film drin zu haben?
[REC] ist einfach ein schlechter Horrorfilm! Ein kruder Mix aus Blair Witch Project, 28 Days Later, beliebigen Zombie- und „10 kleine Negerlein“-Horrorfilmen. Er bietet nichts Neues und setzt Altbekanntes auf unspannende und eher nervende Art neu zusammen. Dabei sind zwar ein paar gute Ansätze zu erkennen, die aber vom Gesamteindruck zu Nichte gemacht werden.

Das größte Problem des Films ist, dass er einen nach einer gewissen Zeit nur noch nervt. Das ergibt sich zum einen aus der bei mir seit Cloverfield verhassten Wackelkamera, die den ganzen Film bestimmt und einem auf Dauer tierisch auf den Senkel geht. Das ganze bringt zwar Schwung, Tempo und Realitätsnähe in den Film, stößt aber in dieser Geballtheit nur ab und wirkt mittlerweile sowieso nur noch inflationär, da sie bei zu vielen Filmen eingesetzt wird. Bei Blair Witch Project fand ich die Wackelkamera noch originell und überhaupt nicht nervend. Der Film hatte mich voll in den Bann gezogen, was bei [REC] aber überhaupt nicht der Fall war.
Das hat aber noch einen anderen Grund und der ist, dass einem die Protagonisten im Grunde total egal sind. Man wird nicht richtig mit ihnen warm. Besonders die Reporterin, die ja eigentlich ganz schnuckelig aussieht, wirkt mit ihrem ganzen Gekreische und ihrem Gehabe einfach nur nervend. Das mag zum Teil vielleicht auch an der Synchronisation liegen, gilt für die anderen Darsteller aber auch. Und nichts ist schlimmer bei einem Horrorfilm, als wenn dem Zuschauer egal ist, ob die Darsteller überleben oder drauf gehen. Von daher funktioniert auch das eigentlich stilistisch gut gemachte Finale des Films überhaupt nicht und lässt einen eher kalt, als dass man mitfiebert.
Auch ist der Film im Ganzen nicht wirklich erschreckend und Angst einflößend. Gut, es gibt ein paar ganz passable „Buh“-Effekte, die aber nahezu alle schon vorhersehbar sind und deshalb nur wenig wirken. Ekel-Momente kommen zwar vor, halten sich aber auch in Grenzen. Getoppt wird alles von teilweise dummen Dialogen, Logikfehlern und einer völlig an den Haaren herbeigezogenen, dämlichen Auflösung.
Der Film hatte im Grunde nur drei positive Eigenschaften: Er war kurz, hatte eine meiner Meinung nach schnuckelige Hauptdarstellerin und ein paar gute stilistische Ansätze! Ansonsten schlecht und überflüssig!
Wie gesagt, ich frage mich echt, ob das spanische Publikum einen anderen Film als ich gesehen hat?

Fazit: [REC] ist ein schlechter und weitgehend unspannender spanischer Horrorfilm, der altbekannte Versatzstücke neu zusammensetzt. Überflüssig und blöd! Die Wackelkamera sowie die Protagonisten nerven und somit entsteht nie wirklich eine panische Atmosphäre. Aber da ich mich manchmal schon etwas erschrocken habe und der Film auch hier und da gute Ansätze hatte, gibt es von mir dann doch noch 3 von 10 herabfallenden Feuerwehrmännern!

Sebastian Schwarz
24.03.2008


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Mieserabel10%
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Hatte leichte Schwächen8%
Naja geht so8%
War okay9%
Gut11%
Sehr gut9%
Absolut hervorragend7%
Bester Film aller Zeiten9%

814 Stimmen
Schnitt: 5.1
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Anonymus (14.12.08): @ Sebastian Schwarz: Ja, das Publikum scheint im Gegensatz zu dir einen anderen Film gesehen zu haben (warst du vielleicht 3/4 des Films auf Toilette?). Entschuldige bitte die harte Ausdrucksweise, aber wenn du diese Art von Filmen wie Cloverfield oder [REC], die auf Wackel-Effekte setzen (und damit eine gewisse Realität vermitteln wollen) nicht magst, warum schaust du dir gerade diese Filme an? Empfehlung: Bleib am besten bei deinen schlechten "Liebesschnulzen, die versuche Wahrheitsgemäß zu wirken ;-)" Kritik an [REC]: Kann mich der Meinung meines Vorredners ("Danke Andreas, du sprichst mir aus der Seele") nur anschließen, [REC] ist definitiv einer der besten Horrorfilme, die ich bisher gesehen habe! 9 von 10 Pandorra-Mädchen!
Andreas (04.11.08): Für mich ist REC ein Meisterwerk. Genauso der besprochene Film Cloverfield. Es gibt nicht viele Pseudo Dokumentationen. Mal abgesehen davon dass sie sehr schwer herzustellen sind. Ich finde dass REC einen voll und ganz in die Geschichte zieht. Dieses Gefühl von Beklemmung und Unbehagen hatte ich schon ewig nicht mehr. Für mich ist REC konkurrenzlos momentan. 10 von 10 Punkten. Aber naja, gerade bei diesem Sub-Genre scheiden sich die Geister extrem. Love it or hate it :)
alex (22.06.08): Ich hatte hohe Erwartungen, da der Film ja so viele Preise bekam und im Trailer sah amn ja die netten Publikumsreaktionen. Also, ich finde eigentlcih das diese neue Art von Filmen(Kameraperspektive) ja ganz innovativ war, aber das ahb ich schon in Cloverfield gesehen und irgendwann sit auch mal gut. Spätestens hier nervt es, vorallem ist es total unlogisch, bei ruhigen Interviews und Standaufnahmen fürs Fernsehen, dass auch da der Kameramann nur am wackeln ist. Die Schockeffekte sind gut, auch wie sich die Panik im Film immer mehr steigert gefällt mir. Die Handlung mit infizierten "Zombies" hat man aber schon so oft gesehen, langsam reichts mir, dass Drehbuchautoren kaum noch Ideen haben. Den Film kann amn sich aml anschauen, ein besonderes Erlebnis ist es aber nciht. 6 von 10 punkten
Jan-Eric (27.05.08): Die obenstehende negative Kritik von Sebastian Schwarz halte ich für sehr zutreffend. Ich kann ihr nur voll und ganz zustimmen! Einfach nur ein schlecht gemachter, nerviger und zum Teil unfreiwillig komischer, einfach total überflüssiger Film!
michael (27.05.08): Naja, mir war die Hauptdarstellerin eher unsymphatisch, aber das soll ja letzendlich nicht an meinem Zeriss des Films schuldig sein. Typische Raffgierzicke die alles gibt um mal auf`s Foto zu dürfen... Mir ist schleierhaft wie so ein Film gute Krtik bekommen kann?! Also vom mir ( und auch meinem Freund ) wir haben ihn uns gerade ( leider ) angeschaut 0 von 10 Punkten. Wer sich den Film anschauen möchte sei gesagt, er soll sich lieber einen anderen Film anschauen. Es gibt wahrscheinlich wenige genauso schlechte, aber es gibt viele viele, viel bessere Filme die es Wert sind angeschaut zu werden. Rec ist meiner Meinung nach nichts als eine blose stumpfsinnige ( ja verwackelte ) hilflos klammernder Versuch eine wie ich finde gute Story absolut schlecht rüberzubringen. Der Zuschauer wird über den ganzen Film mit nervende Kamerawackeln genervt, daß einen nach dem Film wirklich schlecht ist.- Bleibt nur noch zusagen: Nachmachen will gelernt sein!
Christian (16.05.08): Ich kann die schlechte Kritik so rein gar nicht nachvollziehen. Ok, wenn jemand das Stilelement Wackelkamera "hasst" wie oben geschrieben, dann steht der Film auf verlorenem Posten. Da stelle ich dann aber auch mal die Objektivität der Kritik an dieser Stelle in Frage. Ich würde dagegen eher sagen - endlich eine Kameratechnik, die die sonst so häufig dünne Atmosphäre von Horrofilmen verdichtet. Gelacht hat in der Vorstellung zumindest niemand. Auch die nicht ganz so perfekte schauspielerische Leistung trägt zu einem beklemmend real wirkenden Film bei, der Blockbuster wie "The Ring" oder "The Grudge" bei weitem in den Schatten stellt. Empfehlen kann ich den Film vor allem Gruselfans, die bei Hollywoods Horrorstreifen eher das Gähnen als das Grauen überkommt. Von mir 8 von 10 Punkten!
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