Hancock
Action/Fantasy, USA 2008, 92 Minuten, ab 12
Originaltitel: Hancock; Deutschlandstart: 03.07.2008 (Sony Pictures); Regie: Peter Berg; Produktion: James Lassiter, Will Smith u.a.; Drehbuch: Vincent Ngo, Vince Gilligan; Musik: John Powell; Kamera: Tobias A. Schliessler; Schnitt: Colby Parker Jr., Paul Rubell

mit Will Smith (John Hancock), Charlize Theron (Mary Embrey), Jason Bateman (Ray Embrey), Jae Head (Aaron Embrey), Eddie Marsan (Red), David Mattey (Man Mountain), Maetrix Fitten (Matrix), Thomas Lennon (Mike), Johnny Galecki (Jeremy) u.a.

Filmplakat
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Offizielle Website (Sony Pictures )
Trailer ()
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Hancock auf einem seiner favorisierten Schlafplätze.
Weiche Landungen sind nicht sein Ding. Auch die Rettung von Ray läuft nicht ohne Zerstörungen ab. Ray versucht, Hancocks Image aufzumöbeln.

Die jüngste von Hancocks sogenannten Heldentaten hat einen heftigen finanziellen Schaden verursacht. Ersten Schätzungen zufolge beläuft er sich auf über 9 Millionen Dollar. Sollten diese Schätzungen stimmen, wäre das ein persönlicher Rekord für den notorisch öffentlichkeitsscheuen Hancock, der für einen Kommentar wie üblich nicht erreichbar ist. - Eine Radiomeldung von Hancocks letztem Einsatz.

Plot: John Hancock (Will Smith) ist Alkoholiker. John Hancock schläft gerne auf einer Parkbank. John Hancock nennt einen abgewrackten Wohnwagen im Nirgendwo sein Zuhause. John Hancock ist ein Superheld! Der einzige seiner Art! Ein Superheld, der von allen gehasst wird, weil er alles zerstört, was sich ihm in den Weg stellt, auch wenn er die besten Absichten hatte. Er ist zynisch, beleidigend und die Menschheit kann ihm gerne den Buckel herunter rutschen.
Eines Tages lernt er Ray Embrey (Jason Bateman) kennen, Imageberater und selbsternannter Weltverbesserer. Der will Hancock auf die Beine helfen, sein Image aufpolieren und ihn zu einem Helden machen, der von jedermann geliebt wird. Doch Rays Frau Mary (Charlize Theron) hält das für keine gute Idee...

Kritik: Hancock startet als gut gelaunte Komödie über einen zynischen, abgewrackten Superhelden. Hauptdarsteller Will Smith spielt Hancock als so eine Art Dr. House mit Superkräften ;-) - und genau deshalb findet man ihn, trotz seiner ätzenden Art, irgendwie sympathisch.
Der Humor ist böse und makaber, aber gut platziert und hervorragend umgesetzt von Will Smith. Nach der guten ersten Hälfte des Films nimmt Hancock eine sehr überraschende Wendung und damit wird aus der Komödie ein Drama, genau das ist meiner Meinung nach auch das Problem des Films. Als Komödie funktioniert er gut, als Drama gefiel mir der Film fast noch besser, aber es passt irgendwie nicht so richtig zusammen, so dass die eingefügten lustigen Sequenzen am Ende des Films nicht mehr so richtig zünden wollen. Vielleicht hätte sich Regisseur Peter Berg (Operation: Kingdom, Welcome to the Jungle) besser für ein Genre entscheiden sollen.
Nichts desto trotz ist Hancock Popcorn-Kino der ersten Liga mit gut aufgelegten Darstellern und einer sehr sexy Charlize Theron.

Fazit: Hancock ist ein Film über einen gefallen Superhelden. Komödie und Drama können nicht so recht zueinander finden, bieten aber dennoch sehr gute Unterhaltung. 8 von 10 Frontalzusammenstößen mit einer Lok.

Sandra Plich
06.07.2008

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Schlechtester Film aller Zeiten14%
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War okay8%
Gut7%
Sehr gut9%
Absolut hervorragend13%
Bester Film aller Zeiten10%

323 Stimmen
Schnitt: 5.3
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
John Doe (12.07.08): Super Film! Sehr amüsant und mal kein typischer Superheld :) Um den miserablen Schnitt von 6.8 ein wenig zu lupfen (dieser entspricht nämlich keinesfalls dem Schnitt den der Film verdient hätte) gebe ich eine 10^^
Willy (08.07.08): @Tom: Ich stimme dir 1000 prozentig zu! Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! :-)
Tom (08.07.08): Hab den Film heute gesehen und find ihn im Gegensatz zu den schlechten Kritiken, die ich vorher gelesen habe, erstaunlich gut. Einige "Kritiker" scheinen es für notwendig (um ja nicht den Verdacht zu erregen, so etwas Profanes gut zu finden) zu erachten, jeden Superheldenfilm schlecht zu reden. Beim widerlich moraltriefenden Spiderman oder den strunzdummen Hulkfilmen versteh ich das ja, aber Hancock fand ich nun wirklich mal angenehm unverkrampft, ja sogar beinahe intelligent für das Genre. Auch stimmt die oft geäusserte Behauptung nicht, Hancock werde im späteren Verlauf des Films völlig umgekrempelt zum Saubermann, er kommt nur mit sich selbst ins Reine, seine "nette" Masche wirkt aber auch später eher belustigend verkrampft und man merkt, das er sich immer noch schwertut im Umgang mit Menschen, da ist also überhaupt kein Bruch in der Persönlichkeit wie behauptet. Und das "Arschloch", das er am Anfang war, war zwar belustigend, aben eben doch ein Arschloch, also wieso trauern dem alle nach? Liegt das nicht vielmehr am Nihilismus und der Ablehnung jeglicher Moral, die heutige Intellektuelle so demonstrativ vor sich hertragen, als daran, dass die Figur unsympatischer geworden wäre (ist sie nämlich nicht)? Und was die Story angeht, die fand ich grade gut, kein finaler Showdown gegen einen übermächtigen Bösewicht wie in all den anderen Filmen dieser Art, vielmehr ein alle Figuren einbeziehendes Ende, das schon daher nicht als dumm abgetan werden kann, weil die Details der Mythologie hinter der Geschichte im ganzen Film nie abschliessend erklärt werden, sondern nur nebulös umschrieben. Es gibt auch keine Logikfehler, da haben einige einfach was falsch verstanden. Figur B kommt nicht zurück, weil Figur A sich aufrafft und weiterkämpft, sondern weil dabei der Abstand zwischen beiden grösser wird, ihr Ochsen! Hoffe, das war verklausuliert genug und nicht zu sehr gespoilert. ;) Und die Mythologie hebt sich wohltuend von dem dümmlichen pseudowissenschaftlichen Einheitsbrei anderer Superheldenfilme wie z.B. Supergau inklusive superdoller Verstrahlung plus Superkräften oder nem Spinnenbiss oder anderen Albernheiten ab. Der Film ist absolut sehenswert und in dem Kino, wo ich ihn gesehen habe, gabs sogar Ovationen. ;)
Eric Draven (08.07.08): Sehr gute Unterhaltung, aber meiner Meinung nach nicht DER Blockbuster, wie er vom Filmverleih und den Kinobetreibern derzeit vermarktet wird.
Keim Muss für jeden, aber auf alle Fälle sehenswert für Fans von Will Smith und Charlize Theron (da beider einfach toll spielen), und Freunde der leichten Kost.
7 von 10 Köpfen an unangenehmen Orten...

Jens (07.07.08): Hancock macht definitiv eine Menge Spaß!
Ich fand die Mischung aus Komöie und Drama recht gelungen. Mich hat's nicht gestört. Das liegt wohl daran, dass der Film einfach viel zu kurzweilig ist, als dass man erst großartig dazu käme darüber nachzudenken, ob das Ganze jetzt zusammen passt oder nicht. Untypisch für einen modernen Blockbuster ist nämlich die Spielzeit von nur guten 90 Minuten. Aber es sind 90 Minuten, die extrem gut unterhalten und viele Schauwerte aufweisen können:
Einen wie immer super-gut, wenn auch in seiner Rolle zumeist mies gelaunten, aufgelegten Will Smith, eine atemberaubend schöne und nicht minder gute Charlize Theron, sowie jede Menge Action und augenzwinkernden Witz. Nicht zu ernst nehmen sollte man den Film, denn das tut Hancock mit sich selbst ja auch nicht.
8 von 10 handzahme Bösewichte.

Olaf (06.07.08): Ich kann Sandras Kritik im Großen und Ganzen nur zustimmen. Allerdings empfand ich es als störender, dass der Film doch in Superheldenfilm, Drama und Komödie zerfällt, ohne die einzelnen Teile richtig wieder zusammenzubekommen. Deswegen gibt es von mir nur 6 von 10 zerstörungsfreie Landungen
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