Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell
Thriller, Deutschland/USA/UK 2006, 117 Minuten, ab 16
Originaltitel: Basic Instinct 2; Deutschlandstart: 30.03.2006 (Constantin Film); Regie: Michael Caton-Jones; Produktion: Mark Albela, Moritz Borman u.a.; Drehbuch: Leora Barish, Henry Bean; Musik: John Murphy, Jerry Goldsmith; Kamera: Gyula Pados; Schnitt: István Király, John Scott

mit Sharon Stone (Catherine Davis Tramell), David Morrissey (Dr. Michael Glass), Charlotte Rampling (Milena Gardosh), David Thewlis (Roy Washburn), Hugh Dancy (Adam Towers), Anne Caillon (Laney Ward), Iain Robertson (Peter Ristedes), Stan Collymore (Kevin Franks), Kata Dobó (Magda), Flora Montgomery (Michelle Broadwin), Jan Chappell (Angela) u.a.

Filmplakat
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Offizielle Website (Constantin Film )
Trailer (Constantin Film )
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Catherine und Fußballer Kevin Franks im Auto. Catherine Tramell und Dr. Michael Glass. Catherine bringt Dr. Michael Glass zum Schwitzen. Dr. Glass mit Kriminalkomissar Washburn auf Leichenschau.

Nennen Sie mir etwas, das Ihnen Angst macht. - ... Langeweile. - Haben Sie deshalb eine Schwäche für Risiken? - Genau, ich habe eine Schwäche für Risiken. - Zum Beispiel Drogen nehmen und Sex im Auto bei hohen Geschwindigkeiten oder mit mir zu sprechen ohne Ihren Anwalt dabei zu haben. - Catherine Tramell im Verhör.

Plot: Romanautorin und Hobby-Psychologin Catherine Tramell (Sharon Stone) wird aus dem Wasser gefischt und findet sich nur kurze Zeit später auf dem Polizeirevier wieder, wo sie Inspektor Washburn (David Thewlis) Rede und Antwort stehen muss. Ihr Auto stürzte bei Hochgeschwindigkeit über eine Brüstung in die Themse, neben ihr saß Profifußballer Kevin. Dieser ist im Wagen ertrunken, während Catherine selbst sich retten konnte. Es wurden Drogenspritzen im Auto gefunden und Catherine gibt zu, dass sie - während der Höchstgeschwindigkeitsfahrt - Sex im Auto hatten. Das ist noch kein Verbrechen, Mord schon und deshalb setzt Washburn den Psychologen Michael Glass (David Morrissey) auf den schönen Vamp ein. Es dauert nicht lange bis Catherine wieder ihr bekanntes Spiel um Sex, Lügen und Mord spielt und Dr. Glass steckt mitten drin.

Kritik: Vorneweg sei gesagt, ich gehöre zu der Zuschauergruppe die Basic Instinct durchaus spannend und sehenswert fanden, und dies auch zugeben. Es gab ja quasi seitdem jedes Jahr ein Gerücht, dass nun endlich der zweite Teil rauskommen würde. Nun ist es also soweit: 14 Jahre später schlüpft, die derzeit filmisch eher erfolglose Sharon Stone (Basic Instinct, Casino) wieder in die Rolle der mörderischen, sexy Catherine Tramell. Und, Ja: Sie ist umwerfend schön und umwerfend sexy und ungeheuer charismatisch und das alles mit 48 Jahren. Make-Up und Computerverbesserungen am Körper seien einmal dahin gestellt. Die Frau ist Sex pur und Punkt. Bei den Nahaufnahmen sieht man ihr die Falten an, aber sie ist trotz allem eine Augenweide und sie spielt den Vamp so, als hätte es diese Zeitspanne von 14 Jahren gar nicht gegeben. Ihr süffisantes verführerisches Lächeln ist noch immer da und ihr Körper ihre größte und gefährlichste Waffe.

Obwohl Regisseur Michael Caton-Jones (This Boy´s Life, Rob Roy) in einem Interview gesagt hat, er habe tonnenweise Sex-Szenen gedreht, bekommen wir in der deutschen Fassung recht wenig davon zu sehen. Selbst die Szene aus dem Kinotrailer, wo Morrissey Sex mit zwei Frauen hat, ist ganz offensichtlich der Schere zum Opfer gefallen. Ebenso wie die zahlreichen (laut Aussage von Stone und Jones) deftigen Sexszenen mit Sharon selbst. Also dürfen wir uns diesbezüglich wohl auf die DVD freuen.
Der hierzulande völlig unbekannte David Morrissey (Corellis Mandoline, Entgleist) hatte wohl die schwerste Bürde zu tragen. Einen Michael Douglas zu ersetzen ist nicht einfach, aber das hat er gekonnt und souverän getan. Der Mann hat viel Charisma und musste neben seinem „Körpereinsatz“ auch tatsächlich richtig schauspielern.
Basic Instinct 2 krankt an zwei Sachen: Er hatte einfach zuviel Handlung und zu wenig Sex/Erotik-Szenen. Jeder der Teil 1 gesehen hat - auch die, welche öffentlich behaupten, sie hätten ihn nicht gesehen ;-) - weiß, dass Catherine Tramell die durchgeknallte Serienkillerin ist. Trotzdem spielt der zweite Teil noch mit dieser Tatsache herum. War sie's nun oder war sie's nicht. Dabei ist ja allen klar, dass sie es war. Außer Dr. Glass der selbstredend nicht einmal fünf Sekunden einen klaren Gedanken fassen kann, weil er den ganzen Film hindurch komplett schwanzgesteuert ist.
Neben den Darstellern ist definitiv die Verbalerotik das Beste am Film. Die Szene in der Tramell (verkehrt herum auf einem Stuhl sitzend) den verblüfften Dr. Glass fragt: "Und Dr. Glass, wenn Sie sich vorstellen, mich zu ficken, und ich weiß, dass sie das tun, wie malen Sie es sich dann aus?" Der Monolog zieht sich noch über Minuten hin während die Kamera zwischen Sharons Gesicht, ihren nackten Beinen und dem Gesichtsausdruck von Morrissey hin- und herschwingt - Verbalerotik pur. Demgegenüber steht jedoch eine Handlung wie sie unspannender kaum sein könnte und das schadet dem Film ebenso wie das unausgerorene Drehbuch. Immer vorausgesetzt, dass neben den Sexszenen nicht noch andere „Handlungs-Sequenzen“ der Schere zum Opfer gefallen sind.

Fazit: Ein insgesamt recht gut gelungener zweiter Teil, jedoch mit zu wenig „Höhepunkten“ um wirklich überzeugen zu können. Die charismatischen Hauptdarsteller helfen über einige Tiefpunkte der Handlung hinweg. 7 von 10 durchsichtigen Blusen.

Sandra Plich
03.04.2006

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69 Stimmen
Schnitt: 5.1
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Leser-Kommentare:
Andreas (07.04.06): Die Handlung ist hauchdünn wie die Stoffetzen der Alleindarstellerin Sharon Stone, die wohl den ganzen Wirbel nur veranstaltet hat weil sie genau wusste, dass dieser Mist bestimmt kein Selbstläufer wird! Alles dümpelt so vor sich hin bis zu einem derart konfusen Finale bei dem ich mir nur eines dachte: Wau! Ich hab auch schon Pferde kotzen sehen Von mir gibts 2 von 10 "feuchten Bürostühlen"
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