Das wandelnde Schloss
Animation/Fantasy, Japan 2004, 117 Minuten, ab 6
Originaltitel: Hauru no ugoku shiro; Deutschlandstart: 25.08.2005 (Universum Film); Regie: Hayao Miyazaki; Produktion: Rick Dempsey, John Lasseter u.a.; Drehbuch: Hayao Miyazaki nach der Vorlage von Diana Wynne Jones; Musik: Joe Hisaishi; Kamera: Atsushi Okui; Schnitt: Takeshi Seyama

Deutsche Sprecher: Robert Stadlober (Hauro), Sunnyi Melles (Sophie), Kevin Iannotta (Markl), Gerald Schaale (Calcifer), Barbara Ratthey (Hexe aus dem Niemandsland), Maddalena Kerrh (Suliman), Claudia Lössl (Lettie), Marian Köhler (Hanna), Thomas Rauscher (König), Marion Hartmann (Bettsy) u.a.

Filmplakat
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Nun, Calcifer, kannst du vielleicht den Fluch aufheben, unter dem ich stehe? - Sicher, ganz leicht. Wenn du den Fluch aufhebst, der mich hier festhält, dann werde ich dich sofort von deinem erlösen. - Ich soll also einen Handel mit einem Dämon eingehen? Kannst du denn dein Versprechen auch halten? - Dämonen machen keine Versprechen. - Dann musst du jemand anderen fragen. - Sophie lernt den Feuerdämon Calcifer kennen.

Plot: Sophie ist eine fleißige junge Frau und arbeitet im Laden ihres verstorbenen Vaters. Als sie eines Abends durch die Gassen der Stadt schlendert, wird sie von zwei Soldaten belästigt. Doch der attraktive Hauro steht ihr zur Seite. Kurz darauf müssen dann aber beide fliehen, als plötzlich aus Häuserwänden dunkle Geistergestalten quellen und die beiden angreifen. Zum Glück ist Hauro kein gewöhnlicher junger Mann sondern ein Zauberer, und so können sie fliegend entkommen.
Hauro setzt Sophie auf dem Balkon ihrer Schwester ab und verschwindet. Sophie ist leicht benommen - und verliebt. Gern will sie den attraktiven Zauberer wiedersehen.
Als sie spät am Abend wieder in ihrem Laden arbeitet, kommt plötzlich eine dicke alte Hexe herein und beginnt Sophie wüst zu beleidigen. Sie verschwindet mit dem zunächst unverständlichen Hinweis auf einen Fluch, den sie erst brechen kann, wenn sie Hauros Geheimnis löst. Kurze Zeit später weiß Sophie, was passiert ist: Die Hexe hat sie in eine 90-jährige Greisin verwandelt...

Kritik: Wer den letzten Film von Hayao Miyazaki und seinem Studio Ghibli gesehen hat, dem werden viele Dinge in Das wandelnde Schloss bekannt vorkommen. Auch in Chihiros Reise ins Zauberland gerät ein Mädchen mit reinem Herzen unverschuldet in eine Zauberwelt mit sagenhaften Gestalten, lernt einen verwunschenen Prinzen kennen, den sie schließlich befreit und damit auch die Rückkehr in ihre eigene Welt ermöglicht.

Allerdings war Chihiro noch mit Japanischer Mystik durchzogen, die in Das wandelnde Schloss durch eine europäische Magie ersetzt wurde. Dies ist kein Zufall, da die Vorlage zum neuen Film von Miyazaki auf einer Kurzgeschichte der Britin Diana Wynne Jones beruht. Faszinierend, wie ähnlich sich die Traumwelten von Jones und Miyazaki sind! Das Design der Städte und Dörfer und die Landschaften sind dem Elsass nachempfunden, und dadurch knüpft das Studio Ghibli an die Produktion an, die es in Europa bekannt gemacht hat: Nämlich durch die Heidi-Serie, die man vor allem in Hauros Kindheitswelt wiedererkennen kann.
Auf der diesjährigen Bienale wurde das langjährige kreative Schaffen von Hayao Miyazaki durch einen goldenen Löwen für sein Lebenswerk belohnt. Was nicht nur seine Bedeutung als Regisseur unterstreicht, sondern auch als Gründer des Studio Ghibli, das in seiner Schaffung kreativer Spielräume für kreative Köpfe selbst als Vorbild für die amerikanische Trickfilmschmiede Pixar diente. - Hier soll es dem Mythos zufolge heute üblich sein, bei Problemen in der Company den neuesten Film von Miyazaki anzuschauen und dort nach Hinweisen für die Lösung des Problems zu suchen...
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Fazit: Die europäische Version von Chihiros Reise ins Zauberland. Trotzdem nicht weniger kreativ, menschlich und romantisch. 8 von 10 Tore in eine andere Welt.

Olaf Scheel
03.09.2005

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Schnitt: 5.3
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