Gettin' the Man's Foot Outta Your Baadasssss!
Drama, USA 2003, 108 Minuten, ab ??
Originaltitel: Gettin' the Man's Foot Outta Your Baadasssss!; Deutschlandstart: xx.xx.2004 (???); Regie: Mario Van Peebles; Produktion: Bruce Wayne Gillies; Drehbuch: Dennis Haggerty, Mario Van Peebles nach dem Buch von Melvin Van Beebles; Kamera: Robert Primes; Schnitt: Anthony Miller, Nneka Goforth; Musik: Tyler Bates

mit Mario Van Peebles (Melvin Van Peebles), Khelo Thomas (Mario Van Peebles), Ossie Davis (Opa), Nia Long (Sandra), Joan M. Blair (Brenda), Penny Bae Bridges (Megan), Joy Bryant (Priscilla), Terry Crews (Big T), David Alan Grier (Clyde Houston), Kate Krystowiak (Moonbeam), Jazsmin Lewis (Delicious), Robin Renee (aufgeregte Frau), Saul Rubinek (Howie), Nathan Wetherington (Jimmy), Rainn Wilson (Bill Harris)

Filmplakat
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Bill (Rainn Wilson) und Melvin (Mario Van Peebles) mit zwei flüchtigen Bekannten. Melvin (Mario Van Peebles) und seine Sekräterin Priscilla (Joy Bryant). Der echte Melvin Van Peebles und sein Sohn Mario, der Regisseur des Filmes. Das Plakat des Original-Films.

Plot: Melvin Van Peebles (Mario Van Peebles) ist schwarzer Schauspieler in Hollywood und hat eines Tages Anfang der 70er plötzlich die Vision einen Film herzustellen, der die Ungerechtigkeiten gegen Schwarze anprangert. Natürlich lassen alle potentiellen (weißen) Produzenten das Projekt sofort wie eine heiße Kartoffel fallen, sobald sie erfahren, worum es in dem Film thematisch gehen soll. Doch Melvins Kumpel und Kifferkönig Bill (Rainn Wilson) verspricht neue Geldgeber zu organisieren.
Nach einigen Fehlschlägen findet er potente Interessenten. Doch auch deren Filme sind besonders potenter Art: Es sind nämlich Pornofilme, und eigentlich produzieren sie auch nur solche. Mangels anderer Angebote erzählt Melvin ihnen also von einem tollen neuen Pornofilm, den er herstellen möchte. Not macht erfinderisch. Und so segelt die auf abenteuerliche Art zusammengewürfelte Filmcrew unter falscher Flagge...

Kritik: Gettin' the Man's Foot Outta Your Baadasssss! (Ist die Anzahl s richtig?) erzählt uns auf wunderbar selbstironische Art die Entstehungsgeschichte des ersten Blaxploitationfilms Sweet Sweetback's Baad Asssss Song (1971), in dem schwarze Darsteller nicht mehr Clowns oder dunkle Gestalten, sondern selbstbewusste und starke Charaktere spielen durften. Er war der Ausgangspunkt für eine Reihe Klassiker von Shaft bis Foxy Brown.

Die Produktion des Filmes damals war ein besonderes Abenteuer, da niemand zuvor einen Film speziell für ein schwarzes Publikum hergestellt hatte. Tatsächlich war es so, dass damals in der allerersten Vorstellung nur zwei Personen saßen, von denen eine bereits vor dem Ende ging. Trotzdem wurde der Film 1971 die erfolgreichste Independent-Produktion des Jahres und war auf dem ersten Platz der Kinocharts.
Baadasssss! ist natürlich auch eine Hommage des Sohnes Mario Van Peebles an seinen Vater Melvin Van Peebles, den Regisseur des Vorbildes, der auch von seinem Sohn gespielt wird. Allerdings wirkt der Film-Mario (Khelo Thomas) manchmal nicht so begeistert von den Ambitionen seines Vaters. Vielleicht eine kleine nachträgliche aber liebevolle Spitze gegen den Erzeuger.
Das einzige, was man dieser Pseudo-Doku vorwerfen könnte, ist die etwas zu geschliffene Produktion, die kaum den "handgemachten" Charme des Originals wiederspiegelt. Witzig aber Einfälle wie die eingestreuten Kommentare der Filmcharaktere, die fast eine Satire auf die Pseudo-Berichterstattung moderner Making Offs sind. Die echten Mitglieder der Filmcrew kommen aber erst im Abspann zu Wort.
Insgesamt ist Baadasssss! ein unterhaltsamer und stimmungsvoller Film, mit viel cooler Musik aus den 70ern, den man auch nur einfach konsumieren kann.

Fazit: Unterhaltsame Hommage an eine bedeutsame Filmgattung. 7 von 10 Sekretärinnen mit Schauspielambitionen

Olaf Scheel
10.02.2004

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Schnitt: 5
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch

Leser-Kommentare:
Nikolas (11.03.04): zusammen mit "gegen die wand" und "monster" war dies wohl einer der ganz wenigen filme, die mich auf der berlinale 04 wirklich begeistern konnten.
wir erleben der werdegang des ersten blaxploitationfilmes und den willen seines regisseurs, in zu realisieren.
man wird von der energie regelrecht mitgerissen und fühlt ständig mit melvin mit, der für diese projekt alles auf eine karte setzt und freut sich genau wie er, wenn nach so viel mühe der film am ende doch zu einem erfolg wird.
sehr amüsant war es zudem, die beiden van peebles gemeinsam auf der bühne zu sehen. melvin kann dabei wirklich nur als ein orginal bezeichnet werden, auch mit seiner ständigen (mittlerweile doch etwas mitgenommen aussehenden) zigarre im mund, die woh weder im film noch im wahren leben jemals angezündet wurde...
vielleicht kein herausragender kommerzieller erfolg, aber definitiv ein (emotionaler mit)reißer!
klare 9 von 10(?) "S" im titel

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