Traumpaare

Roadmovie, USA/Kanada 2000, 112 Minuten, ab 12
Originaltitel: Duets; Deutschlandstart: 31.05.2001 (Concorde Film); Regie: Bruce Paltrow; Produktion: John Byrum, Kevin Jones, Bruce Paltrow; Buch: John Byrum; Musik: David Newman; Kamera: Paul Sarossy; Schnitt: Gerald B. Greenberg

mit Maria Bello (Suzi Loomis), Andre Braugher (Reggie Kane), Paul Giamatti (Todd Woods), Huey Lewis (Ricky Dean), Gwyneth Paltrow (Liv), Scott Speedman (Billy Hannon), Marian Seldes (Harriet Gahagan), Kiersten Warren (Candy Woods), Angie Phillips (Arlene), Angie Dickinson (Blair), Lochlyn Munro (Ronny Jackson)

Internet Movie Database (de/us)


Was ist Karaoke? - Was? Wo waren Sie die letzten Jahre? - Oh, in Flughafen-Hotelzimmern und in meinem Vorort. In einem mentalen Knast. - Also im Knast gibt es das noch nicht, aber in jeder Bar, die ich kenne. - Aha, und was ist das genau? - Es ist ein richtiger Kick! Es ist total aufregend. Man ist ein Star, für drei Minuten! - Todd erfährt, was Karaoke ist.

Plot: Ricky Dean (Huey Lewis) ist professioneller Karaoke-Singer, der von der Abzocke anderer Sänger lebt und dabei schon seit Jahren kreuz und quer durch Amerika fährt. Doch nun stirbt eine alte Freundin und bei der Beerdigung muss er feststellen, dass er eine Tochter (Gwyneth Paltrow) hat, und diese möchte ihn ab jetzt begleiten...
Todd (Paul Giarnatti) ist Geschäftsmann und ist praktisch ständig auf Geschäftsreise. Doch plötzlich merkt er, dass er bis auf seinen Job kein eigenes Leben besitzt. Noch nicht einmal seine Familie beachtet ihn wirklich. Er geht "Zigaretten holen" und kehrt nicht mehr zurück. Irgendwo auf der Lanstraße liest er dann den geheimnisvollen Anhalter Reggie (Andre Braugher) auf...
Billy (Scott Speedman) ist Taxifahrer und einfach ein lieber Kerl. Vielleicht zu lieb, denn seine Frau setzt ihm tüchtig die Hörner auf. Als er dies erfährt, ist er am Boden zerstört und lässt sich von der ausgeflippten Lebenskünstlerin Suzy (Maria Bello) zu einem längeren Ausflug überreden...
Und so reisen die drei, mehr oder weniger unfreiwilligen, Traumpaare durch's Land, verbunden durch die Art der Reisekosten-Finanzierung: Alle sechs singen in Karaoke-Bars.

Kritik: Traumpaare beginnt verwirrend, da alle Hauptpersonen nach und nach eingeführt werden. Dadurch hat der Film zunächst wenig Tempo und wirkt etwas ziellos. Doch nach und nach entwickeln die einzelnen Handlungsstränge ihren Charme. Als nachteilig erweist sich aber auch hier die Vielfalt der Themen und Charaktere: Das ständige Umschalten zwischen den Episoden ist nicht gut gelungen und verhindert, dass eine eine einheitliche Stimmung entsteht. Trotzdem lebt der Mittelteil von den interessanten Charakteren und einigen guten Gags ganz gut.
Zum Ende des Films werden diese positiven Eindrücke aber von den allzu einfachen, an einen Weihnachtsfilm erinnernden, Auflösungen der Einzelgeschichten zunichte gemacht. Jedes dieser Aussteiger-Szenarios wird auf dem abschließenden Karaoke-Wettkampf zu einem guten Ende geführt. - Dies ist an sich nicht verwerflich, wirkt bloß angesichts der Probleme, die die Einzelpersonen haben, etwas einfach.
Insgesamt muss man sagen, dass Regisseur Bruce Paltrow der komplexen Geschichte nicht ganz gewachsen war. Dabei hilft es auch nicht, dass ihn seine Tochter Gwyneth unterstützt. Ein schwacher Film, der nicht wirklich schlecht ist, aber auch nicht zu begeistern weiß...

Fazit: Wen zum Teufel interessiert Karaoke? 4 von 10 Vielfliegermeilen

Olaf Scheel
13.05.2001

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1052 Stimmen
Schnitt: 5.2
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Matze (28.06.01): Der Film ist absolut geil, wie kann man denn in dem Kommentar die brillante MUSIK vergessen ? 9 von 10 Punkten !
Martin: An und für sich ein recht ansehnlicher Film - die von Olaf angesprochenen Schwächen sind mir allerdings nicht so aufgefallen, wenn auch die Auflösung am Ende wirklich sehr abrupt wirkt. Darüber trösten aber die guten Karaoke-Einlagen sowie ein starker Andre Braugher als Reggie sehr gut hinweg. Fazit: 6 von 10 zuckerwatterosafarbene Taxis
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