The 6th Day

SF-Action, USA 2000, 126 Minuten, ab 16
Originaltitel: The 6th Day; Deutschlandstart: 14.12.2000 (Columbia Tri-Star); Regie: Roger Spottiswoode; Produktion: Mike Medavoy, Arnold Schwarzenegger, Jon Davison, David Coatsworth, Daniel Petrie; Drehbuch: Marianne & Cormac Wibberley; Musik: Trevor Rabin; Kamera: Pierre Mignot; Ausstattung: James Bissell, John Willett; Schnitt: Mark Conte, Dominique Fortin, Michel Arcand; Kostüme: Trish Keating

mit Arnold Schwarzenegger (Adam Gibson), Michael Rapaport (Hank), Tony Goldwyn (Drucker), Robert Duvall, Michael Rooker (Marshall), Sarah Wynter (Talia), Wendy Crewson (Natalie), Taylor Anne-Reid (Clara), Rod Rowland (Wiley), Terry Crews (Vincent)

Internet Movie Database (de/us)
Offizielle Homepage (Columbia Tri-Star de)


Plot: Es ist mal wieder soweit: Der inzwischen in die Jahre (53, um genau zu sein) gekommene Arnold Schwarzenegger wagt sich mal wieder in die Kinos. Nach seinem doch eher mäßigen Erfolg mit End of Days wagt er sich nun mit einem brisanten Thema in die Kinos.
In The 6th Day spielt er den treuen Familienvater, der mit seiner Firma zahlende Kunden in die Berge zum Snowboarden fliegt. Als er den Firmenbesitzer von Repet - einer Firma, die Haustiere klonen kann, einen Flug bei ihm bucht, muss er sich einer Routineuntersuchung unterziehen, wobei ihm Blut abgenommen wird. Von da überschlagen sich die Ereignisse: Wegen einer Fügung des Schicksals möchte Arnie nach seiner Arbeit bei Repet vorbeischauen, weil sein Hund gestorben ist und überlässt deshalb seinem Kollegen die Arbeit. Als er nach Hause kommt, sieht er sich im Wohnzimmer stehen und seine Geburtstagskerzen ausblasen, was ihn natürlich ziemlich irritiert. Als dann auch noch ein paar dubiose Leute ihn recht bestimmt bitten mitzukommen, leistet er Widerstand. Die Show um Gene und Gedanken kann beginnen.

Kritik: Da hat sich Arnie mal wieder einen Schnitzer geleistet. The 6th Day ist einfach an sehr vielen Stellen schwach bis unzureichend. Die wenigen Charakter sind einseitig gezeichnet und es gibt kaum überraschende Wendungen im Film. Der Böse ist sofort erkennbar, obwohl er zunächst nur ganz am Rande auftaucht. Allen Charaktern kann man generell ansehen, auf wessen Seite sie stehen.

Überhaupt hat The 6th Day das Problem, dass es keine interessanten Charakter gibt. Nicht nur dass Adam Gibson (Arnold Schwarzenegger) recht einseitig ist, auch die anderen Charakter sind - neben der Tatsache, dass keine wirklich bekannten Gesichter dabei sind - recht einfach geblieben.
Die schwachen Aktionszenen werden manchmal durch ein wenig Palaver über die Vor- und Nachteile des Klonens unterbrochen, dabei kommt aber nichts zu Sprache, was man nicht auch in einer Ausgabe der Bildzeitung hätte nachlesen können. Interessant ist auch die Tatsache, dass Klone aufgrund des Sechsten-Tages-Gesetz keine Rechte haben. Somit dürfen diese getötet werden, ohne dass dies irgendwelche Folgen hat. Die Tatsache, dass Erinnerungen und Gedanken überhaupt auf einen Klone übertragen werden können, sei mal ganz außer acht gelassen.
Als Arnold der ganzen Sache auf die Schliche kommt und seinen Klone davon in Kenntnis setzt, dass es ihn zweimal gibt, tritt natürlich die doppelte Ladung Arnold auf. Aber der Showdown ist trotzdem nur schwach inszeniert, und so reiht sich nach einem schwachem Hauptteil, und einem schwachen Showdown ein schwaches Ende ein.

Fazit: Ein doch eher schwacher Film, der abgesehen von Big Arnie nicht viel zu bieten hat. 5 von 10 geklonten Hauptdarstellern.

Erik Wasser
16.12.2000

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Bester Film aller Zeiten8%

929 Stimmen
Schnitt: 5.2
cgi-vote script (c) corona, graphics and add. scripts (c) olasch


Leser-Kommentare:
Stefan (20.08.04): wo ich den film das erste mal gesehen habe hat er mich nicht begeistert.aber als ich ihn mir später nocjmal angesehne habe muss ich sagen das ist ein toller film mit ein ernsten thema.
Engel (23.03.04): Schwarzenegger-Filme sind einfach nicht mehr das, was sie einmal waren. Gerne denke ich doch zurück an Filme wie CONAN - DER BARBAR, an TERMINATOR 1 und 2, an TOTAL RECALL und TRUE LIES. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Die einzig gelungene Sequenz ist die, in der sich der Bösewicht (Michael Drucker) seinem Klon gegenübersieht. Drucker wird hier für seine Arroganz bestraft. Er, der sich anmaßte, zum Herr über Leben und Tod aufzusteigen, sieht in den Spiegel, und erblickt ein unvollkommenes Etwas, ein deformierter, schleimiger Klumpen, dem sogar ein Ohr fehlt. Schreckt erstarrt für einige Sekunden, dann "Kein Grund zu Panik, das kriege ich wieder hin." Und schließlich stürzt Drucker vom Dach des Gebäudekomplexes in den Tod. Goldwyn spielt Drucker wirklich ausgezeichnet. Und diese Hilflosigkeit am Ende. Einfach superb. Drucker ist völlig entstellt, und kann nur noch über sein Leben wimmern. Das Make-up ist gelungen, und man krieg fast schon ein Gefühl von Mitleid für diesen Menschen, der da nun ein entstellter Klon ist.
Bad Boy (23.01.02): The Sixth Day ist nicht der beste Schwarzenegger,aber hat genügend humorvolle Einfälle um für zwei Stunden zu unterhalten,auch wenn man Arnie in der Zukunft schon besser und visionärer gesehen hat,ich denke da zum Bsp.an Total Recall.Aber im Gegnsatz zu End of Days bietet der Film noch ein ernsthaftes Thema zum Hintergrund:die Gefahren der modernen Biotechnik.Zu dem ist Roger Spottiswoode ein versierter Actionroutinier,der wenn er auch kein Meister anspruchsvoller Unterhaltung ist,für eine solide Inszinierung sorgt.Auch wenn wir auf Arnies Comeback noch ein wenig warten dürfen sorgt die Mischung aus zeitgemäßen Computereffekten , Verfolgungsjagden im klassischen Stil und humorvoller und orgineller Einfälle für routinierte Unterhaltung
MrTurtle (17.08.01): War okay, doch muß man nich gesehen haben....immerhin besser als "End of Days"! 5 geklonte Punkte von 10!
Steffen: Geht das nur mir so? Oder kommt es Euch auch so vor, dass Arnold in seinen beiden letzten Filmen sehr hölzern wirkt. In End of Days war seine Leistung absolut katastrophal. Und The 6th Day lebt hauptsächlich von einigen guten Actionszenen, einer aktuellen Hintergrundstory und den (liebenswert stereotypen) Nebendarstellern. 6 von 10 Friseur-Rechnungen.
Michael Setzer: ich muß sagen, daß ich von dem Fil ein wenig enttäuscht war. Klar, es ist gute und handfeste Schwarzenegger-Kost, die es da zu gucken gibt. Aber alles in allem blieb bei mir ein etwas fahler Nachgeschmack übrig. Aus meiner Sicht fehlte dem Film ein entscheidendes letztes i-Tüpfelchen zum großen Knaller. Ein wenig mehr durchdachte Action hätte dem Film sicher gutgetan, wobei das Thema keineswegs schlecht gewählt war. Für mich alles in allem ein Film mit zuwenig Rums :-)
Ovi: Ich geh auch viel lieber ins Kinopolis! Da ist alles besser, schöner, nur die Karten sind nen Stückerl teurer....
Ronald Steinkamp: Wieder einmal geschafft. Die Qualität der Kinovorführungen nimmt im Cineplex stetig ab. Zunächst immer noch ein Kunststück zwischen 4:3 und 16:9 Werbung und Filmen zu unterscheiden - bis das umgestellt ist sind schon wieder 5 Minuten des Films vorbei. Und der Nachspann ist auch nach 80 Sekunden vorüber - dann gehts Licht an und - raus! Natürlich ist immer der "nicht greifbare" Vorführer der Schuldige. Der Film ist an sich eines der Schwarzeneggerfilme, die im gewissen Rythmus kommen - nicht 100% aber auch kein Verriss. Ein kurzer Abend mit unschönen Begleitumständen.
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